Hells Angels in Südafrika zerstritten

Kein „Rest in Peace“ nach Beerdigung des Rockers Franco. Kritik auch aus Deutschland

(2010sdafrika-Redaktion)

Beerdigungszeremonien sollen in der Regel mit Würde an einen Verstorbenen erinnern und diesen vom irdischen Leben verabschieden. Angehörige und Freunde kehren bei der Andacht in sich und sammeln die Gedanken im Gebet. Teils mit religiöser, teils mit liberaler Prägung. Auch im Fall des am 1. August 2013 verstorbenen südafrikanischen Rockers Franco wollten die Hells Angels ihrem Bruder Lebewohl sagen. Allerdings ist innerhalb der Höllenengeln am Kap ein Streit entbrannt, der bisweilen andauert.

© Die Hells Angels in Südafrika haben sich zerstritten. Zu viele Informationen und eine nachgesagte PR-Inszenierung der Beerdigung des verstorbenen Rockers Franco haben zum Streit geführt. Mehrere Rocker in Benoni stehen derzeit in der Kritik. Auch deutsche Hells Angels forderten, der Öffentlichkeit nicht allzu sehr einen Einblick in das Innenleben der Höllenengeln zu ermöglichen. (Quelle: Privat)

© Die Hells Angels in Südafrika haben sich zerstritten. Zu viele Informationen und eine nachgesagte PR-Inszenierung der Beerdigung des verstorbenen Rockers Franco haben zum Streit geführt. Mehrere Rocker in Benoni stehen derzeit in der Kritik. Auch deutsche Hells Angels forderten, der Öffentlichkeit nicht allzu sehr einen Einblick in das Innenleben der Höllenengeln zu ermöglichen. (Quelle: Privat)

Auf einem Friedhof am Kap kamen rund hundert Rocker zusammen, um an der Erdbestattung teilzunehmen. Hierzu sind im Netz und in zahlreichen Rockerforen haufenweise Informationen zu den Teilnehmern, zur Bestattung und zu den genauen Geschehnissen veröffentlicht worden. Der Tod Francos wurde von bestimmten Rockern für PR-Zwecke missbraucht, so der Vorwurf. Dementsprechend tobt seit wenigen Tagen eine verbale Auseinandersetzung innerhalb der südafrikanischen Hells Angels-Szene, heißt es aus Gauteng.

Vor allem sollen deutsche Hells Angels über die Inszenierung in Südafrika entsetzt gewesen sein. Aus mehreren deutschen Städten hagelte es via vertraulichen Nachrichten harsche Kritik am Gewähren eines allzu tiefen Einblicks in das Innenleben der Rockerszene. Ebenfalls störten sich nicht wenige Höllenengel an Aufnahmen mit weinenden Kerlen. Die Empörung richtet sich gezielt an die Brüder mit Wohnsitz in der Stadt Benoni, die aus der Beerdigung ein öffentliches Spektakel machten.

© Das südafrikanische Hells Angels-Mitglied Franco starb am 1. August 2013 im jungen Alter von 27 Jahren. Seine Beerdigung löste einen Streit aus, der bisweilen andauert. (Quelle: Privat)

© Das südafrikanische Hells Angels-Mitglied Franco starb am 1. August 2013 im jungen Alter von 27 Jahren. Seine Beerdigung löste einen Streit aus, der bisweilen andauert. (Quelle: Privat)

Mittlerweile sind in den entsprechenden Foren sämtliche Verweise zur Beerdigung entfernt worden. Zu sehen war beispielsweise, das entsprechende Bild liegt der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ vor, ein Friedhof, der zu einem gewissen Teil hauptsächlich für ein Dutzend verstorbene Hells Angels vorbehalten ist. Wie ein Staatsbegräbnis wirkte die Beerdigung Francos. Ebenfalls waren im Netz Informationen zu finden, wonach schwedische Rocker zur Beerdigung angereist sind. Diese Angaben sind nun ebenfalls verschwunden.

Die Hells Angels, insbesondere die des MC Germany, stehen infolge der staatlichen Maßnahmen unter gewaltigem Druck. Mehrere deutsche Rocker sollen in Südafrika untergetaucht sein. Ebenso leben hochrangige Hells Angels, wie der von INTERPOL gesuchte Kanadier David Macdonald Carroll alias der „Wolf“, versteckt am Kap.

Aufgrund der starken Resonanz der eigenen Hells Angels-Berichterstattung und dem damit verbundenen Risiko der Informanten-Aufdeckung, werden die Nachrichten zu den südafrikanischen Rockern bis auf Weiteres eingestellt. Es werde bereits nach den „Verrätern in den eigenen Reihen“ gesucht, heißt es. Die Redaktion bittet um Verständnis.

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