Gupta-Saga: Ein Stück aus dem Tollhaus
(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)
Ein Bubenstück wie aus einer Seifenoper, oder besser, aus Bollywood: Die so genannte Gupta-Saga beschäftigt die Medien seit Beginn des Monats Mai. Nahezu täglich fügen neue Informationen ein weiteres Puzzlestück zu einem grotesken Bild des „Guptagate“, wie die Presse schreibt.

© Ein Privatflugzeug landete am 30. April 2013 auf dem Militärflughafen Waterkloof bei Pretoria. Die Passagiere des Airbus 330 waren keine Militärangehörige, sondern Gäste der indischen Unternehmerfamilie Gupta. Behörden der Zuma-Regierung ermöglichten diese Exklusivlandung. Seither steht die Politik in Pretoria unter massivem öffentlichen Druck. (Quelle: Wikimedia)
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Web 2.0-Ikone Ben White in Berlin: Afrikanische Startup-Ideen treffen auf globale Investoren
(Autor: Ghassan Abid)
Im Mai 2013 tagte zum siebten Mal Deutschlands größte Internetkonferenz re:publica in Berlin. In diesem Jahr war auch ein US-Amerikaner anwesend, der sich in der südafrikanischen Internet- und Startupszene längst zu einer festen Größe etabliert hat. Ben White heißt der junge Mann, der seine Auslandsreisen in Europa, im Nahen Osten und in Afrika zum Anlass nahm, um Menschen beruflich miteinander in Verbindung zu bringen.

© Der in Südafrika in Fachkreisen bekannte Internetaktivist Ben White sieht großes Potential in der afrikanischen Netzgemeinschaft. Es fehle in Afrika nicht an unternehmerischen Ideen, sondern vielmehr an Startkapital. Whites Unternehmen VC4Africa bringt afrikanische Unternehmer und globale Investoren zusammen. Ein Erfolgskonzept, das Ben White auf der re:publica 2013 in Berlin erläuterte.
Das Unternehmertum könne die Welt nachhaltig verändern, lautet das soziale Motto von Ben White. Die Afrikaner hätten großes Potential, aus guten Ideen unternehmerische Projekte zu machen. Doch fehlt es ihnen meist an Startkapital. Ein Problem, dass überall in Afrika, ob in Ägypten oder in Südafrika, der Fall ist. „Venture Capital for Africa“, besser bekannt als VC4Africa, lautet die Lösung, um Investitionen möglich machen zu können.
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Wirtschaft und Politik standen in Pretoria, Kultur und Wissenschaft in Kapstadt auf dem Programm
(2010sdafrika-Redaktion)
Ende April 2013 hielt sich Bundesaußenminister Guido Westerwelle, begleitet von einer Wirtschaftsdelegation, während seiner Afrikareise unter anderem in Südafrika auf. Mit seiner Amtskollegin Maite Nkoana-Mashabane besprach der FDP-Politiker in der Hauptstadt Pretoria regionale und internationale Themen, etwa die Wahlen in Simbabwe oder den Kampf gegen die Islamisten in Mali. Ebenso hob Nkoana-Mashabane die deutsch-südafrikanischen Wirtschaftsbeziehungen hervor. Zudem traf sich der Außenminister mit Südafrikas Vizepräsidenten Kgalema Motlanthe, wobei der Inhalt der Gespräche unbekannt ist.

© Bundesaußenminister Westerwelle traf mit einer Wirtschaftsdelegation Ende April 2013 zu einem Arbeitsbesuch in Südafrika ein. In Pretoria unterhielt sich der FDP-Politiker mit seiner Amtskollegin Maite Nkoana-Mashabane und dem Vizepräsidenten Kgalema Motlanthe. In Kapstadt standen hingegen Kultur und Wissenschaft auf dem Programm. (Quelle: photothek/ Trutschel)
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Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesentwicklungsminister
(Autor: Ghassan Abid)

© Gudrun Kopp (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (Quelle: Ingrid Lestrade)
2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Fünf Tage hielten Sie sich in Südafrika auf. Mit welchen Partnern wurden welche Sachverhalte thematisiert?
Antwort: Schwerpunktthemen meiner Reise waren Energie und Klimaschutz, die in Südafrika weit verbreitete Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie die aktuelle Situation im Bergbausektor. Ich habe unter anderem Gespräche mit meinen Amtskolleginnen und -kollegen aus dem Finanzministerium und Energieministerium und mit der Premierministerin der Provinz Western Cape, Helen Zille, geführt. Bei diesen Gesprächen habe ich neben unserer laufenden Kooperation die südafrikanische Regierung dazu ermuntert, der Rohstoff-Transparenzinitiative EITI [Anmerkung der Redaktion: Extractive Industries Transparency Initiative] beizutreten. Als größte Wirtschaftsmacht in Afrika und fünftstärkstes Bergbauland weltweit sollte Südafrika mit einem Beitritt zu EITI ein Zeichen für Transparenz und gute Regierungsführung setzen.
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Im Interview mit Emilia Müller, Staatsministerin in der Bayerischen Staatskanzlei
(Autor: Ghassan Abid)

© Emilia Müller, Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei und Bayerische Bevollmächtigte beim Bund. (Quelle: Bayerische Staatskanzlei)
2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Emilia Müller, Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei und Bayerische Bevollmächtigte beim Bund. Frau Müller, welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Amt im Hinblick auf das europäische und außereuropäische Ausland?
Antwort: Regionen können in der globalisierten Welt ihr Potenzial heute nur dann voll entfalten, wenn sie sich international ausrichten, mit anderen zusammenarbeiten und sich dadurch gegenseitig entscheidende Wettberwerbsvorteile verschaffen. Der Freistaat Bayern erhebt den Anspruch, alle Möglichkeiten für eine fruchtbare internationale Zusammenarbeit umfassend auszuschöpfen. Als für die internationalen Beziehungen zuständige Ministerin in der Bayerischen Staatsregierung kann ich mit Stolz sagen: Die Marke Bayern steht heute in Europa und der Welt für eine hoch innovative und wirtschaftlich erfolgreiche Region, die sich zugleich ihrer Traditionen und Werte bewusst ist. Die internationalen Kontakte und Partnerschaften des Freistaats sind wertvolle Plattformen für die Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und auf vielen weiteren Gebieten.
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Im Interview mit Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags
(Autor: Ghassan Abid)

© Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags (Quelle: Bildarchiv Bayerischer Landtag)
2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags. Vor wenigen Wochen kamen Sie mit dem Präsidium des Landtags von einem Arbeitsbesuch aus Südafrika zurück. Welchen Eindruck konnten Sie von Land und Leute sammeln?
Antwort: Ich bin mit gemischten Gefühlen nach Bayern zurückgeflogen. Auf der einen Seite hat unsere Delegation ein Land erlebt, das vom Klima verwöhnt und reich ist an Bodenschätzen. Da diese nur ausgebeutet, aber nicht im Land veredelt werden, profitieren die Menschen davon nicht. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist riesig. Millionen von Menschen leiden Not. Mich treibt die Frage um, wie die Verantwortlichen in Südafrika die vielen Aufgaben bewältigen wollen, an der Spitze die Arbeitslosigkeit, vor allem die Jugendarbeitslosigkeit. Wir haben auf unserer Reise viel von der gefährlichen Mischung aus Perspektivlosigkeit, Drogen und Kriminalität erfahren.
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Verschlagwortet mit 2010sdafrika-Redaktion, 2013-04-11, Abgeordnete, Aids-Problematik, aidskranke Kinder, Aktivitäten, Amtsantritt, ANC, Apartheid, Arbeiter, Arbeitsbesuch, Arbeitskraft, Arbeitslosigkeit, Arm und Reich, Außenhandelskammer für das südliche Afrika, Aufklärung, Ausbaupotenzial, Ausgaben, Ausschüsse, Barbara Stamm, Bauhandwerk, bayerische Initiativen, Bayerische Staatsregierung, Bayerischer Landtag, Bayern, Bayern in Südafrika, Bürgermeisterin, Befreiung, Befreiungsbewegung, Behandlung, Behörden, Beschäftigte, besseres Leben, besseres Südafrika, Bevölkerung, Bildung, Bildung ist die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts, Bildungspolitik, Bildungsprojekte, Blechbüchsenstadt, Blikkiesdorp, BMW, Bodenschätze, Budget, Bundesebene, Chance, Christin, Container, Credo, DA, Dächer, Delegation, Delft, demokratische Strukturen, Deutsche Handelskammer, Drogen, duales Bildungssystem, Ehe, Ehe und Familie, Eindruck, Engagement, Erfahrungen, Fachausschüsse, Firmen, Fitnessstudio, Forschung, Freiheit, Freistaat, Freistaat Bayern, Gauteng, Gebot, Geschäftsführer, Gesellschaft, Gespräche, Gewalt, Glaubwürdigkeit, globalisierte Welt, Gott, Grundfertigkeit, Haushalt, Helen Zille, heterosexueller Frauenvirus, HIV-Rate, Hoffnungsträgerin, homosexuell, hope, Informationen, Installateure, Jugendarbeitslosigkeit, Kapstadt, Kaufleute, Kid crue, Kindergarten, Klima, Kluft, Kontakte, Kontrolle, Kooperation, Koordinierung, Kriminalität, Landtag, Landtagspräsidentin, Landwirtschaft, ländliche Entwicklung, Legislative, Maßnahmen, manager, Mann und Frau, Marke Bayern, Matthias Boddenberg, Medical Centre, Meinungsbildung, Menschen in Südafrika, Mitglieder der Regierung, Nachdenken, Nachwuchs, Neuregelung, Oppositionspolitikerin, Organisation, Parlamente, Parlamentsebene, Parlamentsverwaltung, Partei, Partnerschaft, Perspektive, Perspektivlosigkeit, Pfarrer, Politik, Politikerin, politischer Druck, Präsidentin, Präsidium, Premierministerin, Programm, Projekte, Provinzparlament, römisch-katholische Kirche, Regierungsebene, Regierungspartei, Reise, Repräsentant, Rosslyn, SÜDAFRIKA - Land der Kontraste, Südafrika, Südafrika-Portal, südafrikanische Provinzen, Schweine- und Vogelgrippe, Selbsthilfe, sexuelle Orientierung, Solaranlagen, Solateure, soziale Projekte, Sozialpolitik, Staatskanzlei, Staatskanzlei Bayern, Stefan Hippler, Toleranz, Tor zu Afrika, Township, townships, Trainingsgesellschaft, transsexuell, Tygerberg-Krankenhaus, Unternehmen, Unterredung, Vertreter, Vision, Volk, Wellblechhütte, Western Cape Provincial Parliament, Westkap, WHO-Richtlinien, Wirtschaft, Wohnung, Zille-Partei, Zivilgesellschaft
Georg Mascolo als Journalist mit großem Interesse für Südafrikas einstiges Nuklearprogramm
(Autor: Ghassan Abid)

© SPIEGEL-Chefredakteur Georg Mascolo ist am heutigen Dienstag vom SPIEGEL-Verlag mit sofortiger Wirkung von seinem Posten abberufen worden. Der Journalist befasste sich in der Vergangenheit mehrfach mit der Nuklearpolitik Südafrikas und der Mitwirkung deutscher Ingenieure bei der Nuklearisierung geächteter Regime. (Quelle: flickr/ news_aktuell_gmbh)
Nun hat der SPIEGEL-Verlag einen Bericht des Hamburger Abendblatts vom vergangenen Freitag offiziell bestätigt. In einem heute veröffentlichten Beitrag auf SPIEGEL ONLINE wurde in eigener Sache darüber informiert, dass Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron als SPIEGEL-Chefredakteure abberufen worden sind. Vorausgegangen war ein Streit mit der Verlagsspitze über die strategische Ausrichtung des Medienhauses. Wenige Journalisten wissen noch, dass der abgesägte Deutsch-Italiener sich sehr für die Politik in Südafrika interessierte.
Gemeinsam mit den SPIEGEL-Kollegen Jürgen Dahlkamp und Holger Stark recherchierte Mascolo mehrfach zum Nuklearprogramm im Südafrika der Apartheid. Das Trio widmete seine Aufmerksamkeit den Personen in Deutschland, die dem Regime in Pretoria zum Aufstieg in den Klub der Atommächte verhalfen.
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Keine Entwicklungsbank, keine Ratingagentur und kein Krisenfonds, aber dafür mehrere Eklats
(2010sdafrika-Redaktion)
Der 5. BRICS-Gipfel, welcher vom 26. bis zum 27. März 2013 zum ersten Mal im südafrikanischen Durban tagte, verlief eher ernüchternd ab. Vieles wurde gesprochen, aber nur weniges wurde beschlossen. Die großen Errungerschaften konnte der Gastgeber nicht realisieren. Stattdessen wird positiv in die Zukunft der BRICS-Staaten geblickt.

© Der 5. BRICS-Gipfel in Durban enttäuschte die Delegationen aus Brasilia, Moskau, Neu-Delhi, Peking und Pretoria. Wichtige Entscheidungen wurden aufgrund von Unstimmigkeiten nicht getroffen: Die Gründung einer Entwicklungsbank, einer Ratingagentur und eines Antikrisenfonds wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Stattdessen kam es hinter den Kulissen zu mehreren Eklats. Vor allem die Russen waren verärgert. (Quelle: flickr/ BRICS)
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Hubschrauber vom Typ Bell 212 über Private für Forschungszwecke in Südafrika im Einsatz
(2010sdafrika-Redaktion)
Aus Südafrika erreichte die Redaktion die Information, wonach ein ausgemusterter Helikopter der Bundespolizei gegenwärtig in Südafrika im Einsatz sein soll. Den entsprechenden Pressemeldungen war eine solche Nachricht nicht zu entnehmen. Erst auf Anfrage von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bestätigte das Bundespolizeipräsidium in Potsdam diese Meldung.

© Der bis im Mai 2012 von der Bundespolizei eingesetzte Helikopter des Typs Bell 212, Kennzeichen: D-HHPP, ist an das nordrhein-westfälische Unternehmen Agrar Helilift verkauft worden, das wiederum den Helikopter an die südafrikanische Starlite Aviation Group übertragen hat. Gegenwärtig wird der Bell 212 – hier im Archivbild zu sehen – für Forschungszwecke auf dem Schiff S.A. Agulhas II in der Antarktis eingesetzt. (Quelle: Wikimedia)
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Verschlagwortet mit 2010sdafrika-Redaktion, 2013-04-03, Agrar Helilift, Ahlen, Antarktis, Bell 212, Bundespolizei, Bundespolizei-Helikopter, Bundespolizeipräsidium, D-HHPP, Firma, Forschungsschiff, geophysikalische Vermessung, Guinea, Helikopter, Hubschrauber, Information, Kap, Luftfahrt-Dienstleistungen, meteorologisch, Namibia, nordrhein-westfälisch, ozeanografisch, Potsdam, Private, Redaktion, S.A. Agulhas II, SÜDAFRIKA - Land der Kontraste, Südafrika, südafrikanisches Unternehmen, Starlite Aviation Group, Typ, Untersuchungen