Südafrika feiert Karneval

Kapstadt liebt seinen bunten, schrillen und lauten „Kaapse Klopse“ im Bo-Kaap-Viertel

(2010sdafrika-Redaktion)

An der heutigen Weiberfastnacht hat um genau 11:11 Uhr der Straßenkarneval in den närrischen Hochburgen Köln, Bonn oder Düsseldorf begonnen. In diesen Städten stürmen die Frauen die Rathäuser, um diese rein symbolisch zu kapern. Dazu werden Bürgermeister in Gewahrsam genommen und Geschäftsmännern ihre Krawatten abgeschnitten. Diese Brauchformen scheinen auf den ersten Blick typisch Deutsch zu sein. Dabei zeigen Länder wie Südafrika, dass ähnliche euphorische Traditionen auch dort zelebriert werden.

© Bereits am 2. Januar und somit mehrere Wochen vor der Weiberfastnacht wird auch in Kapstadt der Karneval gefeiert. Der Umzug „Kaapse Klopse“ erweist sich als Highlight für jedermann und kann mit Deutschlands närrischen Hochburgen locker mithalten. (Quelle: flickr/ George Bayliss)

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Caster Semenya ist nicht allein

Südafrika unterstützt Leichtathletik-Sportlerin bei Verfahren gegen umstrittene Testosteron-Regel

(Autor: Ghassan Abid)

Das Aushängeschild Südafrikas in der Leichtathletik – die zweifache 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya – geht vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen den Leichtathletik-Weltverband IAAF vor, nachdem dieser im vergangenen Jahr ein Testosteron-Limit bei Frauen einführte. Eine Studie des IAAF belege, dass intersexuelle Athletinnen aufgrund ihres höheren Testosteron-Spiegels einen deutlichen Wettbewerbsvorteil hätten, der zu regulieren sei. Die damit verbundene Aufregung in Südafrika gegen den IAAF ist ebenso groß wie die Unterstützung für Semenya.

© Caster Semenya klagt gegen den Leichtathletik-Weltverband IAAF, der ein Testosteron-Limit bei Sportlerinnen eingeführt hat. Südafrikas Regierung hat sich schützend hinter Semenya gestellt und spricht von Diskriminierung. (Quelle: flickr/ Jon Connell)

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Schwarzes Gold in Gewässern Südafrikas

Ölfund durch Total-Konzern weckt Hoffnungen auf Ankurbelung des Wirtschaftswachstums

(2010sdafrika-Redaktion)

Knapp 175 Kilometer südlich der Küste Südafrikas ist der französische Mineralölkonzern Total nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters auf Erdöl gestoßen. In einer Tiefe von bis zu 3.600 Metern in den Gewässern unweit der Stadt Mossel Bay werden bis zu eine Milliarde Barrel Öl geschätzt. Bei aktuell steigenden Spritpreisen an den weltweiten Tankstellen dürfte der Fund zu deutlicher Euphorie in der Unternehmenszentrale in Courbevoie gesorgt haben. Ebenso erhofft sich die Regierung Südafrikas entsprechende positive Effekte für den heimischen Wirtschaftsstandort.

© Der französische Mineralölkonzern Total hat Erdöl in den Gewässern Südafrikas entdeckt. In einer Tiefe von bis zu 3.600 Metern vor der Stadt Mossel Bay werden bis zu eine Milliarde Barrel Öl geschätzt. (Quelle: flickr/ K.H.Reichert)

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Wahlkampf in Südafrika auf Hochtouren

Parlamentswahlen finden am 8. Mai statt. Regierungspartei ANC will Wählerschaft zurückgewinnen

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa informierte im Rahmen seiner Rede zur Lage der Nation, dass die nächsten Parlamentswahlen am 8. Mai stattfinden werden. Die Wähler bestimmen an diesem Tag die Zusammensetzung des Unterhauses auf der Bundesebene, der National Assembly, und die Volksvertreter der neun Provinzversammlungen. Die Regierungspartei ANC wird zweifelsfrei erneut als Sieger hervorgehen. Fraglich ist lediglich, ob diese Stimmengewinne verzeichnen kann. Beim diesjährigen Wahlkampf geht es um die Glaubwürdigkeit der einstigen Mandela-Partei.

© Am 8. Mai 2019 finden zum nun sechsten Mal die nächsten Parlamentswahlen Südafrikas statt. Die Regierungspartei ANC unter der Führung von Staatspräsident Cyril Ramaphosa versucht, das verloren gegangene Vertrauen der Jugend zurückzugewinnen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Spielfilm aus Südafrika auf Berlinale

„Flatland“ versucht sich mit Gesellschaftskritik, verliert sich aber in plakative Soap-Unterhaltung

(2010sdafrika-Redaktion)

Bei der diesjährigen Berlinale ist ein Spielfilm aus Südafrika vertreten, der in der Sektion Panorama im Wettbewerb steht. In „Flatland“ unter der Regie von Jenna Bass geht es um die Geschichten dreier Frauen. Für Natalie (gespielt von Nicole Fortuin) endet die Hochzeitsnacht in einem Albtraum. Sie flieht gemeinsam mit der hochschwangeren Poppie (Izel Bezuidenhout) in die Karoo-Wüste. Doch die Polizeibeamtin Beauty (Faith Baloyi) ist den Damen dicht auf den Fersen.

© Auf der 69. Berlinale ist der südafrikanische Spielfilm „Flatland“ unter der Regie von Jenna Bass zu sehen. Als Eröffnungsfilm in der Sektion Panorama behandelt dieser das Schicksal von drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Leider erinnert „Flatland“ an eine plakative Soap-Unterhaltung. (Quelle: Berlinale)

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Komplizierte Einreisebestimmungen

Aufenthaltsrecht bremst Tourismusbranche in Südafrika. Tausende Reisende betroffen

(2010sdafrika-Redaktion)

Minderjährige, die nach oder aus Südafrika reisen, müssen neben ihrem Reisepass mehrere zusätzliche Dokumente mit sich führen, wie zum Beispiel eine Geburtsurkunde, eine Einverständniserklärung ihrer Eltern oder eines Vormunds, die bestätigen, dass das Kind Südafrika betreten bzw. verlassen darf. Mit diesem Text informiert Lufthansa seine Passagiere über die komplizierten Einreisebestimmungen Südafrikas. In der Praxis führt genau diese Regelung zu erheblichen Komplikationen, mit fatalen Folgen für die Wirtschaft.

© Südafrikas Einreisebestimmungen gelten als kompliziert, zu bürokratisch und kontraproduktiv. Bei der Einreise von Kindern greifen spezielle Vorschriften, die auf einem offiziellen vier-seitigen Merkblatt beschrieben werden. Damit soll nun Schluss sein. Denn der Tourismus leidet hierunter. (Quelle: flickr/ Bob Adams)

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Streit um die Trophäenjagd in Südafrika

Parlament fordert Umweltministerium zum Verbot der kommerziellen Tötung von Löwen auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrika ist ein äußerst beliebtes Reiselandziel für Touristen aus aller Welt. Eine Safari, bei der man die Big Five – also Löwen, Leoparden, Nashörner, Büffel und Elefanten – sichtet, gilt als absolutes Highlight für den Aufenthalt am Kap. Doch auch die Jagd der von Aussterben bedrohten Wildtieren, die sogenannte Trophäenjagd, erweist sich einer großen Beliebtheit. Ein Ausschuss im Parlament erwägt nun die Jagd auf Löwen zu verbieten. Die Jagdindustrie hat bereits Widerstand angekündigt.

© Der für Umweltfragen zuständige Ausschuss des südafrikanischen Parlaments hat sich in einem Bericht für ein Verbot der Löwenzucht und damit verbunden für ein Ende der Trophäenjagd ausgesprochen. Jagdindustrie und Tierschutzorganisationen versuchen nun ihre Position durchzusetzen. (Quelle: flickr/ Vince O’Sullivan)

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