Südafrikas Banknoten im Mandela-Look

Zentralbank SARB teilt neue Geldscheine mit Big Five- und Nelson Mandela-Motiven aus

(Autor: Ghassan Abid)

Ab dem heutigen Dienstag zirkulieren die von der Zentralbank Südafrikas (South African Reserve Bank, SARB) ausgegebenen neuen Banknoten des Landes. Die fünf verschiedenen Geldscheine 10, 20, 50, 100 und 200 Rand sind auf der Vorderseite neuerdings mit dem Staatshelden Nelson Mandela verziert, während die Rückseiten jeweils mit einem der Big Five – entweder Nashorn, Elefant, Löwe, Büffel oder Leopard – abgebildet sind.

© Alle fünf auf Papier gedruckten Banknoten des südafrikanischen Rand werden ab heute mit Mandela-Motiv auf der Vorderseite ausgegeben. (Quelle: South African Reserve Bank)

© Alle fünf auf Papier gedruckten Banknoten des südafrikanischen Rand werden ab heute mit Mandela-Motiv auf der Vorderseite ausgegeben. (Quelle: South African Reserve Bank)

Bisher war auf der Rückseite der Scheine der Name der Zentralbank in einer der elf Landessprachen abgedruckt. Zudem wird sich der 200 Rand mit einer gelb-orangen Farbanpassung besser als bisher vom  20 Rand abgrenzen können.

Gill Marcus, die erste Frau an der Spitze der SARB, hob mit der Einführung der umgestalteten Banknoten die Bedeutung des Kampfes für die Freiheit und die Wahl des ersten demokratischen Präsidenten Südafrikas in persona Mandelas hervor. Zuvor ist in TV, Radio und im Internet mit großen Kampagnen auf diese personelle Wertschätzung aufmerksam gemacht worden. Die visuellen, fühlbaren und schwenkenden Sicherheitseigenschaften der Geldscheine bleiben weiterhin gewahrt bzw. werden sogar verbessert, heißt es.

In Zentralbankkreisen am Kap gilt die Regel, dass alle 6 bis 8 Jahre die Banknoten weiterentwickelt werden sollen – sei es in Design und/ oder Material. Zuletzt fand 2005 ein Serienwechsel statt. Da Banknoten zusätzlich als Spiegel eines Landes wahrgenommen werden, war die Umorientierung auf die politische Transformation Südafrikas im Grunde genommen zu erwarten.

Der südafrikanische Rand ist die maßgebende Geldeinheit für die Staaten der Währungsunion „Common Monetary Area (CMA)“, welcher Swasiland, Namibia und Lesotho angehören. Dies bedeutet, dass in diesen Staaten des südlichen Afrikas die neuen Randscheine auch zirkulieren werden und diese dort als Zahlungsmittel – neben der jeweils einheimischen Währung – genutzt werden können. Ferner kann in Botswana, Mosambik und Simbabwe mit dem neuen Rand gezahlt werden.

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2 Antworten zu “Südafrikas Banknoten im Mandela-Look

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