Kälteeinbruch in Südafrika

Giraffen und Elefanten zwischen Frost und Schnee. Kaltluftgebiet bringt Winter ans Kap

(2010sdafrika-Redaktion)

Im deutschsprachigen Raum ist Südafrika vor allem für die langen weißen Strände, heißen Temperaturen und wilden Tiere bekannt. Doch mit winterlichen Eindrücken wird das beliebte Reiseland nicht unbedingt in Verbindung gebracht. Dabei zeigen aktuelle Fotos aus Südafrika, dass die südlichste Nation Afrikas auch andere Facetten des Wetters abdecken kann. Die diesbezügliche Begeisterung in den sozialen Medien ist riesig.

© Eine Giraffe im vom Schnee bedeckten Busch im Landesinneren Südafrikas. Dieses Foto hat Kitty Viljoen mit ihrer Kamera eingefangen und auf Instagram hochgeladen. Das Netz zeigt sich von diesem Schnappschuss begeistert. (Quelle: Kitty Viljoen/ Instagram)

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Schmiergelder für Staatsaufträge

Ernste Korruptionsvorwürfe gegen deutsche IT-Konzerne in Südafrika: SAP SE und Software AG

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika gilt für deutsche Unternehmen weiterhin als zentrales Sprungbrett in den afrikanischen Markt. Rund 600 deutsche Firmen sind vor Ort aktiv und beschäftigen über 90.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 entfielen rund 81 Prozent der deutschen Bestandsinvestitionen in Subsahara-Afrika – konkret 6,5 Milliarden Euro – auf die Kaprepublik. Der Ruf der „Germans“ gilt als exzellent. Allerdings schaden zwei IT-Konzerne dem Image der deutschen Wirtschaft.

© Die beiden deutsche IT-Konzerne SAP SE und Software AG müssen sich in Südafrika wegen Korruptionsvorwürfen verantworten. In beiden Fällen geht es um umfangreiche Schmiergeldzahlungen an dubiose Firmen mit politischem Einfluss, um Staatsaufträge an Land zu ziehen. Die beiden Fälle schaden dem Image der deutschen Wirtschaft im südlichen Afrika. (Quelle: SAP AG / Reto Klar)

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Zentralbank-Chef warnt vor Verstaatlichung

Südafrikas oberster Banker kritisiert Regierungspartei ANC wegen Plänen zu politischer Einflussnahme

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Zentralbank-Chef Lesetja Kganyago hat in einem Interview mit der Financial Times (FT) mit ungewohnt deutlichen Worten vor einer Einflussnahme seiner Institution durch die Regierungspartei ANC gewarnt. Der Ökonom untermauerte, dass das Land eine glaubwürdige Geldpolitik vorweise. Die Zentralbank agiere hierbei von ihrem Mandat her grundsätzlich unabhängig und von der Verfassung geschützt. Jedoch wolle der ANC genau diese Unabhängigkeit nun antasten.

© Südafrikas oberster Banker, der Zentralbank-Chef Lesetja Kganyago, hat in einem Interview mit der Financial Times vor einer politischen Einflussnahme seiner Institution durch die Regierung gewarnt. Sonst drohe der Verlust der Unabhängigkeit, so der Ökonom. (Quelle: flickr/ World Economic Forum)

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Südafrika rutscht in Rezession ab

Wirtschaft schwächelt erstmals seit dem Jahr 2009. Regierung geht von rascher Konjunkturerholung aus

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Wirtschaftsforschungsinstitute und Banken des Landes haben es nicht vorhersagen können. Umso größer war die Überraschung, dass Südafrika das erste Mal seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 in eine wirtschaftliche Schieflage abgeglitten ist. Diese Schwäche der Wirtschaft, die als Rezession bezeichnet wird, liegt dann vor, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorperioden ein Abschwung sichtbar ist. Insbesondere die landwirtschaftliche Produktion am Kap habe erkennbar abgenommen.

© In Südafrika zeigt man sich über die Rezession überrascht. Die Wirtschaft des Landes befindet sich im Abschwung. Dabei gingen Ökonomen ursprünglich davon aus, dass das Land ein leichtes Wirtschaftswachstum erzielen könne. Nun beruhigt die Regierung die Öffentlichkeit und verspricht Gegenmaßnahmen. (Quelle: flickr/ John Karwoski)

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Südafrika verzichtet auf AKW aus Russland

Energieministerium in Pretoria legt milliardenschwere Pläne zum Bau von Atomkraftwerken auf Eis

(2010sdafrika-Redaktion)

Noch beim letzten im Juli 2018 stattfindenden BRICS-Treffen in Johannesburg, dem die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika angehören, betonte der russische Staatspräsident Wladimir Putin die nukleare Zusammenarbeit mit der Regierung in Pretoria. Russland könne Südafrika bei der Sicherstellung einer stabilen Energieversorgung helfen, hieß es. Allerdings kam es nur einen Monat später zu einem eindeutigen Rückzieher durch Südafrika. Denn das milliardenschwere Atomprogramm wurde zur Enttäuschung Moskaus bis zum Jahr 2030 auf Eis gelegt.

© Südafrika verzichtet auf den Bau von russischen Atomkraftwerken am Kap. Dies stellte das Energieministerium zum Ende August 2018 im Rahmen der Vorstellung des „Integrated Resource Plan (IRP)“ unmissverständlich klar. Moskau zeigt sich enttäuscht, da die Gelder aus Südafrika dringend benötigt wurden. (Quelle: flickr/ The Presidency of South Africa)

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Südafrika forciert Enteignungspolitik

Weiße Farmer fürchten Landreform. Kritiker warnen vor Wirtschaftskrise wie in Simbabwe

(2010sdafrika-Redaktion)

Kaum ein Thema spaltet zurzeit so stark die südafrikanische Gesellschaft wie die geplante Landreform, nach der der Grundbesitz von weißen Farmern an die schwarze Mehrheitsbevölkerung zwangsweise und vor allem ohne Entschädigung umverteilt werden soll. Immer wieder werden Vergleiche zum benachbarten Simbabwe gezogen, wo es letztendlich zu Ausgrenzung, Diskriminierung und Anarchie gekommen war. Die ehemalige „Weizenkammer Afrikas“ steckt bisweilen in einer schweren Wirtschaftskrise. Kritiker warnen vor ähnlichen katastrophalen Zuständen am Kap der guten Hoffnung.

© Nach dem Willen von Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa soll es nun ganz schnell gehen: Die Landreform. Weiße Farmer befürchten ähnliche Zustände wie in Simbabwe, wo die dortige Umverteilungspolitik zur flächendeckenden Vertreibung von Weißen geführt hatte. (Quelle: flickr/ Department of Foreign Affairs and Trade)

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Spannungen zwischen USA und Südafrika

US-Präsident Donald Trump, Außenministerium und Fox News üben Kritik an Landreform

(2010sdafrika-Redaktion)

Die geplante Landreform in Südafrika sorgt außenpolitisch für heftige Reaktionen. Denn Staatspräsident Cyril Ramaphosa erwägt die entschädigungsfreie Enteignung von Farmern, also die Umverteilung von Agrarflächen weißer Grundbesitzer zugunsten der schwarzen Bevölkerung. Bereits im Frühjahr legte sich Australien mit Südafrika an, als es um Flüchtlingsvisa für Weiße ging. Dann wurde vor wenigen Wochen eine umstrittene Doku im australischen Rundfunk zu Farmermorden ausgestrahlt. Nun schalten sich auch die USA mit scharfen Worten in die Debatte ein.

© Südafrika steht unter Beschuss wegen der geplanten Landreform. US-Präsident Donald Trump, das US-Außenministerium und der US-Sender Fox News werfen Pretoria die Diskriminierung von Weißen vor. Südafrika sieht sich hingegen einer Kampagne von Lobbyisten aus Washington ausgesetzt und widerspricht den haltlosen Anschuldigungen. Die USA sollten sich nicht einmischen. (Quelle: flickr/ Gage Skidmore)

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