Vier Minister in Südafrika entlassen

Presse zeigt sich irritiert über unbegründete Entscheidung des Präsidenten Jacob Zuma

(Autor: Ghassan Abid)

Gestern verkündete das Präsidialamt den Austausch mehrerer Minister und Vizeminister. Wohnungsbauminister Tokyo Sexwale,  Kommunikationsministerin Dina Pule, Regierungsführungsminister Richard Baloyi und Transportministerin Elizabeth Peters sind heute von ihren Ämtern entlassen worden. Hingegen wechselt Energieministerin Dipuo Peters ins Transportressort. Es ist bereits der vierte Ministeraustausch während der Amtszeit Zumas. Die Presse spekuliert über die wahren Gründe.

    © Vier Minister hat Präsident Jacob Zuma heute offiziell entlassen. Von links nach rechts: Kommunikationsministerin, Dina Pule, Transportministerin Elizabeth Peters, Regierungsführungsminister Richard Baloyi und Wohnungsbauminister Tokyo Sexwale. (Quelle: GCIS/ Collage 2010sdafrika-Redaktion)

© Vier Minister hat Präsident Jacob Zuma heute offiziell entlassen. Von links nach rechts: Kommunikationsministerin Dina Pule, Transportministerin Elizabeth Peters, Regierungsführungsminister Richard Baloyi und Wohnungsbauminister Tokyo Sexwale. (Quelle: GCIS/ Collage 2010sdafrika-Redaktion)

Auf der gestrigen Pressekonferenz waren die anwesenden Journalisten sprachlos, als Präsident Jacob Zuma keine Fragen zuließ und relativ schnell den Presseraum verließ. Insgesamt fünf  Minister- und vier Vizeministerposten wurden neu besetzt. Daraufhin kritisierten mehrere Medien, darunter der TV-Privatsender eNCA und die Zeitung Mail & Guardian, die nicht nachvollziehbare Entscheidung des Regierungschefs.

Regierungssprecher Mac Maharaj machte heute in einer Erklärung deutlich, dass der Präsident “keine Gründe nennen” müsse. Zuvor hieß es, dass das baldige 20-jährige Bestehen der Demokratie einen Wechsel notwendig mache.

Rapule Tabane und Andisiwe Makinana, Journalisten des Mail & Guardian, kritisierten in einem Artikel die Nichtbekanntgabe der Kriterien zum Ministeraustausch. Wenn ein Wechsel nach Leistungsfähigkeit durchgeführt worden wäre, müssten vielmehr die Bildungsministerin Angie Motshekga oder die Fischereiministerin Tina Joemat-Pettersson ausgetauscht werden. In Pressekreisen wird spekuliert, dass Präsident Zuma seine Umfragewerte durch die entlassenen Minister gefährdet sah. Denn 2014 stehen die nächsten Parlaments-, Provinz- und Präsidentschaftswahlen an.

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