Neue Kolumne „Südafrika im Herzen“

Im Interview mit Markus Hintze, „Austausch-Log Südafrika“-Autor auf Spiegel Online.

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

© Markus Hintze, ehemaliger Autor von „Austausch-Log Südafrika“ auf Spiegel Online und neuer Kolumnist von "Südafrika im Herzen" auf "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste".

© Markus Hintze, Autor von „Austausch-Log Südafrika“ auf Spiegel Online und neuer Kolumnist von „Südafrika im Herzen“ auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ganz herzlich Markus Hintze, ehemaliger Austauschschüler, Autor von „Austausch-Log Südafrika“ auf Spiegel Online und neuer Kolumnist für unser Südafrika-Portal. Markus, am 04.01.2012 hat Spiegel Online mit deinen Südafrika-Erlebnissen angefangen. Welche ersten Eindrücke konntest du vom Land sammeln?

Antwort: Man merkt sofort, dass man nicht mehr in Europa ist. Die Leute wirken nicht so gestresst und sind einfach nur gelassen und freundlich.

2010sdafrika-Redaktion: Wie hat sich die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Nachrichtenmedium ergeben?

Antwort: Die Zusammenarbeit mit der Hamburger Redaktion hatte sich ergeben als meine Auslandsorganisation auf meinen damaligen Blog, der über mein Auslandsabenteuer berichten sollte, aufmerksam wurde und eine Anfrage vom Spiegel bekam. Somit wurde ich von meiner Organisation als Kandidat vorgestellt.

© Screenshot zum "Austausch-Log Südafrika" auf Spiegel Online.

© Screenshot zum „Austausch-Log Südafrika“ auf Spiegel Online.

2010sdafrika-Redaktion: Du schriebst, dass deine Austauschschule über eine sogenannte „Afrikaans-Klasse“ verfügte. Was war los an der Schule und was hat es mit der Lehrerin auf sich, die farbige Schüler als „Idioten“ beschimpfte?

Antwort: In der zweiten Woche nach meiner Ankunft hatte ich mich schon ein bisschen in der Schule eingelebt, aber es war alles neu. Die lachenden Menschen, diese Fröhlichkeit und auch ein bisschen Ruhe, die die Menschen ausstrahlen.

In einer Stunde hatten wir Vertretung, da unsere Lehrerin krank war. Ich hatte mir nichts dabei gedacht, aber ich wurde misstrauisch als meine Mitschülerin, die schon eine gute Freundin war, mir sagte, dass die Lehrerin eine Hexe sei.

Wir gingen mit unserer Vertretung zur Tribühne der Schule und dort befahl sie uns in etwas strengerem Ton, dass wir einfach nur sitzen und nichts machen sollten. Kein Reden, kein Singen, kein Handy. Einfach nur sitzen und nach vorne schauen.

Wir wären ja nicht Jugendliche, wenn wir dann nicht erst recht gesungen und gelacht hätten. Daraufhin wurde die Lehrerin sauer und fing an in lauterem Ton zu sagen, dass wir uns nicht wie Affen aufführen sollten

Als dann noch ein Schüler aus einer anderen Klasse, einer Afrikaans-Klasse, zu uns kommen wollte und merkte wer unsere Vertretung war, machte er sofort auf seinen Hacken wieder kehrt. Wir fingen an zu lachen. Das gefiel der Lehrerin nicht und so sagte sie uns, dass nur Idioten über Sachen lachen die sie nicht verstehen würden.

Ich war geschockt.

2010sdafrika-Redaktion: Wie wurdest du als Deutscher von weißen und schwarzen Südafrikanern wahrgenommen? Gab es Berührungskonflikte und wenn ja, welche?

Antwort: Am Anfang war ich der Neue aus einem weit entfernten Land. Doch desto länger ich da war, desto mehr wurde ich ein Teil der Gemeinde, die ich auch nicht mehr missen wollte.

2010sdafrika-Redaktion: Am 06.09.2012 endete deine Spiegel Online-Serie. Nun bist du wieder in deiner Heimatstadt Berlin zurück. Welches Fazit kannst du ziehen von deiner südafrikanischen Austauschzeit?

Antwort: Ein Austauschjahr ist mit viel Stress und Rennereien verbunden, auch wenn es im ersten Moment nicht so scheint. Man muss zu Botschaften rennen und alle möglichen Papiere einreichen, nur um ein Visum zu bekommen, damit man überhaupt ins Land kommt. Man muss zu Ärzten rennen und sich auf Tetanus und Tuberkulose testen lassen und für alles ein Attest haben, wenn Krankheitsbilder vorliegen. Trotz alledem würde ich diesen Stress noch hundert Mal durchmachen, nur um nochmal so eine wundervolle Zeit mit so wundervollen Menschen verbringen können.

2010sdafrika-Redaktion: Was vermisst du besonders stark an Land & Leute?

Antwort: Ganz klar die allgemeine Freundlichkeit, Gastfreundlichkeit und Gelassenheit.

© Markus Hintze hat sich in Land & Leute verliebt. Vor allem die Fröhlichkeit der Menschen fasziniert ihn.

© Markus Hintze hat sich in Land & Leute verliebt. Vor allem die Fröhlichkeit der Menschen fasziniert ihn.

2010sdafrika-Redaktion: Du wirst die „Kolumne: Südafrika im Herzen“ auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ exklusiv betreuen. Was ist dein Anliegen bzw. was willst du der deutschsprachigen Öffentlichkeit über Südafrika vermitteln?

Antwort: Das es ein wundervolles Land ist, auch wenn es von den Medien vielleicht manchmal falsch oder übertrieben dargestellt wird.

2010sdafrika-Redaktion: Markus Hintze, Südafrika-Autor, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dir und heißen dich ganz herzlich in unserem deutsch-südafrikanischen Team willkommen! 

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