Kap-Ideen auf der re:publica 2013

Web 2.0-Ikone Ben White in Berlin: Afrikanische Startup-Ideen treffen auf globale Investoren

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Mai 2013 tagte zum siebten Mal Deutschlands größte Internetkonferenz re:publica in Berlin. In diesem Jahr war auch ein US-Amerikaner anwesend, der sich in der südafrikanischen Internet- und Startupszene längst zu einer festen Größe etabliert hat. Ben White heißt der junge Mann, der seine Auslandsreisen in Europa, im Nahen Osten und in Afrika zum Anlass nahm, um Menschen beruflich miteinander in Verbindung zu bringen.

    © Der in Südafrika in Fachkreisen bekannte Internetaktivist Ben White sieht großes Potential in der afrikanischen Netzgemeinschaft. Es fehle in Afrika nicht an unternehmerischen Ideen, sondern vielmehr an Startkapital. Whites Unternehmen VC4Africa bringt afrikanische Unternehmer und globale Investoren zusammen. Ein Erfolgskonzept, das Ben White auf der re:publica 2013 in Berlin erläuterte.

© Der in Südafrika in Fachkreisen bekannte Internetaktivist Ben White sieht großes Potential in der afrikanischen Netzgemeinschaft. Es fehle in Afrika nicht an unternehmerischen Ideen, sondern vielmehr an Startkapital. Whites Unternehmen VC4Africa bringt afrikanische Unternehmer und globale Investoren zusammen. Ein Erfolgskonzept, das Ben White auf der re:publica 2013 in Berlin erläuterte.

Das Unternehmertum könne die Welt nachhaltig verändern, lautet das soziale Motto von Ben White. Die Afrikaner hätten großes Potential, aus guten Ideen unternehmerische Projekte zu machen. Doch fehlt es ihnen meist an Startkapital. Ein Problem, dass überall in Afrika, ob in Ägypten oder in Südafrika, der Fall ist. „Venture Capital for Africa“, besser bekannt als VC4Africa, lautet die Lösung, um Investitionen möglich machen zu können.

2008 gründete Ben White gemeinsam mit Bill Zimmermann das Internetunternehmen VC4Africa. Nach eigenen Angaben soll das Unternehmen das führende afrikanische Netzwerk sein, das Investitionen in der afrikanischen Internet- und IT-Landschaft ermöglicht. Als Plattform möchte VC4Africa afrikanische Unternehmer und globale Investoren zusammenbringen. Rund 1.000 Projekte in 30 afrikanischen Staaten konnten durch die Arbeit von VC4Africa bereits verwirklicht werden, heißt es nach eigenen Angaben.

Der in Südafrika in Fachkreisen bekannte Netzaktivist legt großen Wert darauf, ausschließlich auf Open Source-Technologien zurückzugreifen und die lokale Gemeinschaft in den Projekten zu integrieren. Auch in Berlin betonte Ben White auf die Notwendigkeit, eine afrikanische Internetszene auf dem Peer-to-Peer-Konzept aufzubauen. Dies bedeutet, dass der Dialog zwischen Unternehmern einerseits und zwischen Unternehmern und Investoren andererseits auf gleichberechtigter Basis geführt werden müsse. Ein Gespräch auf vollkommener Augenhöhe, das für afrikanische Verhältnisse passend erscheint.

© Die republica 2013 gibt es seit 2007. Anfänglich war sie als Treffpunkt für die nationale Internetszene gedacht. Dieses Jahr war die Netzkonferenz internationaler denn je. 5.000 Konferenzgäste diskutierten vom 6. – 8. Mai 2013 die Verschmelzung von Online- und Offline-Welt. Größte Herausforderung der Internetaktivisten ist der Versuch, Netzthemen direkt in die Politik hineinzutragen. (Quelle: flickr/ republica 2013)

© Die republica 2013 gibt es seit 2007. Anfänglich war sie als Treffpunkt für die nationale Internetszene gedacht. Dieses Jahr war die Netzkonferenz internationaler denn je. 5.000 Konferenzgäste diskutierten vom 6. bis 8. Mai 2013 die Verschmelzung von Online- und Offline-Welt. Größte Herausforderung der Internetaktivisten ist der Versuch, Netzthemen direkt in die Politik hineinzutragen. (Quelle: flickr/ republica 2013)

Keine Hierarchie, kein Top-down-Prinzip (von oben nach unten) und ausschließlich transparent-öffentliche Diskussionen. Auf der re:publica 2013 verdeutlichte Ben White, dass die afrikanische Internetszene starkes Potential habe und stets bemüht ist, auch europäische Investoren von sich überzeugen zu können. Social Media wie Twitter, Linkedin und Facebook werden ganz aktiv genutzt, vor allem im Hinblick auf die Investorensuche.

VC4Africa versteht sich grundsätzlich nicht nur als Unternehmen, sondern vielmehr als „soziale Bewegung“ im Interesse Afrikas. Ben White ist ein Netzaktivist, der von Amsterdam aus noch viel verändern will und sicherlich auch viel verändern wird. In Südafrika sucht White aktuell Investoren für die Idee eines Solarenergie-Systems von Jamal Shakir nahe Hopetown, für ein Handy-Handels-Ortungssystem von Pieter Nel aus Kapstadt, für eine Telekommunikations-Plattform von Andrew Johnston aus Port Elizabeth und für viele andere Projekte mehr.

Eine Antwort zu “Kap-Ideen auf der re:publica 2013

  1. Investitionen in solch arme Länder sind eine gute Idee. Die Gelder können dazu genutzt werden eine konkurrenzfähig Infrastruktur zur gestalten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s