Tebartz-van Elsts Eskapaden in Südafrika

Exklusiv: „Er fühlte sich von den Schwarzen angeekelt. Sein Verhalten war beschämend!“

(Autor: Ghassan Abid)

Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst beschäftigt zurzeit die deutsche und internationale Presse. Dem Bischof von Limburg wird ein extravaganter Lebensstil vorgeworfen, der mit dem Bau einer überteuerten Bischofsresidenz in Höhe von 31 Millionen Euro seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat. Unterdessen ist die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ aus internen Quellen über Geschehnisse zum Südafrika-Aufenthalt von Tebartz-van Elst informiert worden, die keineswegs mit dem christlichen Menschenbild im Einklang stehen. Tebartz-van Elst verhielt sich schlichtweg „beschämend„.

© Der Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hielt sich im April 2006 im Rahmen einer von der Deutschen Bischofskonferenz organisierten Delegationsreise in Südafrika auf, um sich mit den Problemen der Menschen hautnah auseinanderzusetzen. Allerdings fiel Tebartz-van Elst, wie exklusiv erfahren, mit einem Fehlverhalten auf, bei welchem schwarze Südafrikaner bewusst diskriminiert worden sind. Mehrere Würdenträger am Kap schämten sich für die Eskapaden des heute 53-Jährigen. (Quelle: flickr/ Medienmagazin pro)

© Der Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hielt sich im April 2006 im Rahmen einer von der Deutschen Bischofskonferenz organisierten Delegationsreise in Südafrika auf, um sich mit den Problemen der Menschen hautnah auseinanderzusetzen. Allerdings fiel Tebartz-van Elst, wie exklusiv erfahren, mit einem Fehlverhalten auf, bei welchem schwarze Südafrikaner bewusst diskriminiert worden sind. Mehrere Würdenträger am Kap schämten sich für die Eskapaden des heute 53-Jährigen. (Quelle: flickr/ Medienmagazin pro)

Während der SPIEGEL ein Schweigen deutscher Bistümer zum Limburger Kollegen registrieren musste, zeigten sich katholische Vertreter in Südafrika deutlich auskunftsbereiter. Zwei Informationsquellen in Kapstadt am Westkap und in Bloemfontein in der Freistaat-Provinz informierten die Redaktion über bislang nicht bekannte Ereignisse, die nach rund siebeneinhalb Jahren den Kirchengemeinden noch in Erinnerung geblieben sind.

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) organisierte für den 16. bis 21. April 2006 eine Delegationsreise deutscher Bischöfe nach Südafrika, um den Austausch und die Begegnung mit den Menschen im südlichen Afrika zu ermöglichen. Die Aids-Pandemie stand im Mittelpunkt dieser Reise. Unter den Teilnehmern befand sich auch Franz-Peter Tebartz-van Elst, der allerdings erst am 18. April in Südafrika eintraf. Zum damaligen Zeitpunkt übte er das Amt des Weihbischofs im Bistum Münster aus.

Am 17. April versammelten sich die Würdenträger im „Holy Cross Sisters“, einem Kapstädter Tagungshaus der Katholischen Kirche. Mehrere Bischöfe aus Deutschland und Südafrika hielten Vorträge über HIV/ Aids und über die sozio-politische Situation am Kap. Einen Tag später sollten die Kirchenvertreter die Lebensbedingungen vor Ort hautnah erleben.

Angekommen im Township Mfuleni bei Kapstadt hat sich Tebartz-van Elst an seinem ersten Südafrika-Tag sichtlich über die Menschen dieser Siedlung geekelt. Der Delegation ist aufgefallen, dass sich der Weihbischof von den Ärmsten deutlich distanzierte und jeglichen Kontakt von sich aus unterbunden hatte. Tebartz-van Elst isolierte sich von den Township-Bewohnern in einer Weise, die als eindeutige Abwertung zu verstehen war.

Am 19. April sind die Delegationsteilnehmer in die verschiedenen südafrikanischen Diözesen entsandt worden. Tebartz-van Elst ist mit Gerhard Pieschl, dem Weihbischof des Bistums Limburg, und Dr. Hermann Schalück, Präsident von Missio Aachen, nach Bloemfontein geflogen worden. Nun oblag die Betreuung der Deutschen ausschließlich der Südafrikanischen Bischofskonferenz (SACBC).

Ähnlich den Geschehnissen in Kapstadt, fiel Tebartz-van Elst auch in Bloemfontein äußerst negativ auf. So soll er schwarzen Südafrikanern weiterhin nicht die Hand gegeben haben bzw. die Gläubigen dunkler Hautfarbe bewusst gemieden haben. „Er fühlte sich von den Schwarzen angeekelt. Sein Verhalten war beschämend!“, heißt es aus Kirchenkreisen. Dementsprechend wirkte der Auftritt des Weihbischofs auf die anwesenden Personen „rassistisch“.

Am 20. April flog Tebartz-van Elst weiter nach Johannesburg, verbunden mit einem Besuch des Townships Soweto. Auch hier hat sich der Geistliche, so heißt es aus Bloemfontein, „distanziert und desinteressiert“ gezeigt. Am Abend des 21. April kehrte Tebartz-van Elst nach Deutschland zurück.

Auch der Dresdener Bischof Dr. Heiner Koch zeigte sich bei seinem Südafrika-Besuch im August 2013 über die Situation in den Townships entsetzt, suchte aber anders als Tebartz-van Elst den persönlichen Austausch mit den Menschen und war an ihren Leben interessiert. Gegenwärtig hält sich der Limburger Bischof zwecks Gespräch mit Papst Franziskus im Vatikan auf.

Letztendlich hat der heute 53-Jährige in Südafrika einen Eindruck hinterlassen, dass dem eines Bischofs nicht würdig ist. Sofern sich ein katholischer Geistlicher vor jenen Menschen ekelt, die eine schwarze Hautfarbe besitzen, in ärmlichen Verhältnissen leben oder an Aids erkrankt sind, dann sollte er bei diesen um Vergebung bitten und die Verantwortung für seine Eskapaden tragen.

Nachtrag der Redaktion vom 17.10.2013:

Der Exklusiv-Artikel zum Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat hohe Wellen geschlagen. Eine Menge Post ist eingegangen, die zwischen Verachtung und Lob einzuordnen ist. Foren, Blogs und Medien berichteten hierzu. Wir möchten darauf hinweisen, dass wir keine namentlichen Quellen benennen werden. Alle gemachten Angaben entsprechen der Wahrheit. Beide Informationsquellen sind seriös und wurden unabhängig voneinander befragt. Wir weisen jede Kritik an unserer Berichterstattung entschieden zurück.

29 Antworten zu “Tebartz-van Elsts Eskapaden in Südafrika

  1. Pingback: Clericus clericum non decimat | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  2. Ich bin im May 2015 nach 15 Jahren in Süd Afrika nach Deutschlan zurück gekommen. Ich habe die squatter camps rund Johannesburg besucht. In SOWETO in einer “ Schibien ( Kneipe) Bier getrunken und mich mit den Einheimischen unterhalten.Man glaubt nicht welche Kontakte entstehen, wenn man ein Paar Worte in einer Einheimischen Sprachen gelernt hat.In meinem Fall war es ZULU. Beispiel: Sawubona ( guten Tag ) Ninjani ( Wie gehts? Uxolo ( bitte ) Ngiyabonga ( Danke ) Der schnieke Bischof im Vatikan trägt jetzt einen Bart und warscheinlich besser für eine Reise ( Erster Klasse mit L.H. ) nach S.A. geeignet ist. In S.A. gibt es ca. 300 verschieden christlische Kirchen. Ich habe mit meinem Personal drei verschieden zumGottes-Dienst besucht.Das war ein besonderes Erlebnis!
    ein Weißer in einer Kirche derSchwarzen. Obwohl man die Sprache der Besucher nicht versteht, bekommt man einen Eindruck der Kultur. Der Bischof kann ja mit Mundschutz und Gummihand-Schuhen zur den Kirchen gehen! Aber auf dem ein “ Ruhestand-Geld von 7200,- Euro wartet, sollte doch besser im Vatikan bleiben.

    • Angelika Oetken

      Südafrikaner, insbesondere farbige, scheinen Herrn Tebartz-van Elst nicht so zuzusagen. Ihn zieht es eher nach Südostasien. Gemeinsam mit seinem Weggefährten Franz Kaspar, einem einflussreichen Lobbyisten, der von 2006 bis 2013 Bischofsvikar und von 2008 bis Oktober 2013 Generalvikar im Bistum Limburg war, hat er dort Einrichtungen, vor Allem Kinderheime besucht. Franz Kaspar ist so viel auf Reisen, dass er seinem Kollegen Bonusmeilen abgeben konnte. Darüber wurde 2012 im Spiegel berichtet. Titel: „Das Upgrade-Wunder von Limburg“. Kaspar gehört der Familie der Gründerin des Heimträgers „Dernbacher Schwestern“ an. Einer kirchlichen Institution, die sich wie viele ihres Schlages aus Deutschland zurückgezogen hat, dafür aber in nicht so entwickelten Ländern expandiert. Franz Kaspar verantwortete auch die gerichtliche Auseinandersetzung mit Alexander Markus Homes, einem ehemaligen Insassen eines Kinderheims, in dem Kaspar später die Leitung übernahm. Der Spiegel berichtete 1981 unter der Überschrift „Stück Misere“ darüber. 2012 noch einmal, diesmal mit dem Titel „Missbrauchsopfer des Bistums Limburg werfen katholischer Kirche unterlassene Hilfeleistung vor“. Auch andere Medien schrieben darüber.
      Es versteht sich von selbst, dass die Dernbacher Schwestern, die sich auch „Arme Dienstmägde Jesu Christi“ nennen, wie viele andere Träger durch den Betrieb ihrer Kinder- und Behindertenheime innerhalb der 50- 90er Jahre groß geworden sind. Und genauso wie die meisten ihrer katholischen und evangelischen Schwesterorganisationen auch, haben die Armen Dienstmägde ihre Rechtsform angepasst. Sie sind jetzt eine GmBH.
      Da wo innerhalb einer Institution ein Teil der ihr anvertrauten Kinder und Jugendlichen über einen längeren Zeitraum systematisch ausgebeutet, misshandelt und missbraucht werden, spielen IMMER auch andere Arten von Kriminalität eine Rolle. Veruntreuung, Nötigung, Betrug, Geldwäsche. Manchmal sogar Kapitalverbrechen. Das ist bei der sich links-progressiv gebenden Odenwaldschule genauso der Fall, wie in vorgeblich konservativ-christlichen Einrichtungen. Sogar die Vertuschungs- und Verleugnungsstrukturen ähneln sich. Nur die Wortwahl, die Kulissen und die gewählten Kostüme sind ein wenig verschieden. Dafür kommt man, wenn es um die Vermarktung der kindlichen Opfer geht wieder zusammen.

      „“Aber auf dem ein ” Ruhestand-Geld von 7200,- Euro wartet, sollte doch besser im Vatikan bleiben.““:
      Möglicherweise warten auf Herrn Tebartz-van Elst noch ganz andere Sachen. Die Strategie jemanden mit viel Mediengetöse in den Vatikan zu ziehen und das der Öffentlichkeit noch als Sanktionierung verkaufen zu wollen ist doch bekannt. Ein alter Hut. Wenn der Hintergrund nicht so ernst wäre, würde ich sagen: „Lasst euch mal was Neues einfallen Brüderchen“.

      Insofern @Wolters: willkommen daheim in Deutschland. Hier hat sich innerhalb der vergangenen 15 Jahre Einiges geändert, was die Haltung der Menschen zur Katholischen Kirche angeht. Und ich muss sagen: dieser Organisation gehören so viele Whistleblower an, darunter etliche Priester und Ordensfrauen, dass das meinen Glauben an das Gute im Menschen gestärkt hat. Was bisher aber noch fehlt, ist die katholische Form des „Aufstands der Anständigen“. Bislang wird fast ausschließlich mit den Füßen abgestimmt. Stichwort „Kirchenaustritte“. Was ja an sich schade ist.

      Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

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  6. Nach-Treten, wenn einer schon am Boden liegt ist viel schlimmer.
    Warum haben die Herren sich nicht 2006 gemeldet????
    Hier mal ein Artikel, wie persönliche Erfahrung, angeblich erlebtes, subjektiv ist und sich mit der Zeit verändert:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/augenzeugen-wenn-die-erinnerung-truegt-a-927666.html

    Keine Basis für einen Artikel nach 7 Jahren.

  7. Pingback: Interview mit Kirchenrechtler Thomas Schüller | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  8. Drei Township tours bei drei Tagen Aufenthalt: Der Weihbischof von Münster war wohl übermüdet. Man kann sich einer Township auch anders näheren, aber dazu braucht es Zeit und Gelassenheit. http://www.youtube.com/watch?v=_umjY-1IrNM

  9. Angelika Oetken

    Nachtrag:

    bei der Badrenovierung ging offenbar dann doch das Geld aus. So dass bei den Herrentoiletten auf die sonst üblichen Trennwände verzichtet werden musste. Siehe: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2008806/heute-show-vom-18.-Oktober-2013#/beitrag/video/2008806/heute-show-vom-18.-Oktober-2013 Minute 3:30

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  10. Angelika Oetken

    Na in einem ist TvE wenigstens ökonomisch: beim Wasserverbrauch. Seine neue Badewanne im renovierten Bischofssitz hat zwei Kopfstützen. Ein Abwasch sozusagen… allerdings: wer darf ihm bei der Sparorgie Gesellschaft leisten?

    Eine der letzten noch unbeantworteten Fragen der Menschheit.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. ich gehe davon aus, dass die Menschen, die TvE 2006 bei seinem Besuch so brüskiert hat, über die Medien erfahren, dass es doch noch so was wie Gerechtigkeit in der Welt gibt

  11. Pingback: Rassist Bischof Tebartz-van Elst: «Er fühlte sich von den Schwarzen angeekelt» – News.ch | Christliche Leidkultur

  12. Dieser Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst ist ein arroganter, eitler Geldverschwender, der die Armen im Ghetto oder Armenviertel verabscheut! Was für ein unsozialer Bischof dieser r.k.Kirche. Dieser Bischof toppt alle Skandale in dieser Kirche! Er ist der ekelhafte, nicht die Armen.

  13. Moechte mal gern wissen, wer von den empoerten Kommentatoren hier schon mal in so einem Elendsviertel war. Mit Muellbergen, jeder Menge wirklich raeudiger Hunde, nackten Kindern, die im Dreck wuehlen, in der Ecke liegenden Besoffenen, ohne Kanalisation und Schwaermen von Insekten. DAS IST EKLIG. und ausserdem gefaehrlich in den Tropen fuer jeden, der es nicht von Kindheit an mitgemacht hat,
    Man kann es nicht vermeiden, ab und an nach dort Kontakt zu haben, sollte aber vermeiden, da was zu essen, Haende zu schuetteln usw.
    Die Tropen stinken und das hat seine Gruende.

    • Naja, diese Beschreibung stimmt in manchen Fällen. Armut heißt aber nicht zwangsläufig Dreck und Gestank. Ich kenne squatter camps in Limpopo und Kapstadt, wo die Blechhütten und die kleinen Höfe drumherum sehr sauber gehalten sind. Manche haben sogar Gärten mit Blumen und Gemüse. Auch das Innere dieser Hütten ist den Umständen entsprechend sauber. Klar, es gibt kein fließendes Wasser, keine Kanalisation, kein Strom. Da ist Hygiene ein äußerst schwieriges Unterfangen, oftmals unmöglich. Und keine Müllabfuhr. Der Müll landet in bestimmten Ecken.Das sind gefährliche Krankheitsherde, meist am Rande solcher wilden Siedlungen.
      Als Besucher, aber, so meine ich, hat man den Menschen, die hier leben, würdevoll und mit Respekt zu begegnen. Das gebietet allein schon der menschliche Anstand.

    • Da habe ich doch aber sehr den Eindruck, KarlMartell, daß Sie selbst noch nicht in einem südafrikanischen Township waren (ich schon mehrfach, einschließlich Essen und Trinken vor Ort, Hände schütteln usw.) Sie werden es nicht glauben: Ich lebe noch und bin gesund – und bemühe mich um Hilfe und Unterstützung für eine Suppenküche in Kapstadt/Mitchell’s Plain, indem ich dafür Lebensmittel einkaufe (im Township-Supermarkt.

      Hier nachzulesen: https://2010sdafrika.wordpress.com/tag/annemarie-koster/

      Im November reise ich das achte Mal.

    • Aha, Südafrika liegt also in den Tropen…frage mich, warum es dann in letzter Zeit so kalt in den Tropen ist, im September lag da sogar Schnee auf den Bergen…trauig, dass manche Menschen Afrika noch immer für ein Land halten und nicht differenzieren können…

    • Michael Schellinger

      Es zeigt sicht hier, dass Sie sich durch ihre Aussage völlig diskreditiert haben. Es sollte Ihnen zumindest bekannt sein, dass in Südafrika ein mediterranes Klima herrscht. Die Tropen liegen mehrere tausend Kilometer in nördlicher Richtung.

    • Von Südarfika / Kapstadt bis in die Tropen sind es viele tausend km. Wer ahnungslos ist sollte den Mund halten. Zum Himmel stinkt da ausschliesslich das Verhalten des Hrn. Elst.

  14. Erzbistum an sich ist ein schönes Wort, sollte aber doch nur dann benutzt werden, wenn man es auch treffend anbringen kann.
    Also Limburg ist schon mal nur ein Bistum, folglich ist Tebartz-van Elst auch nur ein Bischof und kein Erzbischof. Das gilt ebenso für Münster und Dresden, beides nur Bistümer, auch da kann es überhaupt keinen Erzbischof geben.
    Zum Thema:
    Für einen Ästheten wie Tebartz-van Elst ist so ein Schmutz, Lärm und Tumult wie man es dort erleben kann eben nicht das Schönste von der Welt. Wenigstens heuchelte er nicht ! Er schaut sich das Elend an und überlegt, was man da eventuell machen könnte um hilfreich zu sein.
    Aber ohne gutmenschliches Theater. Finde ich gut!

    • Danke für den Hinweis. Wir passen den Artikel an. Die Redaktion

    • „Für einen Ästheten wie Tebartz-van Elst ist so ein Schmutz, Lärm und Tumult wie man es dort erleben kann eben nicht das Schönste von der Welt. Wenigstens heuchelte er nicht ! Er schaut sich das Elend an und überlegt, was man da eventuell machen könnte um hilfreich zu sein.“

      Warum nehmen Sie das kritisierte Verhalten von T.v:E. in Schutz?
      Was soll das mit dem „Ästheten“?
      Woher wollen Sie (besser)wissen, dass „er sich überlegt, was man da machen könnte, um hilfreich zu sein“? Waren Sie dabei?
      Finde ich überhaupt nicht gut, Ihren Kommentar.

    • Ästhetik – vom Altgriechischen αἴσθησις aísthēsis – bedeutet Wahrnehmung, Empfindung. Was nahm der Bischof in Südafrika wahr, was empfand er? Ekel vor Armen, vor Kranken, vor andersartigen Menschen? Was für eine armselige Ästhetik ist das, für den Vertreter einer Religion, die den mühseligen und beladenen Menschen das Reich Gottes verspricht?
      In Deutschland gab es schon einmal ein „Empfinden“, das zur Vernichtung von „entarteter“ Kunst und zu Bücherverbrennung führte, weil diese bestimmten „Ästheten“ nicht ins Weltbild passte. Wo das hinführte, wissen wir: In der Verbrennung von Menschen.

  15. Pingback: Tebartz-van Elsts Eskapaden in Südafrika – Südafrika NewsCapeTown.ch | CapeTown.ch

  16. Heute Morgen wurde der Fall Tebartz-van Elst im neuen Radiosender „PowerRadio“ erwähnt. Allerdings ging es da nicht um die Südafrikareise des Bischofs, sondern um die Kosten seiner Residenz – 31 Millionen Euro, das sind umgerechnet ca. 403 Millionen Rand. Nun bereitete es dem Moderator und seinem Team sichtlich Vergnügen, dass es derartiges auch in Deutschland gibt. (Zur Erinnerung: Präsident Zumas private Residenz Nkandla kostete den Staat 206 Millionen Rand an „Sicherheitsmaßnahmen“; dieser Skandal beschäftigt die südafrikanische Politik und natürlich die Medien seit geraumer Zeit.) Während Zuma in Nkandla immerhin seine Großfamilie unterbringe, residiere der Bischof jedoch allein in seinem Palast, da er ja qua definitionem keine Familie haben darf. Vielleicht plant der Gottesmann dort insgeheim ein Waisenhaus?

  17. So lange sein Verhalten von seinen Vorgesetzten toleriert wird, ändert sich nichts. Warum benötigen Gläubige überhaupt eine Amtskirche?

  18. Dieser „Mensch“ muss von echten Menschen geächtet werden. Oberstes Gebot: Enthebung aller Ämter, Rauswurf aus der Kirche und vorallem Distanzierung der Kirche von so einem herzlosen, geldgeilen „Lebewesen“.

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