Südafrikas wunderschöne Natur

Eindrücke vom Westkap. Das Paradies auf Erden in einer eindrucksvollen Fotosammlung

(2010sdafrika-Redaktion)

Dass Südafrika ein wunderschönes Land ist, dürfte den meisten Reisenden längst bekannt sein. Nicht ohne Grund hat sich der Staat im südlichen Afrika zu einem beliebten Ziel internationaler Touristen entwickelt. Doch wer noch nicht am Kap war, den werden die nachfolgenden Bilder zum Träumen, Staunen und Entspannen verleiten. Mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Hans-Jürgen Kurz aus Niedersachsen bildet die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die eindrucksvolle Fotosammlung zur Schönheit des Westkaps ab. Meer, Strand und Berge machen Lust, diese Region zu erkunden.

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© Das Westkap in Bildern. (Quelle: Hans-Jürgen Kurz)

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Schwulsein im Islam – geht das?

Für den Imam Muhsin Hendricks aus Südafrika ist Homosexualität keine Sünde und keineswegs haram 

(Autor: Ghassan Abid)

Homosexualität ist in vielen Teilen dieser Welt geächtet und strafbar. Vor allem in islamischen Staaten stellt eine homosexuelle Identität ein Tabu dar, begründet durch das islamische Recht. Sexuelle Handlungen mit Gleichgeschlechtlichen sind ähnlich wie der Ehebruch, Alkoholismus oder Austritt aus dem Islam eine schwerwiegende Sünde, so mehrere Überlieferungen – den Hadithen. Doch aus Südafrika kommt Widerstand. Imam Muhsin Hendricks, der selbst schwul ist, hält Homosexualität mit dem Islam für vereinbar. Mit seiner Queer-Position stellt er sich ins Abseits. Eine intrareligiöse Debatte ist von den meisten Würdenträgern nicht erwünscht.

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© Muhsin Hendricks ist einer der wenigen schwulen Imame weltweit. Der Kapstädter setzt sich dafür ein, dass die Homosexualität im Islam nicht mehr als Sünde angesehen wird. Seiner Meinung nach toleriere der Koran das Schwulsein. Doch die Mehrheit der islamischen Gelehrten widerspricht dieser Auffassung. Einige renommierte Geistliche fordern weiterhin die Todesstrafe für Schwule. (Quelle: Privat)

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Massenkarambolage in Südafrika

Lkw rast nahe Alberton in über fünfzig Autos. Mehrere Tote und Verletzte auf der Bundesstraße N12

(2010sdafrika-Redaktion)

Heute ereignete sich auf der N12 nahe der Stadt Alberton in der Gauteng-Provinz eine Massenkarambolage. Ein Lastkraftwagen raste in mehrere Autos. Über fünfzig Fahrzeuge wurden beschädigt. Dutzende Verletzte lagen schreiend auf der Straße. Blut klebte an den Wracks. Mindestens vier Autofahrer starben. Der Fahrer des Lkws wird für den Unfall verantwortlich gemacht. Er ist bereits festgenommen worden und wird noch verhört.

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© Über fünfzig Autos sind auf der Bundesstraße N12 nahe der Stadt Alberton beschädigt worden, nachdem ein Lastwagen ungebremst in die Menge fuhr. Mindestens vier Menschen starben. Mit weiteren Toten ist zu rechnen. Südafrika steht unter Schock. (Quelle: Twitter)

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Vom Hells Angels-Fall zum Pistorius-Urteil

Im Interview mit Dr. Erik Kraatz, Privatdozent und Anwalt von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner

(Autor: Ghassan Abid)

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© Dr. Erik Kraatz, Privatdozent und Anwalt von der Berliner Kanzlei Dr. Schulte und Partner, bewertete für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ zum Einen das Pistorius-Verfahren und zum Anderen das sogenannte Hells Angels-Urteil. Bei beiden Strafverfahren lassen sich Gemeinsamkeiten erkennen. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Dr. Erik Kraatz, Privatdozent und Anwalt von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner. Als Strafrechtler haben Sie das Verfahren gegen Oscar Pistorius aufmerksam beobachtet. Der Paralympics-Star wurde am 12. September wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. Ab morgen geht es um das Strafmaß. Teilen Sie die Ansicht von Richterin Thokozile Masipa, wonach kein Tötungsvorsatz vorlag?

Antwort: Diese Ansicht teile ich nicht. Dies liegt insbesondere daran, dass die Richterin in ihrer Urteilsbegründung davon sprach, eine „Tötungsabsicht“ hinsichtlich der Tötung von Reeva Steenkamp habe nicht vorgelegen. Für eine Tötung reicht meines Erachtens auch in Südafrika ein einfacher Tötungsvorsatz, der bei Schüssen durch eine geschlossene Badezimmertür ohne Frage, wer dort sei, in Kenntnis der Anwesenheit von Reeva im Apartment – auch wenn Pistorius sie angeblich im Bett wähnte – durchaus bejaht werden kann. Denn angesichts der gesamten Umstände, auch angesichts der Existenz eines Sicherheitsdienstes, an dem man erst einmal vorbei musste und dem Fehlen früherer Einbrüche, kann es kaum zweifelhaft sein, dass er zumindest in Kauf genommen hat, Reeva tödlich zu treffen.

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Xavier Naidoo unter medialem Beschuss

VOX-Sender hält an Musiker mit Südafrika-Wurzeln fest, trotz negativer Berichterstattung

(2010sdafrika-Redaktion)

Xavier Naidoo hat seine familiären Wurzeln in Südafrika. In Kapstadt leben bisweilen einige Familienangehörige des Mannheimers. Für die VOX-Sendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ ging er in die Heimat seiner Eltern. Die einstige Apartheid hat das heutige Denken des Sängers geprägt, der nach eigenen Aussagen mit offenen Augen durch die Welt geht. Umso weniger überraschend ist, dass Naidoo kürzlich vor dem Kanzleramt und Bundestag einen politischen Wandel befürwortet. Die Medien nehmen den Systemkritiker unter Beschuss.

arno & die morgencrew

© Xavier Naidoo hat seine Wurzeln in Südafrika. Die Ungerechtigkeiten der Apartheid haben sein heutiges politisches Denken geprägt. Aktuell steht der Musiker unter Beschuss, nachdem er die Nähe zu den Reichsbürgern gesucht hat und die Souveränität Deutschlands anzweifelt. Ungeachtet dessen wird der VOX-Sender auf Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Zusammenarbeit mit dem Künstler fortsetzen. (Quelle: flickr/ arno & die morgencrew)

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Mode-Kolumne „HOW TO STYLE Südafrika“

Im Portrait: Wetive Nkosi, Designerin aus Johannesburg

(Autorin: Natalia Bobrich)

Unterstützt durch:TOM TAILOR_CASUAL_Logo_blau (2)

Eigentlich ist Wetive Nkosi Soziologin. Seit Kurzem gehört sie aber zu den begabtesten Jungdesignerinnen der angesagten Fashionszene Südafrikas. Ihre Liebe zur Mode präsentierte sie auf der Fashionweek in Johannesburg. Ihre Karriere begann während des Soziologiestudiums. Die selbstgefertigten Designs fanden rege Beachtung bei den Mitstudenten und bald darauf designte sie die schönsten Stücke für ihre Kommilitonen. Auf dem SewAfrica Fashion College perfektionierte Nkosi ihre Designs. 2012 war sie eine der Gewinnerinnen bei Fasttrack, einer Plattform, die talentierten Designern die Möglichkeit bietet gleich neben den ganz Großen zu starten. Ihre Kollektion ist einfach: Simpel und einzigartig mit Inspirationen der eleganten afrikanischen Frau.

Wetive Nkosi

© Wetive Nkosi, Fashion Designerin aus Johannesburg. (Quelle: Simon Deiner/ SDR Photo)

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Wildkatzen-Kolumne

Katzenarten aus Südafrika: Leopard

(Autorin: Andrea C. Schäfer berichtet in ihrer Kolumne über gefährdete Katzenarten in Südafrika. Die Tierpsychologin arbeitet als freiwillige Mitarbeiterin auf der Katzenauffang- und -zuchtstation Daniell Farm, auf welcher sich Gäste über die wilden Katzen hautnah informieren lassen können.)

Der Leopard (Panthera pardus) ist für mich der effektivste Jäger unter den großen Katzen, denn er hat mehrere Möglichkeiten, sein Überleben zu sichern. Er jagt hauptsächlich nachts und hat nur in Löwen- oder Hyänenrudeln direkte Konkurrenz. Als strikter Einzelgänger kann er jede Form von Beute, auch kleine Tiere wie zum Beispiel Hasen, nutzen.

Leopard

© In dieser Ausgabe der Wildkatzen-Kolumne behandelt Autorin Andrea C. Schäfer den Leoparden.

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Bücher braucht das Land

Kulturministerium Südafrikas kündigt umfangreiche Investitionen im landesweiten Bibliothekenbau an

(2010sdafrika-Redaktion)

Als der südafrikanische Bücherrat SABDC, eine Nichtregierungsorganisation zur Förderung des Lesens, eine Studie herausgab, wonach lediglich 14 Prozent aller Südafrikaner aktive Bücherleser sind, nur 5 Prozent der Eltern ihren Kindern etwas vorlesen und 51 Prozent aller Haushalte über kein einziges Buch verfügen, war die Sprachlosigkeit der Lesenden besonders groß. Nun hat die Regierung umfangreiche Investitionen angekündigt. Die Menschen sollen Bücher lesen.

talkingdoguk

© Südafrikas Bürger sollen nach dem Willen des Kulturministeriums öfters ein Buch in den Händen halten. Denn nur 14 Prozent aller Südafrikaner sind aktive Bücherleser. Der Bau mehrerer Bibliotheken in strukturschwachen Regionen soll zur Erhöhung der Leserquote beitragen. Rund 216 Millionen Euro stehen für dieses Regierungsprogramm zur Verfügung. (Quelle: flickr/ talkingdoguk)

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Weiße Südafrikaner wollen Flüchtlingsschutz

Ehepaar darf in Kanada Asylanträge stellen. Bundesgericht erkennt Verfolgung wegen der Rasse

(2010sdafrika-Redaktion)

Menschen, die aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe ins Ausland flüchten, genießen nach geltendem internationalen Recht einen Flüchtlingsstatus. Als Asylberechtigte stehen sie dann unter dem Schutz des Empfängerlandes. Doch trifft diese Sachlage auch auf Südafrika zu? Denn zwei Südafrikaner bejahen diesen Zustand in ihrer Heimat. Ein kanadisches Bundesgericht gibt ihnen Recht, Asylanträge zu stellen.

Arisha Singh

© Das südafrikanische Ehepaar Charl und Naira Nel behauptet, in der eigenen Heimat wegen ihrer weißen Hautfarbe verfolgt zu werden. Deshalb wollen sie als Flüchtlinge in Kanada anerkannt werden. Ein Bundesgericht hat entschieden, dass die Familie entsprechende Asylanträge stellen darf. Somit stuft die Justiz Kanadas die Republik im südlichen Afrika als unsicheren Staat für Weiße ein. Eine diplomatische Krise könnte folgen. (Quelle: flickr/ Arisha Singh)

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Türkischer Rockerboss „Neco“ befiehlt Mord

Exklusiv: Bielefelder Bürger werden eingeschüchtert. Hells Angels MC Nomads Turkey will Rezan C. töten

(Autor: Ghassan Abid)

Der Bielefelder Gemüsehändler Ali Yilmaz (Name geändert) erhielt vor wenigen Tagen Besuch von rund dreißig Rockern, die dem Hells Angels MC Nomads Turkey angehören. Die Kleidung der Männer deutet auf ihre Zuordnung hin. Der Selbstständige wird davor gewarnt, den ehemaligen Bielefelder Höllenengel Rezan C. in seinen Gemüseladen zu lassen. Ansonsten würden sie wiederkommen und „alles kurz und klein schlagen“. Viele Bürger der nordrhein-westfälischen Stadt haben Angst. Sie gehorchen und beugen sich dem Druck der Hells Angels. Offizielle Warnungen der Polizei bleiben bislang aus.

Collage

© Necati „Neco“ Arabaci [rechts im Bild], der Präsident des Hells Angels MC Nomads Turkey, hat einen Mord gegen den Ex-Rocker Rezan C. [links im Bild] befohlen – wie die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ von einem Insider exklusiv erfahren hat. Die Stadt Bielefeld ist seit Mitte September 2014 im Würgegriff der türkischen Hells Angels. Dutzende Ladenbesitzer werden eingeschüchtert. (Quelle: Privat/ Collage der Redaktion)

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Verzerrtes Afrika-Bild der ARD

Öffentlich-rechtliche Spielfilme zwischen Klischee-Erfüllung und Stereotypen-Bedienung

(Autor: Ghassan Abid)

Zur ersten Septemberhälfte 2014 sendete die ARD mehrere Afrika-Spielfilme. „Stürme in Afrika, „Für immer Afrika“ oder „Meine Heimat Afrika“ handeln typischerweise davon, dass deutsche Bürger im südlichen Afrika in einer Safari-Umgebung nach der großen Liebe suchen, eine familiäre Angelegenheit zu regeln haben oder der einheimischen Bevölkerung helfen wollen. Man kriegt stets den Eindruck vermittelt, als würde die ARD die Realität im Ausland bewusst ausblenden. Eine Medienkritik ist längst überfällig.

Radio Arabella München

© Die Schauspielerin Christine Neubauer ist besonders gefragt, wenn es darum geht, in Afrika-Spielfilmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mitzuspielen. Dabei bedient sich die ARD in ihren Produktionen gängigen Klischees und Stereotypen zum afrikanischen Kontinent. Eine Medienkritik ist längst überfällig. (Quelle: flickr/ Radio Arabella München)

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Südafrikas Pflanzen in deutschen Gärten

Pelargonie, Strelitzie, Erika, Schmucklilie oder Kapmargerite – die Farbenpracht der Kapflora

(2010sdafrika-Redaktion)

Auf dem Planeten sind sechs unterschiedliche Florenreiche zu finden, die sich jeweils durch eine eigenständige Flora charakterisieren lassen. Eines dieser Florenreiche ist die Kapflora, auch als Capensis bekannt, die über Pflanzen verfügt, die eigentlich nur dort gedeihen. Denn längst sind südafrikanische Pflanzen auch in Deutschland erhältlich. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ stellt fünf Vertreter Südafrikas vor.

Derek Keats

© Die Königs-Protea, die Königin der Blumen der Kapflora, ist die Nationalblume Südafrikas. In Deutschland ist dieses Silberbaumgewächs mit seinen über 100 Arten nicht erhältlich. Dafür kann man andere Pflanzen aus dem südlichen Afrika kaufen. (Quelle: flickr/ Derek Keats)

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