Blutiger Afghanistan-Terroranschlag

Acht Südafrikaner sterben bei Autobombenanschlag in Kabul als Rache für Anti-Mohammed-Film.

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Damit hatte niemand gerechnet. Das Außenministerium in Pretoria bestätigte den heute verübten Terroranschlag gegen mehrere seiner Bürger in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Eine Selbstmordattentäterin riss in den frühen Morgenstunden acht Südafrikaner mit in den Tod, nachdem diese ihren mit Sprengstoff beladenen Pkw beim Minibus der Ausländer zur Explosion brachte. Das neunte Todesopfer war ein Einheimischer.

© Ein Anschlag der islamistischen Terrorgruppe "Hezb-e-Islami" (zu Deutsch: Die Islamische Partei") riss acht Südafrikaner des Johannesburger Luftfrachtunternehmens BalmOral Central Contracts in den Tod. Die Regierung hält sich bisweilen mit näheren Angaben zu den Opfern bedeckt. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

© Ein Anschlag der islamistischen Terrorgruppe „Hezb-e-Islami“ (zu Deutsch: Die Islamische Partei“) riss acht Südafrikaner des Johannesburger Luftfrachtunternehmens BalmOral Central Contracts in den Tod. Die Regierung hält sich bisweilen mit näheren Angaben zu den Opfern bedeckt. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

Die südafrikanischen Behörden sind gegenwärtig damit beschäftigt, die Identität der Opfer festzustellen und nähere Hintergründe zur Tat in Erfahrung zu bringen. Bisweilen ist nicht abschließend geklärt, bei wem es sich bei den Todesopfern handelt. Nach eigenen Recherchen sollen die acht Südafrikaner beim Luftfrachtunternehmen „BalmOral Central Contracts beschäftigt gewesen sein. BalmOral hat seinen Sitz in Johannesburg, das mit den USA personell und strukturell eng verflochten ist. Die Mehrheit der Mitarbeiter und Flugzeuge sowie Hubschrauber des Unternehmens sollen in Kabul untergebracht sein. Nicht nur Friedensmissionen und Öltransporte übernimmt BalmOral, sondern auch Flüge für die Bergwerkindustrie und zur Flächenbrandbekämpfung.

Zur Tat bekannte sich die islamistische Bewegung “Hezb-e-Islami”, die nach Experteneinschätzung die wohl zweitgrößte Terrorgruppe Afghanistans darstellt.  Als Grund für den Anschlag nannte man, so mehrere Pressemeldungen, den provozierenden US-amerikanischen Anti-Mohammed-Film „Innocence of Muslims„.

Südafrika hat zu keinem Zeitpunkt weder das Taliban-Regime akzeptiert noch die internationale NATO-Mission in Afghanistan, die „International Security Assistance Force (ISAF)„, mit einer militärischen Truppenbereitstellung unterstützt.

War der Anschlag gezielt gegen Südafrika gerichtet?

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