Archiv der Kategorie: Sport [Sport]

Hierunter fallen die Aspekte FIFA, Fußball, Sport, Rugby, Nationalmannschaft, Bafana Bafana, DFB, Stadion, Fans und andere.

Erleichtert

Bafana Bafana-Qualifikation für Afrika-Cup unter dem Vorzeichen des Todes von Senzo Meyiwa

(Autor: Johannes Woywodt)

Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung der Spieler zu spüren. Lachende aber auch nachdenkliche Gesichter. Denn dieses letzte Heimspiel in der Qualifikation zum Afrika-Cup war ein Spiel mit mehreren Geschichten. Es war das erste Spiel der südafrikanischen Fußballnationalmannschaft nach dem gewaltsamen Tod ihres Kapitäns und Torwarts Senzo Meyiwa, der am 26. Oktober erschossen worden war.

The Presidency of the Republic of South Africa

© Bafana Bafana hat sich für den Afrika-Cup 2015 in Äquatorialguinea qualifiziert. Überschattet wurde dieser Erfolg vom gewaltsamen Tod ihres Kapitäns und Torwarts Senzo Meyiwa, der am 26. Oktober erschossen worden war. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Senzo Meyiwas-Tod wirft Fragen auf

Südafrika zwischen brutaler Lebensrealität und politischer Inkompetenz. Ein Kommentar

(Autor: Ghassan Abid)

Die südafrikanische Musikerin und Schauspielerin Kelly Khumalo lebte vor einigen Jahren in einer Beziehung, die von häuslicher Gewalt geprägt war. Sie brauchte Zeit, um sich vom schlagenden Partner zu trennen. Seither engagiert sie sich gegen Gewalt an Frauen. Mit dem Nationaltorwart Senzo Meyiwa lernte sie endlich einen Mann kennen, der sie respektierte und am vergangenen Sonntag beschützen wollte. Dafür musste er mit seinem Leben bezahlen.

The Presidency of the Republic of South Africa

© Der gewaltsame Tod des Nationaltorwarts Senzo Meyiwa belegt, dass Südafrika große Probleme mit der Kriminalitätsbekämpfung hat. Allerdings stellt die Inkompetenz der politischen Elite am Kap die größere Herausforderung dar. Habgier und Egoismus schaden der Wohlstandsentwicklung der jungen Demokratie im südlichen Afrika. Im Bild ist Präsident Jacob Zuma zu sehen, der in etliche Korruptionsfälle verstrickt ist. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Nationaltorhüter Südafrikas ermordet

Senzo Meyiwa, Kapitän der Orlando Pirates und Keeper von Bafana Bafana, stirbt im Alter von 27 Jahren

(Autor: Johannes Woywodt)

Vor Kurzem glänzte er noch mit seinen Paraden und trug wesentlich dazu bei, dass die südafrikanische Fußballnationalmannschaft gut in die Qualifikation für den Afrika-Cup 2015 gestartet war. Umso größer ist nun die Bestürzung: Senzo Meyiwa, Kapitän der Orlando Pirates und Torwart von Bafana Bafana, wurde am Sonntagabend in Vosloorus – 25 Kilometer südlich von Johannesburg – erschossen.

Orlando Pirates Football Club

© Senzo Meyiwa, Kapitän der Orlando Pirates und Keeper der südafrikanischen Nationalmannschaft Bafana Bafana, wurde am Sonntagabend in Vosloorus bei Johannesburg erschossen. Die gesamte Nation befindet sich im Schock – nicht zum ersten Mal. (Quelle: Facebook/ Orlando Pirates Football Club)

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Ein Rivaldo für Bafana Bafana

Fußballtrainer Ephraim „Shakes“ Mashaba setzt auf junge Spieler wie Rivaldo Coetzee – mit Erfolg

(Autor: Johannes Woywodt)

Er wollte bereits alles hinschmeißen und den Trainer bitten, ihn nicht aufzustellen. Die Nacht zuvor hatte er nicht schlafen können, so groß war seine Aufregung. Dazu die nicht verschwinden wollende Nervosität. Was würde passieren, wenn er einen schweren Fehler macht – bei seinem Länderspieldebüt. Ausgerechnet auch noch auswärts im Hexenkessel von Pointe Noire mit seiner bekannten aufgeladenen Stimmung. Überhaupt, was hatte sich Coach Ephraim „Shakes“ Mashaba dabei gedacht, ihn gleich in die Startelf zu befördern. Ihn, Rivaldo Coetzee aus Kakamas aus dem Northern Cape, 17 Jahre alt und Verteidiger von Ajax Cape Town.

Bafana Bafana

© Bafana Bafana erlebt durch Fußballtrainer Ephraim „Shakes“ Mashaba einen Wandel. Die Mannschaft überzeugt in den Qualifikationsspielen für den Afrika-Cup 2015. Allerdings möchte Mashaba keinen kurzfristigen Erfolg, sondern eine nachhaltige Entwicklung mit dem Ziel sich für die WM 2018 in Russland zu qualifizieren. Dabei setzt er auch auf junge Spieler. (Quelle: Chris Kirchhoff/ MediaClubSouthAfrica.com)

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Kap-Kolumne: Fünf Jahre Knast für „Blade Runner“

Oscar Pistorius nimmt’s gefasst

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Diesmal verlässt Oscar Pistorius den Gerichtssaal über die Treppe nach unten in die Wartezellen für Häftlinge und nicht, wie zuvor, durch die Tür auf dem Weg nach Hause ins Domizil seines Onkels Arnold in Waterkloof. Der „Blade Runner“ und gefallene Held der Nation ist zu fünf Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden. Er nahm die Strafverkündung gefasst entgegen. Am 12. September war Pistorius der fahrlässigen Tötung der jungen Reeva Steenkamp für schuldig befunden worden. Der Ausnahme-Sportler hatte sie in den frühen Morgenstunden des 14. Februar 2013 durch die Tür der heimischen Toilette erschossen. Er habe sie mit einem Einbrecher verwechselt.

Pistorius

© Der „Blade Runner“ ist zu fünf Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden. Er nahm die Strafverkündung gefasst entgegen. Die Staatsanwaltschaft hat nun vierzehn Tage Zeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Hingegen verzichtet die Verteidigung auf dieses Rechtsmittel. (Quelle: flickr/ Mat Williams)

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Ein hoffnungsvoller Beginn

Südafrikas Fußballelf startet mit neuem Trainer „Shakes“ Mashaba mit Sieg und Unentschieden

(Autor: Johannes Woywodt)

Mit einem Sieg und einem Unentschieden ist die südafrikanische Fußballnationalmannschaft in die Qualifikation zum Africa Cup gestartet und verschaffte somit ihrem neuen Trainer „Shakes“ Mashaba einen gelungenen Einstand. Nach einem 3:0-Auswärtserfolg in Khartum am 6. September folgte am vergangenen Mittwochabend ein torloses Remis gegen den amtierenden Afrikameister Nigeria.

GovernmentZA

© Die dunklen Wolken über Südafrikas Fußballelf ziehen langsam hinweg. Unter dem neuen Trainer „Shakes“ Mashaba gelang Bafana Bafana ein Sieg gegen den Sudan und ein Unentschieden gegen den Angstgegner Nigeria. Die Fans schauen mit Zuversicht auf die nächsten Qualifikationsspiele des Africa Cups. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Vom Hero zum Zero

Oscar Pistorius wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. Bis zu 15 Jahre Haft drohen – theoretisch

(Autor: Ghassan Abid)

Sechs Monate lang hörte sich Richterin Thokozile Masipa am North Gauteng High Court in Pretoria knapp 40 Zeugen an, die Oscar Pistorius entweder belasteten oder entlasteten. Sie widersprach dutzenden Aussagen über die Geschehnisse vom Valentinstag 2013. Sowohl Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft überzeugten nicht immer. Zwei Tage lang nahm sie sich Zeit für die Verlesung des Urteils im spektakulärsten Strafverfahren Südafrikas.

Global Sports Forum

© Südafrikas Paralympics-Star Oscar Pistorius ist der fahrlässigen Tötung seiner Freundin Reeva Steenkamp und des Verstoßes gegen das Waffengesetz schuldig gesprochen worden. Am 13. Oktober wird Richterin Thokozile Masipa das Strafmaß verkünden. Verteidigung und Staatsanwaltschaft können das Urteil anfechten. (Quelle: flickr/ Global Sports Forum)

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Vier gewinnt

Ephraim „Shakes“ Mashaba will Südafrikas Fußballteam zum Erfolg führen: Qualifikation für WM 2018

(Autor: Johannes Woywodt)

Das Warten hat ein Ende. Auf einer kürzlichen Pressekonferenz gab Danny Jordaan, Präsident des südafrikanischen Fußballverbands SAFA, bekannt, dass Ephraim „Shakes“ Mashaba zukünftig die Fußballnationalmannschaft betreuen wird. Mit seiner Entscheidung überraschte der Verband in zweierlei Hinsicht.

Romaen Tiffin

© Ephraim „Shakes“ Mashaba [im Bild links] ist Südafrikas neuer Fußballnationaltrainer. Der ehemalige Verteidiger des Spitzenklubs Orlando Pirates war bereits viermal Nationaltrainer. Er soll Bafana Bafana für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland qualifizieren. (Quelle: flickr/ Romaen Tiffin)

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Kap-Kolumne: Oscar Pistorius

Am 11. September erfährt die Welt das Urteil: Mord oder ein Unfall?

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Nun ist erstmal Ruhe für ein paar Wochen. Die täglichen Live-Übertragungen des Oscar-Pistorius-Prozesses aus dem Saal des Hohen Gerichts zu Pretoria liefen bereits den all-abendlichen Seifenopern quasi den Rang ab. Am 11. September („nine /eleven“) erfährt die Welt das Urteil des Gerichts über die Tat des Oscar Pistorius. Der als „Blade Runner“ bekannte Sportler hatte in den Morgenstunden des Valentinstags im vergangenen Jahr seine Freundin Reeva Steenkamp durch die geschlossene Toilettentür erschossen.

Mat Williams

© Am 11. September erwartet Oscar Pistorius das Urteil, ob er seine Freundin Reeva Steenkamp am Valentinstag 2013 vorsätzlich getötet hatte oder es sich um einen tragischen Unfall handelte. Kap-Kolumnist Detlev Reichel lobt die südafrikanische Justiz für ihre bisherige Arbeit zur Klärung einer möglichen Schuld des Sportlers. (Quelle: flickr/ Mat Williams)

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„Für das Finale ein toi, toi, toi!“

Mfaniseni Thusi drückt Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger ganz fest die Daumen gegen Argentinien

(2010sdafrika-Redaktion)

Mfaniseni Thusi stammt aus der südafrikanischen Metropole Durban und lebt bereits seit 1996 in Deutschland. Im Rahmen eines Konzerts in München traf der Musiker auf mehrere Fußballspieler des FC Bayern München. Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger gehören zu den Fußballern, die im Finale der Fußball-WM 2014 gegen Argentinien um den heiß begehrten Pokal kämpfen werden. Thusi wünscht dem Team von Bundestrainer Joachim Löw ein dreifaches „toi, toi, toi“, verriet er „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“.

Mfaniseni Thusi und Philipp Lahm

© Mfaniseni Thusi und Philipp Lahm, dem Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Auf ihn lastet der Druck gegen Argentinien. (Quelle: Privat)

Mfaniseni Thusi und Bastian Schweinsteiger

© Mfaniseni Thusi und Bastian Schweinsteiger lächeln für die Kamera. Leider durfte Mario Gómez, in der Mitte zu sehen, nicht mit nach Brasilien reisen. (Quelle: Privat)

Arjen Robben

© Der niederländische Superstar Arjen Robben spielt heute gegen die Auswahl Brasiliens um Platz 3. (Quelle: Privat)

14 Trainer in 22 Jahren – who‘s next?

Auf der Suche nach einem neuen Trainer für Südafrikas Fußball-Nationalmannschaft Bafana Bafana

(Autor: Johannes Woywodt)

Ein Schleudersitz ist dieser Arbeitsplatz. Interessenten – momentan nur Wenige. Während momentan in Brasilien ein neuer Fußballweltmeister gesucht wird, muss sich der südafrikanische Fußballverband mit einer dringenderen Frage beschäftigen, die einer noch schnelleren Antwort bedarf: Wer wird neuer Nationaltrainer? Kein Posten im südafrikanischen Fußball verfügt über eine solche Halbwertszeit. 

topshare

© Südafrika ist zurzeit auf der Suche nach einem neuen Trainer für die Fußball-Nationalmannschaft Bafana Bafana. Allerdings erweist sich dieser Prozess als eine ernstzunehmende Herausforderung. Denn die Zahl der Interessenten ist äußerst übersichtlich. (Quelle: flickr/ topshare)

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Unüberhörbare Wut auf Weltfußballverband FIFA

Bevölkerung Brasiliens läuft Sturm. Viele Südafrikaner zeigen im Netz ihre Solidarität mit WM-Nachfolger

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Als die Welt vor rund vier Jahren noch zu Gast in Südafrika war, legte sich ein dunkler Schleier über das Ausrichterland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Straßenhändler durften nicht in der Nähe der Stadien Essen und Souvenirs verkaufen, Dienstleistungen verteuerten sich drastisch und der Staat verbuchte im Enddefekt ein fiskalisches Minusgeschäft. Anders als zur Situation am Kap machen die Brasilianer ihren Unmut Luft. Die FIFA befindet sich in der größten Glaubwürdigkeitskrise seit ihrem Bestehen vor 110 Jahren.

Paulo Ito

© Von Südafrika nach Brasilien, dem Ausrichter der Fußball-WM 2014: Während vor vier Jahren der Protest am Kap eher verbal ausgetragen wurde, entlädt sich in Lateinamerika die Wut gegen die Regierung in physische Gewalt. Große Teile beider Bevölkerungen fühlen sich von der FIFA verarscht. (Quelle: Paulo Ito)

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