„Global South Africans“-Netzwerk in Berlin

Sich für Südafrika einsetzen und der eigenen Heimat etwas zurückgeben. Ein Veranstaltungsbericht

(Autor: Ghassan Abid)

Am 6. September 2013 trafen sich rund 50 Südafrikaner und Südafrika-Freunde zum ersten Deutschland-Treffen des „Global South Africans“-Netzwerks in Berlin. Die geladenen Gäste waren Künstler, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler und Journalisten – darunter auch meine Wenigkeit. Ebenso waren die Südafrikanische Botschaft und South African Airways vertreten. Höhepunkt des Abends war eine leidenschaftliche Rede des globalen Transparency International-Direktors Cobus de Swardt, der selber stolzer südafrikanischer Bürger ist. Es sei nun Zeit, dass die in Deutschland lebenden Südafrikaner Verantwortung für ihr Land tragen. Ein Aufruf zum Engagement.

    © Am 6. September 2013 trafen sich rund 50 Südafrikaner und Südafrika-Freunde zum ersten Deutschland-Treffen des "Global South Africans"-Netzwerks in Berlin, darunter auch Chefredakteur Ghassan Abid (1. Reihe, ganz links). Die Exil-Südafrikaner wurden zum Engagement aufgerufen. (Quelle: Tatjana Dachsel)

© Am 6. September 2013 trafen sich rund 50 Südafrikaner und Südafrika-Freunde zum ersten Deutschland-Treffen des „Global South Africans“-Netzwerks in Berlin, darunter auch Chefredakteur Ghassan Abid (1. Reihe, ganz links). Die in Deutschland lebenden Südafrikaner wurden zum Engagement aufgerufen. (Quelle: Tatjana Dachsel)

Ungerechtigkeit und Ungleichheit in Südafrika könne auch von den Südafrikanern im Ausland wirksam begegnet werden, wenn man bereit ist, aktiv zu werden. Er könne nachts in Anbetracht der gegenwärtigen Situation am Kap nicht mehr ruhig schlafen, sagte de Swardt mit emotionaler Stimme. Das System der Apartheid sei bezwungen, doch die eigentliche Herausforderung – nämlich die Demokratisierung und die Bekämpfung der sozialen Missstände – stehe der Bevölkerung noch bevor. Man dürfe nicht negativ auf die Zukunft Südafrikas schauen, bekräftigte der einflussreiche Forbes-Platzhalter und einstige Anti-Apartheids-Aktivist.

Die Geschichtsschreibung sei noch im vollen Gange und die Mandela-Freilassung erst der Anfang eines Prozesses. Nun gilt es, dem Land mit innovativen Perspektiven zu begegnen, die aus der Mitte der in Europa und in Deutschland lebenden Südafrikaner ihren Ursprung haben. Das „Global South African“-Netzwerk, finanziert durch die staatliche Marketingagentur „Brand South Africa“, biete sich als entsprechendes Forum an. Jeder könne sich auf dieser Webseite anmelden und engagieren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach der Rede de Swardts, erläuterte die in Berlin lebende Financial Times-Journalistin Shirley Apthorp die Bedeutung der Musik für die Entwicklung eines gesamten Landes. Sie verwies auf praktische Erfahrungen in Lateinamerika. Schon einzelne Personen können viel für eine ganze Gemeinschaft beitragen, hielt Apthorps in ihrer Rede fest. Der südafrikanische Tenor July Zuma, mittlerweile auch in Berlin wohnhaft, schloss mit einer musikalischen Darbietung den offiziellen Teil des Abends ab. Weitere Netzwerk-Gründungen sind in Australien und in den afrikanischen Staaten vorgesehen. Die Zeit wird zeigen, ob die Südafrikaner diese Verantwortung für ihre Heimat übernehmen werden. Der erste Schritt ist bereits gemacht.

Offizielles Kampagnenvideo von „Brand South Africa“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s