Nur ein Sieg zählt

Viertelfinalspiel gegen Mali mit großer (An-)Spannung erwartet. Der Pokal soll am Kap bleiben

(2010sdafrika-Redaktion)

– Afrika-Cup 2013-Spezial –

Einst beschrieb Fußballfunktionär Franz Beckenbauer die populäre Ballsportart mit dem Satz: „Ja gut, es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage!‘‘. Jede Fußballnationalmannschaft strebt allerdings den Sieg an und dies vor allem dann, wenn ein sportlicher Wettbewerb im eigenen Land stattfindet. Südafrikas Jungs von Bafana Bafana wollen im Moses Mabhida Stadium in Durban an diesem Anspruch festhalten. Das heutige Viertelfinalspiel gegen Mali soll mit einem Sieg für Südafrika ausgetragen werden. Ein Unentschieden oder eine Niederlage stellen keine Option für den Gastgeber dar.

© Südafrikas Fußball-Fangemeinde schaut optimistisch in die heutige Viertelfinalbegegnung gegen Mali. Die bisherige sportliche Bilanz von Bafana Bafana verlief mit dem 0:0-Unentschieden gegen Kap Verde anfänglich enttäuschend, konnte sich mit dem 2:0-Sieg gegen Angola zum Positiven wenden. Das Spiel gegen Marokko mit einem 2:2-Unentschieden verdeutlichte die taktischen Schwächen von Bafana Bafana. Heute muss ein Sieg her. Südafrika will den Einzug ins Halbfinale. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

© Südafrikas Fußball-Fangemeinde schaut optimistisch in die heutige Viertelfinalbegegnung gegen Mali. Die bisherige sportliche Bilanz von Bafana Bafana verlief mit dem 0:0-Unentschieden gegen Kap Verde anfänglich enttäuschend, konnte sich mit dem 2:0-Sieg gegen Angola zum Positiven wenden. Das Spiel gegen Marokko mit einem 2:2-Unentschieden verdeutlichte die taktischen Schwächen von Bafana Bafana. Heute muss ein Sieg her. Südafrika will den Einzug ins Halbfinale. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

Die südafrikanische Fußballnationalmannschaft ist vom Erfolgsdruck geprägt, das wichtigste Sportevent auf dem afrikanischen Kontinent erneut zu gewinnen. Bereits 1996 gelang den Südafrikanern als Gastgebernation der große Cup-Sieg. Bereits in der Vorrundenphase bezwang Südafrika seine Gegner Kamerun mit einem 3:0 und Angola mit einem 1:0. Gegen Ägypten verlor die junge Mannschaft mit einer knappen 1:0-Niederlage. Am 3. Februar 1996 triumphierte dann das Land im Finale gegen Tunesien mit einem 2:0-Sieg.

Nun siebzehn Jahre später erwarten viele Fans, dass ihre „Jungs“ das 96er-Erlebnis wiederholen. Am 19. Januar 2013 mühte sich Bafana Bafana mit dem westafrikanischen Außenseiter Kap Verde in Johannesburg ab. Das enttäuschende 0:0-Unentschieden bescherte dem Team, allen voran Trainer Gordon Igesund, viel Kritik. Südafrikas Mittelfeldspieler Siphiwe Tshabalala vom Johannesburger Erstligisten Kaizer Chiefs war bemüht, das Eröffnungsspiel gegen den Inselstaat zu gewinnen, doch war die Mehrheit der eigenen Spielkameraden alles andere als motiviert.

Es fehlte an Taktik, an Leidenschaft und an dem notwendigen Willen, das Match wirklich gewinnen zu wollen. Unzählige Passfehler und die unzureichende Ballkontrolle mehrerer Bafana-Spieler dominierte die Berichterstattung. Infolge der Tiefstimmung sah sich Sportminister Fikile Mbalula sogar in der Pflicht, die Fans zur Geschlossenheit aufzurufen. „Wir dürfen sie nicht aufgeben“, ermutigte der Minister die Fußballgemeinschaft am Kap.

Und schließlich die große Überraschung am 23. Januar 2013 in Durban, als der Gastgeber in der zweiten Begegnung gegen die Auswahl von Angola antrat. Die Mannschaft war wie ausgewechselt. Schnelle Pässe, aggressives Spielverhalten und leidenschaftliche Einzelkämpfe. In der 29. Minute schoss Abwehrspieler Siyabonga Sangweni vom Johannesburger Fußballclub Orlando Pirates das erste Tor. In der zweiten Halbzeit – in der 61. Minute – schloss sich Lehlohonolo Majoro von den Kaizer Chiefs mit einem weiteren Tor an. Letztendlich siegte Südafrika mit einem ansehnlichen 2:0-Spielergebnis.

Am 27. Januar 2013 trat Bafana Bafana erneut in Durban nun gegen die Auswahl von Marokko an. Obwohl die Nordafrikaner deutlich stärker als die Südafrikaner spielten, konnte sich Bafana Bafana mit einem 2:2-Unentschieden den Einzug in die K.o.-Runde sichern. Knapp 20 Minuten vor Abpfiff begann der Gastgeber den anfänglichen Torrückstand abzubauen.

Seither lobt die südafrikanische Presse die eigene Mannschaft mit Schlagzeilen wie „Bafana entdeckt den Weg zum Ziel wieder“, „Das Blatt wendete sich für Bafana Bafana“ oder „Gute Nachrichten für Bafana“. Die mentale Belastung für die Nationalmannschaft dürfte nach diesem positiven Echo deutlich abgenommen haben.

Mit Optimismus schaut Südafrika dem heutigen Spiel gegen Mali entgegen. Den „Adlern“ aus Mali wird ein Geheimfavoriten-Status zugesprochen. Bislang nur einmal beim Afrika Cup 1972 ins Finale eingezogen, gelten die größtenteils in Frankreich unter Vertrag stehenden Spieler als willensstarke Sportler. Der Afrika Cup 2013 bleibt somit äußerst spannend. Ab 19.30 Uhr MEZ wissen alle mehr.

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