„Mir gefällt Südafrika sehr, ein tolles Land“

Interview mit Martin Kaymer, Golfprofi aus Mettmann und aktueller Sun City-Turniersieger

(Autor: Ghassan Abid)

© Martin Kaymer ist zurzeit Deutschlands bester Golfspieler. Im Dezember 2012 gewann der Sportler aus dem nordrhein-westfälischen Mettmann das Golfturnier im südafrikanischen Sun City. (Quelle: Ulrich2731/ Wikimedia)

© Martin Kaymer ist zurzeit Deutschlands bester Golfspieler. Im Dezember 2012 gewann der Sportler aus dem nordrhein-westfälischen Mettmann das Golfturnier im südafrikanischen Sun City. (Quelle: Ulrich2731/ Wikimedia)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Martin Kaymer, Deutschlands bester Golfprofi und aktueller Sieger beim Golfturnier in Sun City. Zuallererst Gratulation zum Sieg. Mit welcher Erwartung sind Sie nach Südafrika angereist?

Antwort: Es war für mich das letzte Turnier des Jahres 2012 und damit auch meine letzte Chance ein Turnier zu gewinnen. Diese wollte ich nutzen und ich bin glücklich, dass es funktioniert hat, ich meinen ersten Einzelsieg 2012 holen konnte und mich gemeinsam mit Bernhard Langer bei diesem wirklich schönen Turnier in die Siegerliste eintragen konnte.

2010sdafrika-Redaktion: Die wenigen Teilnehmer des Turniers in Sun City sind äußerst selektiv vom Veranstalter eingeladen worden. Nach welchen Kriterien erfolgte diese Auswahl?

Antwort: Wie das genaue Auswahlprozedere aussieht, sollten Sie vielleicht lieber den Veranstalter fragen. Ich habe mich jedenfalls sehr über meine Einladung gefreut, denn ich mag das Land, die Leute und das Turnier.

2010sdafrika-Redaktion: Sie sollen in der Vergangenheit gesagt haben, dass der Johannesburger Golfprofi Ernie Els Ihr Vorbild wäre. Stimmt dies und wenn ja, warum Ihre Wertschätzung für diesen Sportler?

Antwort: Ernie Els zählte schon seit ich 10 oder 11 Jahre alt war zu meinen großen Vorbildern im Golf. Mich faszinierte sein Schwung und sein Rhythmus Golf zu spielen. Es ist auch heute noch immer wieder besonders mit ihm zusammen Runden zu spielen. Jetzt wo ich ihn besser kennengelernt habe, kann ich ausserdem hinzufügen, dass er mich von seiner ganzen Person, wie er sich gibt, wie respektvoll er anderen gegenüber ist, sehr beeindruckt. 

2010sdafrika-Redaktion: Haben Sie Südafrika während Ihres Aufenthalts bereisen können?

Antwort: Natürlich bekommt man vieles von der Kultur und den Leuten mit und mir gefällt Südafrika sehr, ein tolles Land! Es gibt hier einfach unglaublich viele Möglichkeiten auch abseits des Golfplatzes Dinge zu erleben und von der Natur zu lernen und der vielfältigen Tierwelt. Jeder Aufenthalt in Südafrika ist besonders, das liegt auch an den Leuten. Das Publikum war ein sehr faires, denn obwohl ich am Sonntag vor allem gegen die Lokalmatadoren Louis Oosthuizen und Charl Schwartzel um den Sieg gespielt habe, wurde mir von den Fans zugejubelt und applaudiert. Das war ein besonderes Erlebnis!

Martin Kaymer erklärt den Chip und Run-Schlag

2010sdafrika-Redaktion: Golf gilt sowohl in Deutschland als auch in Südafrika als eine Randsportart. Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass dieser Ballsport in der öffentlichen Wahrnehmung eine untergeordnete Rolle spielt?

Antwort: Natürlich steht zum Beispiel der Fußball in Südafrika oder Deutschland wie in vielen anderen Ländern auf der Welt im Fokus. Nichtsdestotrotz finde ich, dass der Golfsport vor allem in Südafrika mit der Sunshine Tour, den tollen Zuschauern, den vielen guten und erfolgreichen Golfern aus dem Land eine beträchtliche Rolle spielt.

© Der südafrikanische Golfverband, die South African Golf Association (SAGA), geht davon aus, dass rund 125.771 Südafrikaner den verschiedenen Golfclubs angehören. Der Deutsche Golf Verband e.V. (DGV) spricht hingegen von 624.000 registrierten Amateur-Golfspielern. (Quelle: flickr/ chispita_666)

© Der südafrikanische Golfverband, die South African Golf Association (SAGA), geht davon aus, dass rund 125.771 Südafrikaner den verschiedenen Golfclubs angehören. Der Deutsche Golf Verband e.V. (DGV) spricht hingegen von 624.000 registrierten Amateur-Golfspielern. (Quelle: flickr/ chispita_666)

2010sdafrika-Redaktion: Der südafrikanische Golfverband, die South African Golf Association (SAGA), geht davon aus, dass rund 125.771 Südafrikaner den verschiedenen Golfclubs angehören. Der Deutsche Golf Verband e.V. (DGV) spricht hingegen von 624.000 registrierten Amateur-Golfspielern. Und dennoch haftet an diesem Sport der Ruf, für einfache Mitglieder zu teuer zu sein. Wie erklären Sie sich dieses Image?

Antwort: Dieses Image ist wie ich finde schon lange überholt. Der Golfsport hat sich in den letzten 15-20 Jahren absolut verändert, weiterentwickelt und ist moderner geworden. Es gibt auch in Deutschland immer mehr junge Menschen, die Golf spielen. Auf der European Tour habe ich zum Beispiel seit Kurzem erfreulicherweise mit Max Kieffer und Moritz Lampert zwei neue, junge und sehr talentierte deutsche Kollegen hinzubekommen.

2010sdafrika-Redaktion: Martin Kaymer, Golfprofi aus Mettmann, vielen Dank für das Interview und Ihnen ein schönes neues Jahr!

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