Ausstellung „Cape Town meets Berlin“

Kapstädter Künstlerin Sasha Hartslief fängt Berliner Szenebilder ein. Der Blick für den Alltag.

(Autor: Ghassan Abid)

Vom 14. September bis 20. Oktober 2012 ist in der Berliner Galerie Rosendahl, Thöne & Westphal (RT&W) am Kudamm die Ausstellung „Cape Town meets Berlin“ zu sehen, in welcher die Werke der südafrikanischen Künstlerin Sasha Hartslief zu bewundern sind. Insgesamt hängen 17 Bilder, die allesamt aufgrund der Verwendung dunkler Farbtöne ein Gefühl der Tristesse vermitteln. Beim näheren Hinsehen und bei Kenntnisnahme der Herkunft der Künstlerin erkennt der Betrachter, dass in diesen Kunstobjekten – jedes für sich – eine philosophische Botschaft untergebracht ist.

© „Das Auge ist ein Wunder zu bewahren“. Öl auf Leinwand, 2012. 119,5 x 140 cm. Preis: 9.000 Euro

© „Das Auge ist ein Wunder zu bewahren“. Öl auf Leinwand, 2012. 119,5 x 140 cm. Preis: 9.000 Euro

Sasha Hartslief, 1974 in der bevölkerungsreichsten Provinz Gauteng geboren, hegte bereits in ihrer Jugend eine große Vorliebe für die Malerei. Daraufhin entschloss sie sich in Kapstadt dieser Leidenschaft nachzugehen. Sie absolvierte ein Studium in den Fächern Englisch und Philosophie an der Universität Kapstadt (UCT). Im Anschluss begab sie sich der künstlerischen Betreuung von Elizabeth Gunter. Insbesondere lies sie sich vom aus Frankreich stammenden Impressionismus des 19. Jahrhunderts inspirieren, welcher im Grunde genommen auf helle und reinbunte Farben basiert. Umso überraschender ist, dass die Bilder ihrer ersten Einzelausstellung außerhalb Südafrikas auf dunkle Farbtöne angelegt sind.

Drei Wochen hielt sich die als bodenständig bekannte Hartslief im Oktober 2011 in der Bundeshauptstadt auf, erläutert Stefan Westphal von der Galerie RT&W. Von einer Wohnung im trendigen Bezirk Prenzlauer Berg aus erkundete sie verschiedene Berliner Alltagsmomente. Straßenszenen, Geschäfte, der Nahverkehr oder einzelne Personen wurden fotografisch eingefangen. Gemalt wurde hingegen in Kapstadt, da sich Hartslief ausschließlich im eigenen Atelier künstlerisch entfalten wollte, so Westphal.

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Modern Art from South Africa“ ist ein Prozess, der seine Zeit braucht, um international an Bedeutung gewinnen zu können. Längst ist New York zum Mekka südafrikanischer Maler avanciert. Paris, Berlin oder London stellen in diesem Zusammenhang weiterhin Nebenschauplätze dar. In Kapstadt zählt Sasha Hartslief zu den bedeutenden Künstlern, doch landesweit treten Maler wie Helena Hugo oder Sam Nhlengethwa – beide ebenfalls aus Gauteng – eher in den Vordergrund. Nichtdestotrotz empfiehlt sich ein Ausstellungsbesuch in der City West und ein Blick für den Berliner Alltag aus der Sicht einer Südafrikanerin.


Ausstellung: Sasha Hartslief – Cape Town meets Berlin

Zeitraum: 14. September bis 20. Oktober 2012

Ort: Galerie Rosendahl, Thöne & Westphal (RT&W) am Kurfürstendamm 213, Berlin

2 Antworten zu “Ausstellung „Cape Town meets Berlin“

  1. Pingback: AUSSTELLUNG | RT&W Berlin

  2. Das klingt nach einer spannenden Ausstellung. Ich bin echt neugierig. Man hört so viel tolle, inspirierende Geschichten über kreative, junge Leute in Kapstadt. . . sehr interessant also, wie die Künstlering unsere Nord-Europäischen Lifestyle empfindet. . . ich würde ja lieber mal nach Kapstadt reisen. Erst vor kurzem hatte ich so einen anregenden Artikel entdeckt, nachdem ich gerne so fort in den Flieger gestiegen wär hehe….

    http://betterymagazine.com/places/cape-town/

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