IKEA scheut Expansion nach Südafrika

Möbelhaus konzentriert sich auf andere Weltregionen, trotz starkem Interesse der Südafrikaner

(2010sdafrika-Redaktion)

IKEA ist eines der profitabelsten Konzerne auf dem Globus. Im Geschäftsjahr 2012 stieg der weltweite Umsatz des Unternehmens auf 27 Milliarden Euro. Insgesamt sind 139.000 Menschen beim Möbelhaus beschäftigt. Deutschland ist eines von 44 Ländern, in welchem IKEA mit 46 Standorten und 15.294 Beschäftigten hierzulande vertreten ist. Dementsprechend ist es nicht abwegig, dass Südafrika als 45. Markt ins operationelle Geschäft aufgenommen wird. Allerdings will das Einrichtungshaus keine Expansion ans Kap wagen. Das starke Interesse der Südafrikaner ändere nichts an der Haltung des Unternehmens, heißt es in einer vorliegenden schriftlichen Stellungnahme.

© IKEA wird es in Südafrika weiterhin nicht geben, teilt die Möbelhaus-Zentrale im niederländischen Leiden auf Anfrage von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste”mit. (Quelle: flickr/ Gerard Stolk)

© IKEA wird es in Südafrika weiterhin nicht geben, teilt die Möbelhaus-Zentrale im niederländischen Leiden auf Anfrage von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste”mit. (Quelle: flickr/ Gerard Stolk)

Auf Anfrage von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ teilt die IKEA-Zentrale im niederländischen Leiden mit, dass Südafrika nicht in die Expansionspläne eingebunden wird. IKEA misse anderen Weltregionen eine höhere Priorität bei. Grundsätzlich werde jede strategische Expansion auf vertraulicher Basis einer Langzeitprüfung unterzogen. Dieser Prozess erfolge jährlich. Vom starken Interesse der Südafrikaner am IKEA-Sortiment wisse man Bescheid.

Zudem hänge eine IKEA-Expansion nach Südafrika vom wirtschaftlichen Potential des Landes und der Verfügbarkeit von Rohstoffen ab. So heißt es in der Stellungnahme: „Where our focus is now and will be in the future, depend upon the available resources and our continuous evaluation of potential countries and regions.”

Wer in Südafrika Möbel kaufen möchte, der weiß, wie teuer die dortigen Einrichtungsgegenstände sind. Preiswerte IKEA-Möbel würden, so die Meinung von Analysten, auf eine gewaltige Nachfrage stoßen. David Smith, Korrespondent des britischen Guardian in Südafrika, sprach sich deshalb für eine Expansion aus.

Dem IKEA-Konzern wird nachgesagt, aufgrund der hohen Kosten für Sicherheitsmaßnahmen und Materiallieferungen den Schritt ans Kap zu scheuen. Noch seien die Risiken größer als die Chancen. Bereits vor wenigen Tagen stritt auch das schwedische Modehaus Hennes & Mauritz (H&M), wie exklusiv aus Hamburg und Stockholm erfahren, die Aufnahme unternehmerischer Aktivitäten in Südafrika ab.

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