Kein Geld mehr aus Großbritannien

Südafrikas Regierung zeigt sich „enttäuscht“ über das Ende der bilateralen Entwicklungshilfe

(2010sdafrika-Redaktion)

Damit hätte am Kap wirklich niemand gerechnet. Die britische Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit, Justine Greening, verkündete die Einstellung der bilateralen Entwicklungshilfe in Südafrika bis zum Jahr 2015. „Die beiden Staaten werden eine neue Beziehung starten, die auf Fähigkeitenvermittlung und Wissen basiert, und nicht auf Entwicklungsförderung; als Anerkennung zum Fortschritt Südafrikas in den letzten zwei Jahrzehnten.“, so Greening.

© Die britische Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit, Justine Greening, verkündete die Einstellung der bilateralen Entwicklungshilfe in Südafrika bis zum Jahr 2015. Insgesamt würden dann jährlich rund 22,5 Millionen Euro an finanziellen Mitteln fehlen. Südafrikas Regierung zeigt sich "enttäuscht". (Quelle: flickr/ DFID - UK Department for International Development)

© Die britische Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit, Justine Greening, verkündete die Einstellung der bilateralen Entwicklungshilfe in Südafrika bis zum Jahr 2015. Insgesamt würden dann jährlich rund 22,5 Millionen Euro an finanziellen Mitteln fehlen. Südafrikas Regierung zeigt sich „enttäuscht“. (Quelle: flickr/ DFID – UK Department for International Development)

Ab 2015 sollen die Wissensvermittlung, die technische Assistenz und multilaterale Entwicklungspartnerschaften vorangetrieben werden. Dies würde bedeuten, dass die gegenwärtige Entwicklungszusammenarbeit Großbritanniens mit Südafrika in den Bereichen Beratung im Steuerwesen, Gesundheitsförderung mit Fokus HIV/ Aids und Kleinunternehmerberatung auslaufen würden. Als Grund für den Geldstopp ist die wirtschaftliche Stärke Südafrikas angeführt worden.

Unterdessen zeigt sich Südafrikas Regierung „enttäuscht“ und überrascht über die „einseitige Ankündigung“ der britischen Regierung. Das Außenministerium warnt vor weitreichenden Folgen für das Kapland, welche mit dem Auslaufen von Projekten einhergehen. Insgesamt würden dann 19 Millionen britische Pfund, umgerechnet rund 22,5 Millionen Euro, an finanziellen Mitteln fehlen. Ein britisch-südafrikanisches Forum wird im Laufe dieses Jahres tagen, um die weitere Entwicklung in dieser Angelegenheit zu erörtern.

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