Volunteering – der „etwas“ andere Urlaub

Wildkatzen in Südafrika hautnah erleben. Ehrenamtliche Tierschutzarbeit bei Port Elizabeth

(Ein Gastbeitrag von Andrea Schäfer, Tierheilpraktikerin & Tierpsychologin)

Seine freien Tage nicht in der Sonne liegend oder „rundreisend“ zu verbringen, sondern etwas „sinnvolles“ zu tun, wird immer beliebter. Eine Möglichkeit des sogenannten Ökotourismus ist die freiwillige Mitarbeit in Natur- und Tierschutzprojekten.

© Andrea Schäfer, Tierheilpraktikerin und Tierpsychologin, nutzte ihren Südafrika-Urlaub für die freiwillige Projektarbeit mit Wildkatzen.

© Andrea Schäfer, Tierheilpraktikerin und Tierpsychologin, nutzte ihren Südafrika-Urlaub für die freiwillige Projektarbeit mit Wildkatzen.

Alle diese Projekte stellen sich mehreren Aufgaben: Auffangstation für verwaiste und verletzte Wildtiere, Auswilderung der gesund gepflegten und in der Wildnis überlebensfähigen Tiere, Zucht und damit Erhalt bedrohter Arten und anderes mehr. In vielen afrikanischen Stationen kann man als „Volunteer“ mitarbeiten. Man hilft dort, die Tiere zu versorgen. Dass reicht vom Misten der Gehege bis zur Handfütterung süßer Tierbabys… das erstere überwiegt allerdings deutlich! Da darf es einen beispielsweise auch nicht gruseln, wenn für die Katzen morgens das Fleisch portioniert wird.

„Freiwillig“ bedeutet nicht „kostenlos“! Zum Einen muss man für Kost und Logis aufkommen, zum Anderen finanzieren die privat geführten Farmen und Wildreservate die Tierschutzarbeit durch Besucher, Gäste und eben die freiwilligen Helfer! Gerade Großkatzen verschlingen Unsummen, im wahrsten Sinne des Wortes…

Je nach Projekt ist das Leben als Volunteer recht komfortabel bis spartanisch einfach, die Spannbreite der Unterbringung und Aufgaben groß und nicht an der Höhe der Gebühr festzumachen. Volunteering ist übrigens nicht nur etwas für die junge Generation! 40- bis über 60-jährige körperlich mobile und geistig offene Freiwillige bringen viel Lebenserfahrung mit, und oft eine berufliche Qualifikation, die im Projekt nützlich ist. Einigermaßen ordentliche Englisch-Kenntnisse sollte man jedoch mitbringen. Wenn man Reisekataloge studiert und sich die Kosten ansieht… dann erscheint so ein Volunteering geradezu preiswert im wörtlichen Sinne. Denn man bekommt Kost und Logis, harte Arbeit – aber eine große Portion Afrika, eine sinnvolle Aufgabe und unvergleichliche Erlebnisse!

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Ich selbst habe auf der Daniell Farm in der Nähe von Kirkwood (an der R75, ca. 75 km nördlich von Port Elizabeth) mitgearbeitet. Dort sind das „Daniell Cheetah Breeding Project“ und der niederländische Verein „Wild Cats World“ eine Kooperation (Spotted Cats Conservation“) eingegangen, durch die den Besuchern nicht nur Geparde, sondern mehrere afrikanische Katzenarten vorgestellt werden können. Meine Aufgabe war vor allem die Tierpflege und -beschäftigung. Durch meine Vorkenntnisse über die verschiedenen Katzen durfte ich nach kurzer Einarbeitungsphase außerdem selbst Führungen anbieten, gerade für deutschsprachige Gäste ohne oder mit nur geringen Englisch-Kenntnissen war dies eine gelungene Überraschung. Die Farm ist an 363 Tagen im Jahr zwischen 9 und 16 Uhr geöffnet. Die etwa einstündigen Führungen finden im gesamten Öffnungszeitraum statt. Außerdem kann man sich im angeschlossenen „Padstal“ stärken und mit authentischen Souvenirs eindecken. Ein Besuch lohnt also jederzeit, und als Volunteer wird man herzlich in die Familie und das gesamte Farmleben eingebunden!

Eine Antwort zu “Volunteering – der „etwas“ andere Urlaub

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