“Jeder wird genug Wasser haben”

Südafrikas Ministerin für Wasserangelegenheiten ermahnt Bürger zu mehr Verantwortung

(2010sdafrika-Redaktion)

Am Kap gehen Wasserexperten davon aus, dass bis zum Jahr 2030 das bereits jetzt begrenzte Angebot an Trinkwasser um weitere 15 Prozent abnehmen wird. Stärkere Trockenheit, Bevölkerungszuwachs und Ausschöpfung der Wasserquellen sind immer wieder als Ursache zu lesen. Am vergangenen Mittwoch stellte die südafrikanische Ministerin für Wasserangelegenheiten Edna Molewa den 2. Bericht zur Nationalen Wasserressourcen-Strategie (NWRS2) vor. Sie versichert, dass „jeder genug Wasser haben wird“, sofern bestimmte Veränderungen eintreten.

© Edna Molewa, Südafrikas Ministerin für Wasserangelegenheiten, ermahnt die Bürger des Landes zu mehr Verantwortungsbewusstsein bei der Wassernutzung. Ihr Ministerium zielt auf eine stärkere Wassereffizienz ab. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

© Edna Molewa, Südafrikas Ministerin für Wasserangelegenheiten, ermahnt die Bürger des Landes zu mehr Verantwortungsbewusstsein bei der Wassernutzung. Ihr Ministerium zielt auf eine stärkere Wassereffizienz ab. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

Das Ministerium für Wasserangelegenheiten verfolgt mit der Strategie das Ziel, Veränderungen in der Wasseraufbewahrung und im Verhalten der Wassernutzer einzuleiten. Mehr Wassereffizienz sei die alleinige Lösung, heißt es aus Pretoria. Vorgesehen sind neben teuren Entsalzungsanlagen an Küstenstädten wie Durban, auch die Modernisierung von Wasserleitungen und eine stärkere Sensibilisierung der Bevölkerung für einen verantwortlichen Wasserumgang. Geschätzt wird, dass durch das Fehlverhalten in der Wassernutzung rund ein Drittel des verfügbaren Wassers in Südafrika sprichwörtlich in den Boden versickert.

Noch ist es in vielen Regionen Südafrikas nicht selbstverständlich, dass 24 Stunden lang an sieben Tagen in der Woche Wasser aus den Hähnen sprudelt. Nach Angaben des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) haben in den meisten Ländern Afrikas südlich der Sahara immer noch „40 Prozent der Menschen keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser“. Insbesondere in den Townships sind nach wie vor viele Häuser, allen voran die Blechhütten, nicht am kommunalen Wasserzugang angeschlossen.

Problematisch erweist sich auch die Wasserlizenzvergabe an europäische Konzerne, bei welcher umliegende Townships infolge der Verteuerungen das Nachsehen haben. Jungunternehmer wie Ludwick Marishane bemängeln die vielerorts unzureichende Wasserversorgung. Umso wichtiger sei es, so Marishane, kostengünstige Alternativen aufzuzeigen.

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