Eurowings fliegt erstmals Südafrika an

Kooperation mit South African Airways bei Zubringerflügen. Direktflug nach Kapstadt

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Wettbewerb auf dem Flugpassagiermarkt ist hart. Die kürzliche Pleite von Air Berlin verdeutlicht, wie wichtig nachhaltige Kooperationen, lukrative Flugverbindungen und steigende Passagierzahlen für die Airlines sind. Denn günstige Ticketpreise der Konkurrenz bringen die Fluggesellschaften unter Zugzwang. Dementsprechend hat die im November 2017 beginnende Kooperation zwischen Eurowings und South African Airways für große Aufmerksamkeit gesorgt. Zudem wird die Düsseldorfer Lufthansa-Tochter Kapstadt vom Flughafen Köln/ Bonn aus erstmals direkt anfliegen.

© Eurowings und South African Airways werden ab November 2017 zusammenarbeiten. Es werden Zubringerflüge in Europa nach Südafrika angeboten. Zudem bedient Eurowings erstmals die Flugverbindung von Köln/Bonn nach Kapstadt. (Quelle: Eurowings)

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IHK-Webinar: Marktupdate Südafrika

„Wir glauben, dass der südafrikanische Markt auch weiterhin ein großes Potenzial bietet“

(2010sdafrika-Redaktion)

Wie stellt sich der südafrikanische Markt derzeit dar? Wie steht es um die deutschen-südafrikanischen Handelsbeziehungen? Welche Geschäftschancen und welche Herausforderungen bietet das südlichste Land Afrikas? Frank Aletter, stellvertretender Geschäftsführer und Abteilungsleiter bei der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Südafrika, vermittelt in einem knapp 39-minütigen Webinar der IHK Mittlerer Niederrhein einen aktuellen Einblick. Insofern greift die AHK den aktuellen Standpunkt der Bundesregierung auf, eine Investition in Afrika nicht zu scheuen und den Markteintritt mit entsprechender Unterstützung sowie Beratung durchaus zu wagen.

IHK-Webinar: Marktupdate Südafrika

30.000 Visa-Anträge pro Jahr aus Südafrika

Deutsche Auslandsvertretungen in Pretoria und Kapstadt erreichen Auslastung bei Visa-Bearbeitung

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist darüber informiert worden, dass die Kapazitätsauslastung an den Visa-Stellen der deutschen Auslandsvertretungen in Südafrika mittlerweile erreicht sei. Mit dem bisherigen Personal an der Deutschen Botschaft Pretoria und am Generalkonsulat Kapstadt könne man die Anträge nicht zügig bearbeiten, heißt es. Tatsächlich hatte die Deutsche Botschaft vor Ort via Facebook das hohe Arbeitspensum bereits öffentlich bestätigt, jedoch den entsprechenden Eintrag wieder gelöscht.

© Nach Angaben des Auswärtigen Amtes werden jedes Jahr rund 30.000 Visa von den deutschen Visa-Stellen in Südafrika erteilt. Informellen Quellen zufolge haben die Visa-Stellen in Kapstadt und Pretoria ihre Auslastung bereits erreicht. Tatsächlich verzögert sich die Bearbeitung der Visa-Anträge. (Quelle: photothek/ Auswärtiges Amt)

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„Wir wollen in Afrikas Start-ups investieren“

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries im Interview über „Pro! Afrika“, Innovation & Südafrika

(Autor: Ghassan Abid)

© Die Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries sprach mit der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ über das hauseigene Afrikakonzept „Pro! Afrika“, die deutsche Förderung innovativer Projekte auf dem afrikanischen Kontinent und die Zusammenarbeit mit dem wirtschaftsstarken Partnerland Südafrika. (Quelle: Susie Knoll)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen ganz herzlich auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Brigitte Zypries, die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie (BMWi). Im Mai 2017 hielten Sie sich in Südafrika auf, um das Afrikakonzept „Pro! Afrika“ zu präsentieren. Wie kam dieses hauseigene Konzept überhaupt zustande und welche Abteilungen waren in der Ausarbeitung involviert?

Antwort: Die Entwicklung in Afrika ist mir sehr wichtig. Meine erste Auslandsreise als Wirtschaftsministerin habe ich im Februar nach Kenia unternommen und in Nairobi den German African Business Summit der Subsahara-Afrika Initiative der deutschen Wirtschaft eröffnet. Im Mai war ich nochmals in Südafrika, um beim World Economic Forum in Durban meine Initiative „Pro! Afrika“ vorzustellen. An der Ausarbeitung dieser Initiative war das ganze Haus beteiligt. Wichtig ist mir, dass wir von der früheren Entwicklungslogik wegkommen. Wir sollten die Welt nicht mehr in „Geber“ und „Nehmer“ einteilen, sondern brauchen eine Wirtschaftspartnerschaft zwischen Deutschland und Afrika. Davon profitieren beide Seiten. Afrika ist ein Kontinent mit großen Chancen, bei dem rasanten Bevölkerungswachstum braucht Subsahara-Afrika bis 2035 jährlich rund 18 Millionen neue Arbeitsplätze. Mit „Pro! Afrika“ wollen wir dabei unterstützen, Produktivität und Wertschöpfung vor Ort zu steigern.

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Medien verbreiten Fake News aus Südafrika

Irreführende Berichterstattung durch Journalisten zu Kannibalismus-Story aus der Zulu-Stadt Estcourt

(Autor: Ghassan Abid)

In Südafrika berichteten die ersten lokalen Medien über den Kannibalismus-Fall aus der Zulu-Stadt Estcourt im Osten des Landes, wonach 300 Dorfbewohner regelmäßig Menschenfleisch essen würden. Daraufhin griffen mehrere namhafte Medien aus Europa, darunter auch die deutsche Presse, die Story unkritisch auf. Sie verbreiteten die Falschmeldung und vermittelten ein verstörendes Bild über die Gesellschaft in Südafrika. Eine Korrektur unterblieb bei den Medien.

© Einheimische und internationale Medien verbreiteten Fake News aus Südafrika, wonach 300 Bewohner der Stadt Estcourt regelmäßig Menschenfleisch essen würden. Tatsächlich sollen 300 Menschen von einem Kannibalismus-Fall gewusst haben. Eine Korrektur unterblieb bei den Medien. (Quelle: flickr/ Joan Alturo)

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Kap-Kolumne: Krotoa – der Film

Ein Historienfilm über die erzwungene Assimilation einer Khoi-Frau durch Siedler in Südafrika

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Krotoa ist eine südafrikanische Frau aus dem 17. Jahrhundert. Sie gehört zum Clan der Goringhaicona aus dem Volk der Khoi-Khoi. Die Khoi- und die San-Völker sind die Ureinwohner an der Südspitze Afrikas. Es waren sehr wahrscheinlich die Goringhaicona, die die ersten Siedler der niederländischen Handelsgesellschaft Vereenigde Oostindische Compagnie (VOC) im April 1652 bei ihrer Landung in der Tafelbucht, dem heutigen Kapstadt, empfangen haben.

© Der auf wahren Begebenheiten beruhende Film „Krotoa“ unter der Regie von Roberta Durrant blickt ins Südafrika des 17. Jahrhunderts zurück, als sich Siedler aus den Niederlanden am Kap der guten Hoffnung niederließen. Im Fokus steht das Khoi-Mädchen Krotoa [gespielt von Crystal-Donna Roberts], die gegen ihren Willen „zivilisiert“ wird. (Quelle: Filmsequenz KROTOA)

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Disziplinarmaßnahmen gegen Abweichler

ANC-Parlamentarier Gungubele, Khoza und Gordhan stimmten bei Misstrauensvotum gegen Zuma

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 8. August 2017 kamen die 400 Parlamentsabgeordneten in Kapstadt zusammen, um über den Misstrauensantrag der Opposition gegen Südafrikas Staatspräsidenten Jacob Zuma abzustimmen. Obwohl die Opposition insgesamt 151 Parlamentssitze stellt, votierten nach geheimer Abstimmung 177 Parlamentarier gegen den 75-jährigen ANC-Parteivorsitzenden. Demnach schlossen sich mindestens 26 ANC-Abgeordnete dem Antrag der Opposition an. Einer dieser Abweichler ist Mondli Gungubele, der es zudem wagte, sich kurz vor dem Termin öffentlich von Zuma abzuwenden.

© Beim Misstrauensvotum am 8. August 2017 stimmten mindestens 26 ANC-Abgeordnete gegen ihren eigenen Parteivorsitzenden Jacob Zuma. 3 Abweichler sind bekannt, nachdem sich diese öffentlich gegen Zuma positionierten, darunter der ehemalige Bürgermeister Mondli Gungubele [im Bild]. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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