Terroralarm in Südafrika

Polizeigeheimdienst CIS nimmt Rechtsextremisten fest. Anschlag auf ANC-Parteitag verhindert

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

– ANC-Parteitag-Spezial –

Das Südafrika rassistische und rechtsextremistische Bürger beherbergt, ist nicht neu. Ein Novum dürfte allerdings sein, dass erstmalig ein Bundesparteitag des Afrikanischen Nationalkongresses Ziel eines Anschlags war. Vier bis sieben Beschuldigte sind in den Provinzen Free State, Northern Cape und Limpopo festgenommen worden. Die genauen Geschehnisse der Anti-Terror-Razzia bleiben unbekannt. In südafrikanischen Polizeikreisen ist die Rede von Hochverrat. Den Terrorverdächtigen erwarten harte Strafen.

    © Der Polizeigeheimdienst „Crime Intelligence Service (CIS)“ hat einen Anschlag von rechtsextremistischen Südafrikanern verhindern können. Der 53. Bundesparteitag des ANC wurde als Anschlagsort ausgewählt. Vier bis sieben Tatverdächtige in den Provinzen Free State, Northern Cape und Limpopo wurden festgenommen. (Quelle: flickr/ Hendrik Groenewald)

© Der Polizeigeheimdienst „Crime Intelligence Service (CIS)“ hat einen Anschlag von rechtsextremistischen Südafrikanern verhindern können. Der 53. Bundesparteitag des ANC wurde als Anschlagsort ausgewählt. Vier bis sieben Tatverdächtige in den Provinzen Free State, Northern Cape und Limpopo wurden festgenommen [hier Archivbild]. (Quelle: flickr/ Hendrik Groenewald)

Die Festgenommen sollen zwischen 40 und 50 Jahre alt sein. Südafrikanische Sicherheitsbehörden, unter anderem der Polizeigeheimdienst „Crime Intelligence Service (CIS)“, sammelten genug Beweise, um den Terrorverdächtigen einen baldigen Prozess machen zu können. Nicht bekannt ist, seit wann und vor allem durch welchen Umstand die Männer unter der nachrichtendienstlichen Observation gerieten.

Bereits seit zwei Monaten sollen Agenten der CIS in Mangaung im Free State im Einsatz sein, um im Vorfeld des Parteitags mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und abzuwenden. Auch aktuell befinden sich mehrere Beamte am Tagungsort. Die CIS ist eine Einheit innerhalb der Polizei SAPS und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 1.038 Mitarbeiter [Stand: November 2012], darunter 724 Polizisten und 314 Zivilangestellte. Der Geheimdienst zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und Gegenspionage wurde 1999 gegründet und zählt zu den kleineren Sicherheitsbehörden Südafrikas.

Ein Anschlag hätte verheerende Folgen gehabt, zumal die politische Stimmung im Lande mehr als angespannt ist. Desweiteren befanden sich in Mangaung zahlreiche Pressevertreter, hohe Wirtschaftsrepräsentanten und Diplomaten mehrerer Staaten. Der Boeremag-Fall verdeutlicht, dass das Gefahrenpotenzial von rechtsextremen Südafrikanern größer ist als bisher angenommen.

„SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ beobachtet seit längerer Zeit die engen Verbindungen zwischen deutschen Rechtsextremisten und südafrikanischen Rassisten. Dem deutsch-österreichischen Publizisten Dr. Claus Nordbruch kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.

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2 Antworten zu “Terroralarm in Südafrika

  1. Pingback: Geheimdienste in Südafrika | SÜDAFRIKA – Land der Kontraste

  2. Das stinkt nach Fals-flag-action. Interessant ist, daß die hiesigen Medien die Hautfarbe angeben. Ist das nicht rassistisch?

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