Fatty Boom Boom

Musikvideo von „Die Antwoord“ nimmt Lady Gaga ins Visier. Einfach nur geschmacklos und abstoßend!

(2010sdafrika-Redaktion)

Skandal pur aus Südafrika. Die eigentlichen Kapstädter Comedians, welche mittlerweile als Hip Hop-Band „Die Antwoord“ weltweit bekannt geworden sind, überschreiten mit ihrem aktuellen Musikvideo „Fatty Boom Boom“ die Grenzen im Musik-Business. Im entsprechenden Clip ist Lady Gaga mit zwei ihrer Bodyguards zu sehen, die Südafrika erkunden. Nicht nur Hyänen sichtet Lady Gaga im urbanen Raum, sondern auch einen Panther und Löwen. An einer Kreuzung wird das Taxi des Superstars attackiert und sie flüchtet alleine in einen sozialen Brennpunkt. Bei einem Gynäkologen wird festgestellt, dass sich ein Insekt im vaginalen Bereich von Lady Gaga eingenistet hat. Zum Schluss wird sie Opfer eines Löwens, der sie lebendig und äußerst blutig verspeist.

© Lady Gaga reagiert auf das provokante und geschmacklose Musikvideo von "Die Antwoord" via Twitter mit starkem Selbstbewusstsein.

© Lady Gaga reagiert auf das provokante und geschmacklose Musikvideo von „Die Antwoord“ via Twitter mit starkem Selbstbewusstsein.

© "Die Antwoord" nutzt den "Beef", den künstlerischen Streit, mit Lady Gaga für den eigenen Erfolg. Auf Twitter sagen die Südafrikaner von sich, dass sie kleiner als Lady Gaga, aber dafür cooler wären.

© „Die Antwoord“ nutzt den „Beef“, den künstlerischen Streit, mit Lady Gaga für den eigenen Erfolg. Auf Twitter sagen die Südafrikaner von sich, dass sie kleiner als Lady Gaga, aber dafür cooler wären.

Das Video ist abstoßend, krank und abwertend im Hinblick auf die italo-amerikanische Sängerin zu verstehen. Diese videotechnische Provokation ist nichts für schwache Nerven. Dennoch hat sich dieser Clip zum absoluten Gesprächsthema innerhalb der südafrikanischen Musikszene etabliert, sodass diese Entwicklung der deutschen Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden sollte.

Unterdessen hat Lady Gaga auf den Beef, den künstlerischen Angriff, reagiert. Über Twitter verkündete sie am 17. Oktober 2012, dass die Band „Die Antwoord“ verrückt ist und de facto keinen Hit hervorgebracht hätte. Auch betont sie, da Lady Gaga ab Ende November 2012 auf Konzerttour in Südafrika sein wird, 100.000 Konzerttickets verkauft zu haben. „Die Antwoord“ reagierte ziemlich zeitnah auf das Selbstbewusstsein mit folgendem Statement „lady… even tho u r ‚larger‘ than us… we still cooler than u… plus we don’t have prawns in our private…“. Die Südafrikaner gestehen ein, dass Lady Gaga [im Musikgeschäft] größer als „Die Antwoord“ ist, aber die Kapstädter letztendlich cooler seien und keine Garnelen im Privatbereich hätten – was das auch immer heißen mag!?

Redaktioneller Hinweis: Das Anschauen des Videos auf eigene Gefahr!

Bereits in der Vergangenheit musste dieses Online-Medium zur Kenntnis nehmen, dass die Band mit Arroganz, Provokation und Ignoranz ihr Geld verdient. Genau dieses Konzept geht auf.

6 Antworten zu “Fatty Boom Boom

  1. Pingback: Lady Gaga mit Hells Angels-Shirt | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  2. Pingback: Hässlich, aggressiv und verrückt | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  3. „Bereits in der Vergangenheit musste dieses Online-Medium zur Kenntnis nehmen, dass die Band mit Arroganz, Provokation und Ignoranz ihr Geld verdient. Genau dieses Konzept geht auf.“

    Womit verdient Lady Gaga ihr Geld?

    Wer die Antwort darauf weiß, wie das Video von Die Antwoord doch wohl besser verstehen. Dieser Text ist unsachlich und kann mit keiner Silbe als „Kritik“ behandelt werden. Seien Sie ein wenig unparteilicher!
    Im Endeffekt ist dieser Text „abstoßender“ als Lady-Gagas Verspeisung.

  4. Aber hallo,
    ist das jetzt noch Journalismus oder nur noch Hetze? Da trieft dem Schreiber doch die Meinung aus der Tastatur und die Vorurteile reißen alle Dämme der Grammatik ein: „Das Video ist abstoßend, krank und abwertend im Hinblick auf die italo-amerikanische Sängerin zu verstehen“. Deutsch geht anders! Jedenfalls nach 1945, zuvor allerdings war das gängige Ausdrucksweise im reichsdeutschen Kulturjournalismus.
    „Was darf Satire? Alles!“ Kurt Tucholsky.
    Der Song ist etwas mager, aber das Video ist doch richtig gut gemacht – und jeder Tarantino-Film zeigt mehr Brutalität. Dass eine fleisch-gekleidete Lady für einen Löwen eine Versuchung darstellt, ist nachvollziehbar. Sie hätte ja auch Brokoli tragen können!
    Die Redaktion möge sich also bitte um etwas mehr Sachlichkeit bemühen und es den Lesern überlassen, sich eine Meinung zu bilden. Die sind schließlich erwachsen.
    mit freundlichem Gruß
    Max Kistler

  5. Sie nehmen Ihrer eigenen Kritik jeden Wind aus dem Segel – und das schon in der ersten Zeile. Die Gruppe ist/sind Comedians – und diese Provozieren und Belustigen so ihr Publikum. Natürlich liegt das immer in der Sicht des Betrachters, nur wem diese Art von Unterhaltung nicht gefällt sollte sich dieser nicht aussetzten, dass ist der freie Wille eines Jedens der unterhalten werden möchte. Betrachte man die Musik und vorallem die Videos der Gruppe als Kunst findet man vielleicht einen besseren Zugang zu der provozierenden Band/Gruppe/Comidians oder was sie immer auch sind.

  6. -„Bereits in der Vergangenheit musste dieses Online-Medium zur Kenntnis nehmen, dass die Band mit Arroganz, Provokation und Ignoranz ihr Geld verdient. Genau dieses Konzept geht auf.“
    -„Das Video ist abstoßend, krank und abwertend“
    -„Einfach nur geschmacklos und abstoßend!“

    Schön endlich einmal ein Medium zusehen, dass NICHT wertend ist und objektiv bleibt (Sarkasmus). Man kann hier in der Tat von Ignoranz sprechen, jedoch nicht seitens „Die Antwoord“, sondern seitens „2010sdafrika-Redaktion“. Ungenaue Recherchen oder gar vorsetzliche Vorenthaltungen von wichtigen Informationen führen in diesem Bericht zu einem schlechten Blickwinkel auf die Rap-Formation: Anders ausgedrückt: der hier vorliegende vermeintliche „Bericht“ wirkt sich sehr manipulativ auf den Leser aus und nimmt ihm die Freiheit sich eine eigene Meinung über diese Angelegenheit zu bilden. Es sei, denn eine Meinung wurde bereits zu einem vorherigen Zeitpunkt gebildet oder der Leser ist mündig genug die Manipulation zu erkennen.

    „Die Südafrikaner gestehen ein, dass Lady Gaga [im Musikgeschäft] größer als „Die Antwoord“ ist, aber die Kapstädter letztendlich cooler seien und keine Garnelen im Privatbereich hätten – was das auch immer heißen mag!?“

    Zu gegeben, es ist tatsächlich nicht einfach den Sinn dahinter zu verstehen ohne die nötige Recherche .Hier kommen wir nun zu dem fehlendem Blickwinkel; dem seitens „Die Antwoord“, wobei ich in diesem Fall nur für mich selbst sprechen kann und nicht unbedingt die Meinung der Hip-Hop-Band repräsentiere. Meine Meinung dazu ist die Folgende:

    „Die Antwoord“ richtet sich nach einem bestimmten Lebensstil, dem sogenannten „ZAF“. Unteranderem verneint dieser Lebensstil die Verherrlichung von Geld und Ruhm. Im Musik Genre werden letztere beinahe ausschließlich durch den „Mainstream“ erreicht. Zu den bekanntesten Vertretern dieses „Musik“ Genre gehört beispielsweise Nicki Minaj, Black Eyed Peas, Justin Bieber, Lady Gaga und viele mehr. Einige solcher Repräsentanten werden in dem Musik Video „Fatty Boom Boom“ von „Die Antwoord“ hervorgehoben zum Beispiel durch Graffiti. Lady Gaga wird allerdings durch eine Schauspielerin dargestellt. Der erste Grund dafür ist, dass Lady Gaga momentan die wahrscheinlich erfolgreichste Künstlerin des Mainstream/Pop Genre ist. Der zweite Grund ist ein persönlicher Konflikt, der sich vor geraumer Zeit zutrug. So viel dazu.

    Ein anderes Musikvideo weist Ähnlichkeiten auf, wobei sich dieses weniger persönlich gegenüber anderen Künstlern verhält, sondern verallgemeinert an die Geselltschaft gerichtet ist. Jenes nennt sich „Die Antwoord – Rich Bitch“, in dem „¥o-Landi Vi$$er“ (Mitglied der Band) eine Frau spielt, die eben jene Werte vertritt, die „ZAF“, also auch „Die Antwoord“, unteranderem verneint. Es wird versucht die Verherrlichung von Geld und Ruhm in das Läücherliche zu ziehen; ähnlich wie versucht wurde, die Aufmerksamsgeilheit Lady Gaga’s in das Lächerliche zu ziehen.


    Meine Meinung

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