Dreizehn Soldaten getötet

Gefechte mit Rebellen in Zentralafrika bringen Regierung unter Druck. Rückzug wird gefordert

(2010sdafrika-Redaktion)

Dreizehn Soldaten der südafrikanischen Armee „South African National Defence Force (SANDF)“ sind während einer Stabilisierungsmission in der Zentralafrikanischen Republik ums Leben gekommen. Sie seien am Wochenende in Gefechte mit Rebellen der Allianz „Seleka“ geraten, sagte Präsident Jacob Zuma. Weitere 27 Soldaten seien zudem verletzt worden. Die Rebellen sollen nach den letzten Pressemeldungen die Hauptstadt Bangui eingenommen haben. Zudem befinde sich der gestürzte Präsident Francois Bozize bereits auf der Flucht. Eine ganze südafrikanische Militärmission droht zu scheitern.

© Südafrikas Stabilisierungsmission in der Zentralafrikanischen Republik hat die Regierung in Pretoria unter Druck gebracht. Zunehmend mehr Stimmen fordern den Abzug der südafrikanischen Truppen aus dem Land, nachdem 13 Soldaten durch Rebellen getötet wurden. Rund 400 SANDF-Angehörige sind derzeit im Krisenstaat stationiert. (Quelle: Wikimedia/ hier: Archivbild)

© Südafrikas Stabilisierungsmission in der Zentralafrikanischen Republik hat die Regierung in Pretoria unter Druck gebracht. Zunehmend mehr Stimmen fordern den Abzug der südafrikanischen Truppen aus dem Land, nachdem 13 Soldaten durch Rebellen getötet wurden. Rund 400 SANDF-Angehörige sind derzeit im Krisenstaat stationiert. (Quelle: Wikimedia/ hier: Archivbild)

200 südafrikanische Soldaten sollen in Gefechte mit 1.000 Rebellen geraten sein, nachdem die Basis der SANDF unter Beschuss geriet. General Solly Shoke, dem die SANDF als Oberbefehlshaber untersteht, prüfe gegenwärtig die Einleitung geeigneter Maßnahmen – heißt es aus Pretoria. Zudem ist die südafrikanische Verteidigungsministerin Nosiviwe Mapisa-Nqakula mittlerweile in Zentralafrika eingetroffen, um sich ein eigenes Bild von der Lage machen zu können.

Südafrika ist bereits seit 2007 in Zentralafrika im Einsatz. Im Dezember 2012 wurde die Mission verlängert, die unter anderem Trainingseinheiten für die zentralafrikanische Armee vorsah. Auch Spezialeinheiten der SANDF sind vor Ort. Die Regionalmacht ist zurzeit mit 400 Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik vertreten, um die damalige Regierung von Francois Bozize zu unterstützen.

Unterdessen werden immer mehr Stimmen laut, die die Mission als gescheitert bewerten. Die Truppen sollten schnellstmöglich in die Heimat zurückgeholt werden, bekräftigte die Militärgewerkschaft SANDU ihre Aufforderung an die Regierung. Bis zum  31. März 2018 sollten die Truppen ursprünglich im Krisenstaat stationiert bleiben. Dieser Missionsauftrag ist nun hinfällig geworden.

3 Antworten zu “Dreizehn Soldaten getötet

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