Quarantäne in Durban

Gesundheitsbehörden registrieren Rotavirus-Ausbruch. Die Lage sei „unter Kontrolle“, heißt es offiziell

(Autor: Ghassan Abid)

© Der Rotavirus ist in Durban in der Provinz KwaZulu-Natal ausgebrochen. 1.000 Menschen sollen bereits an Diarrhöe-Erkrankungen leiden und die Hälfte der Patienten den Virus in sich tragen. Immer mehr Menschen erkranken. Die Gesundheitsbehörden behaupten, sie hätten die "Lage unter Kontrolle". (flickr/ AJ Cann)

© Der Rotavirus ist in Durban in der Provinz KwaZulu-Natal ausgebrochen. 1.000 Menschen sollen bereits an Diarrhöe-Erkrankungen leiden und die Hälfte der Patienten den Virus in sich tragen. Immer mehr Menschen erkranken. Die Gesundheitsbehörden behaupten, sie hätten die „Lage unter Kontrolle“. (flickr/ AJ Cann)

Die eThekwini-Kommune im Osten Südafrikas steht zurzeit im Fokus der Gesundheitsbehörden von Bund, Provinz und Gemeinden. Steigende Fälle von Diarrhöe-Erkrankungen sind zu verzeichnen. Bei jeder zweiten Erkrankung konnte der Rotavirus diagnostiziert werden. Eine Expertengruppe befinde sich bereits seit einer Woche in der Region und untersuche einige Patienten. Mittlerweile seien rund 1.000 Menschen bereits erkrankt. Alarm wollen die Behörden dennoch nicht schlagen.

Das Gesundheitsamt der eThekwini-Stadtverwaltung informierte in einer schriftlichen Stellungnahme, dass die Anzahl der Infizierten im Norden Durbans (Inanda, Ntuzuma und KwaMashu), im Zentrum und im Süden der Stadt (Umlazi und Isipingo) besonders hoch sei. Bereits seit Mitte Mai 2013 sind erste Fälle des Rotavirus bekannt.

Die Öffentlichkeit werde nun über Hygiene-Standards bei der Zubereitung von Essen, beim Händewaschen und ähnlichen Handlungen informiert, heißt es aus Durban. Zusätzlich sollen Mediziner und Beamte der Gesundheitsbehörden die Bürger daheim informieren. Vor allem Kinder sind von der Erkrankungswelle betroffen. Jeder Bürger werde dazu aufgerufen, bei Anzeichen einer Erkrankung unverzüglich ein Hospital oder einen niedergelassenen Arzt aufzusuchen. Quarantäne-Maßnahmen sind auch vielerorts getroffen worden. Offiziell sei die Lage „unter Kontrolle“.

Der Rotavirus ist die häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Kindern. Dehydratation oder Nierenversagen sind die Folge. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht von rund 850.000 Toten pro Jahr aus. Der Rotavirus gilt als äußerst widerstandsfähig und hochansteckend. Dementsprechend ist dieser Krankheitserreger nach § 7 Infektionsschutzgesetz in Deutschland meldepflichtig. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt beim Ausbruch des Rotavirus die „Isolierung betroffener Patienten“ – also die Quarantäne.

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