Militärs und Hells Angels in Südafrika

Rocker marschieren gemeinsam mit Veteranen vor Militärbasis auf, um den Kriegstoten zu gedenken

(2010sdafrika-Redaktion)

Infolge der intensiven Berichterstattung über die südafrikanischen Hells Angels ist die Erlangung von Informationen – zu den internen Abläufen und Konflikten der Rocker – nur noch unter erhöhtem Aufwand möglich. Die Hells Angels am Kap haben mehrfach ihren Unmut über die redaktionelle Arbeit von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ zum Ausdruck gebracht. Einzelne Rocker schweigen nun und öffentliche Informationen haben deutlich abgenommen. Ungeachtet dessen konnte die Redaktion eine neue Zusammenarbeit in Erfahrung bringen, die zwischen Militärs und Höllenengeln gepflegt wird.

© Am 10. November 2013 veranstalten die südafrikanischen Hells Angels [im Bild zu sehen] der drei Chapters Witbank, West Rand und Johannesburg - in Zusammenarbeit mit Veteranenverbänden - eine Gedenkveranstaltung vor der Militärbasis in Brakpan. Die Rocker wollen ihren Einfluss bei Armeeangehörigen ausbauen. (Quelle: Privat)

© Am 10. November 2013 veranstalten die südafrikanischen Hells Angels [im Bild zu sehen] der drei Charter Witbank, West Rand und Johannesburg – in Zusammenarbeit mit Veteranenverbänden – eine Gedenkveranstaltung vor der Militärbasis in Brakpan. Die Rocker wollen ihren Einfluss bei Armeeangehörigen ausbauen. (Quelle: Privat)

Am 10. November 2013 wird in Südafrika der „Poppy Day“ zelebriert, ein Gedenktag vor dem offiziellen Volkstrauertag in Erinnerung an die Kriegstoten der beiden Weltkriege und des Buschkrieges in Angola. Die Veteranenvereinigung „M.O.T.H.“ – der auch mehrere ehemalige Geheimdienstmitarbeiter sowie pensionierte Polizisten angehören – und der Veteranenverband „South African Legion of Military Veterans“ sind die Veranstalter. Doch auch die Hells Angels in Südafrika zählen zu den Organisatoren, die mit „M.O.T.H.“ und „South African Legion“ im engen Austausch stehen.

Um 8.00 Uhr Ortszeit brechen die Hells Angels des Charters Witbank mit ihren Motorrädern in Richtung der Militärbasis in der Minenstadt Brakpan bei Johannesburg auf. Eine Stunde später, um 9.00 Uhr, folgen die Rocker der mitgliederstarken Charters West Rand und Johannesburg. Die beiden Veteranenorganisationen und die Hells Angels planen um 11.00 Uhr eine gemeinsame Gedenkzeremonie – der Höhepunkt des Tages.

Neben einer Kranzniederlegung, sind auch militärische Spielwettbewerbe, Schieß- und Armeestände vor der Militärbasis geplant. Kinderaktionen sollen die jüngsten Besucher unterhalten. Die Militäreinrichtung in der Provinz Gauteng beherbergt Reservisteneinheiten der südafrikanischen Luftwaffe. Die aktuelle Veranstaltung dürfte darauf abzielen, den Einfluss der Hells Angels bei südafrikanischen Militärs auszubauen.

Südafrika hat sich nach Recherchen der Redaktion von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste” längst zum sicheren Betätigungsfeld und beliebtem Fluchtziel internationaler und deutscher Hells Angels-Mitglieder entwickelt. Zuletzt ist die Geschichte von Thomas Möller, dem ehemaligen Hells Angels-Präsidenten Schwedens, erstmals in der deutschsprachigen Presselandschaft aufgegriffen worden. Ebenfalls interessierte sich das FBI für die Rocker in Johannesburg. Vor allem der Einfluss deutscher Rocker am Kap steht im Mittelpunkt der eigenen Berichterstattung.

2 Antworten zu “Militärs und Hells Angels in Südafrika

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