Deutsche Hells Angels-Geldwäsche in Südafrika

Exklusiv: Im Interview mit Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“, Hells Angels-Aussteiger und Buchautor

(Autor: Ghassan Abid)

    © Ulrich Detrois war einer der einflussreichsten deutschen Hells Angels-Mitglieder. Unter dem Rockernamen „Bad Boy Uli“ schaffte er es zum De Facto-Präsidenten des Charters Kassel. Nach seinem Rausschmiss, verfasste der Ex-Höllenengel die beiden Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Insiderwissen wurde öffentlich gemacht. Seither lebt der Kasseler an einem geheimen Ort, stets der Gefahr eines Mordanschlages ausgesetzt. "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" interviewte exklusiv den Hells Angels-Aussteiger, der weitere Interna zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen offenbarte. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

© Ulrich Detrois war einer der einflussreichsten deutschen Hells Angels-Mitglieder. Unter dem Rockernamen „Bad Boy Uli“ schaffte er es zum De Facto-Präsidenten des Charters Kassel. Nach seinem Rausschmiss, verfasste der Ex-Höllenengel die beiden Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Insiderwissen wurde öffentlich gemacht. Seither lebt der Kasseler an einem geheimen Ort, stets der Gefahr eines Mordanschlages ausgesetzt. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ interviewte exklusiv den Hells Angels-Aussteiger, der weitere Interna zu den deutsch-südafrikanischen Beziehungen offenbarte. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den ehemaligen Vizepräsidenten der Hells Angels in Kassel und heutigen Buchautoren Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“. Wie kamen Sie in den 90er-Jahren zu den Rockern und wie erlebten Sie diese Zeit?

Antwort: In den 90ern habe ich mit einigen anderen Zuhältern zuerst den Motorradclub BONES gegründet. Dieser war ein national tätiger Motorradclub, der hauptsächlich im Rotlicht tätig war. Da ich schon seit meinem 14. Lebensjahr Motorrad und auch Motorradrennen gefahren bin, lag es für mich auf der Hand, meine berufliche Expansion im Rotlichtmilieu mit dem Motorradfahren zu verbinden und die Kontakte des MC entsprechend zu nutzen.

Zu dieser Zeit gab es in Deutschland nur zwei MCs, die im Rotlicht den Ton angaben, die Bones und die Hells Angels.

1999 hat sich der Bones MC aufgelöst und zwecks Expansion den Hells Angels angeschlossen, welche international in der Prostitution, im Drogenhandel, in der Schutzgelderpressung, im Herstellen von Methamphetamin usw. tätig war und sind.

Anfangs war es für mich eine großartige Zeit, es gab großen Zusammenhalt, geschäftlich wie privat, wobei heute die Geschäfte vor allem anderen im Vordergrund stehen, was sich dann in den späteren Jahren noch stärker veränderte.

2010sdafrika-Redaktion: Die Hells Angels erwirtschaften Geld mit Aktivitäten, die unter dem Strafgesetzbuch als kriminelle Tatbestände einzustufen sind. Zu nennen sind hierbei die Zwangsprostitution, der Waffen- und Drogenhandel – wie von Ihnen erwähnt. Sind die Hells Angels als Organisation oder sind nur einzelne Mitglieder kriminell, wie letzteres von den Rockern heute noch gerne behauptet wird?

Antwort: Die Hells Angels waren und sind auch heute eine lupenreine kriminelle Organisation. Mit dem Unterschied von heute zu damals, dass die weltweite Ausdehnung in puncto Mitgliederzahl und Geschäfte, im Rahmen der Schwerstkriminalität, ein unglaubliches Ausmaß angenommen hat.

In meiner Zeit war ich, als führender Kopf der Hells Angels, in der gesamten Welt unterwegs und an verschiedenen Aktivitäten beteiligt. Deshalb kann ich nur bestätigen, dass ich keinen einzigen Hells Angel getroffen habe und mit keinem einzigen zu tun hatte, der nicht in kriminelle Aktivitäten verstrickt war. Die permanente Schutzbehauptung der Rocker, dass nur einzelne Mitglieder kriminell wären, ist, nach meiner Erfahrung und meinem Wissen eine reine Verdummung. Oft wird zum Untermauern dieser Aussage von Hells Angels, als Beweis, ein paar Member genannt, die nicht vorbestraft sind und noch nie im Knast gesessen haben.

Dazu kann ich sagen, sie sind nur noch nicht gerichtsverwertbar erwischt worden oder hatten „das Glück“, dass eventuelle Zeugen oder Geschädigte, durch Erpressung, Bedrohung, eingeschüchtert oder aus Angst nicht aussagten bzw. mit „Erinnerungslücken“ aufwarteten.

2010sdafrika-Redaktion: Wofür waren Sie als Vizepräsident in Kassel im Zeitraum 1999 bis 2007 zuständig und inwieweit mussten Sie die „dreckigen Jobs“ erledigen?

Antwort: Ich war als Vizepräsident der Kopf der Hells Angels. Im Regelfall ist das eigentlich der Präsident zusammen mit dem Vizepräsidenten.

Bei mir war das anders, da ich nicht Präsident sein wollte, weil es auch zu seinen Aufgaben gehört, mit der Polizei und den Behörden zu kommunizieren, zum Wohl des Clubs und eventuell kleine Absprachen zu treffen. Das war mir zutiefst zuwider, deshalb habe ich diesen Posten jemand anderen ausführen lassen und habe im Hintergrund des Charters, entgegen der öffentlichen Darstellung, die Geschicke des Clubs geleitet.

Zu Ihrer Frage „ dreckige Jobs“ bitte ich um Ihr Verständnis, dazu keine Statements abgeben zu können, denn nur allzugern hätten, auch heute noch, die Strafverfolgungsbehörden große Freude daran, mich zur Rechenschaft ziehen.

Einige Vorkommnisse dazu habe ich in meinen beiden Büchern beschrieben.

2010sdafrika-Redaktion: Die Hells Angels sind international bestens vernetzt. Der damalige BKA-Vizepräsident Jürgen Maurer hielt in einem Interview mit unserer Redaktion fest: „Daher ist uns bekannt, dass die südafrikanischen Charter des Rockerclubs „Hells Angels“ in Johannesburg und Westrand Anfang der 90er Jahre Unterstützung von Hells Angels auch aus Deutschland erhalten bzw. beiderseitige Treffen durchgeführt haben.“ Wie bewerten Sie den deutschen Einfluss auf die dortigen Rocker?

Antwort: Anfang der 90er Jahre war der deutsche Einfluss in Johannesburg noch sehr gering, überwiegend kamen die Member aus Kanada, USA und Holland. Ab 1999, mit dem Zusammenschluss der Bones und den Hells Angels zu einem großen übermächtigen Rockerclub, hat man sich gegenseitig öfter besucht und die Kontakte und Geschäftsfelder ausgebaut. Südafrika galt schon immer als Rückzugsort gesuchter Hells Angels oder welcher, die vor der Justiz abtauchen mussten oder wollten.

2005 wechselten zwei enge Vertraute das Hannoveraner Präsidenten Hanebuth nach Südafrika und innerhalb kürzester Zeit tauchten in deutschen Bordellen der Hells Angel vermehrt schwarze Mädels zum Anschaffen auf. Ich weiß, aus persönlichen Gesprächen, dass ab dem Moment des Hannoveraner Wechsels, eine große Anzahl schwarzer Mädels nach Holland, Belgien und Deutschland mit gefälschten Papieren verschoben wurden und werden und das nicht freiwillig.

Der Einfluss deutscher Hells Angels ist heute ziemlich groß und Jahr für Jahr stetig gestiegen.

In den letzten Jahren haben sich einige Hells Angels nach Johannesburg und West Rand zurückgezogen, weil der Verfolgungsdruck der deutschen Ermittlungsbehörden, auch nach Veröffentlichung meiner Bücher und meinem Wissen zum aktuellen Rockerkrieg, sehr zugenommen haben.

© Ex-Hells Angel Ulrich Detrois hält im Interview mit “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste” folgende neue Erkenntnisse fest: - Seit 2005 leben zwei engste Vertraute des damaligen Hannover-Präsidenten Frank Hanebuth in Johannesburg. Seither schaffen vermehrt (süd-)afrikanische Mädchen in deutschen Bordellen gegen ihren Willen an. - Deutsche Hells Angels waschen illegale Gelder aus dem Drogenschäft und der Prostitution in Südafrika. Das Geld wird vor Ort angelegt und in den Finanz- und Wirtschaftskreislauf eingeschleust. - Südafrika ist längst zum beliebten Fluchtziel von jenen Rockern geworden, die sich vor den Strafverfolgungsbehörden verstecken müssen. - Die Kaprepublik erweist sich als erste Wahl einer Flucht, da die Polizei dort weniger Druck ausübt als anderswo bzw. bestochen wird. - Der Einfluss deutscher Höllenengel in Südafrika ist nach wie vor groß. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

© Ex-Hells Angel Ulrich Detrois hält im Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ folgende neue Erkenntnisse fest:
– Seit 2005 leben zwei engste Vertraute des damaligen Hannover-Präsidenten Frank Hanebuth in Johannesburg. Seither schaffen vermehrt (süd-)afrikanische Mädchen in deutschen Bordellen gegen ihren Willen an.
– Deutsche Hells Angels waschen illegale Gelder aus dem Drogenschäft und der Prostitution in Südafrika. Das Geld wird vor Ort angelegt und in den Finanz- und Wirtschaftskreislauf eingeschleust.
– Südafrika ist längst zum beliebten Fluchtziel von jenen Rockern geworden, die sich vor den Strafverfolgungsbehörden verstecken müssen.
– Die Kaprepublik erweist sich als erste Wahl einer Flucht, da die Polizei dort weniger Druck ausübt als anderswo bzw. bestochen wird.
– Der Einfluss deutscher Höllenengel in Südafrika ist nach wie vor groß.
(Quelle: Ullstein Buchverlage)

2010sdafrika-Redaktion: Ist Ihnen bekannt, welche Verbindungen der mittlerweile in Mallorca in Untersuchungshaft sitzende Ex-Hannover-Präsident Frank Hanebuth nach Südafrika pflegte?

Antwort: Frank Hanebuths Machtansprüche und Expansionsaktivitäten gehen weit über Deutschland hinaus.

Seit 2005, mit dem strategischen Wechsel deutscher Hells Angel nach Johannesburg, ist der Einfluss in Südafrika stetig gestiegen und heute recht groß, dank seiner engsten Vertrauten als Vorhut. Ähnlich läuft es seit Jahren in Mallorca. Heute haben Hanebuths Rocker dort das Sagen.

Er selbst ist ja, nach Schließung seines eigenen Charters in Hannover, vor dem Hintergrund des bevorstehenden Verbotes der Behörden, nach Mallorca gewechselt und ist jetzt Präsident der Hells Angels Mallorca.

2010sdafrika-Redaktion: Können Sie uns sagen, wie die südafrikanischen Ableger der Hells Angels strukturiert sind und wer damals in den jeweiligen Charters den Ton angab?

Antwort: Die südafrikanischen Charter sind genauso strukturiert und organisiert wie alle Charter weltweit. Zu speziellen Namen kann ich Ihnen aus rechtlichen Gründen, als deutscher Staatsbürger, leider keine Angaben machen.

2010sdafrika-Redaktion: Wie schöpfen die Südafrikaner Geld mit kriminellen Aktivitäten ab und sind Ihnen Drogengeschäfte mit deutschen Rockern bekannt?

Antwort: In Südafrika werden unter anderem illegale Gelder aus deutschen Drogen und Prostitutionsgeschäften angelegt, die die südafrikanischen Hells Angels wieder direkt oder über Strohmänner in legalen Geschäfte anlegen und die so gewaschen werden.

Drogengeschäfte von Südafrika nach Deutschland sind mir nicht bekannt, ganz im Gegenteil zu Holland und Skandinavien. Unter denen bestehen auf diesem Gebiet enge Geschäftsbeziehungen. Was aber nicht ausschließt, dass nach meinem Ausscheiden aus den Hells Angels mittlerweile auch dahingehend „gute“ Beziehungen bestehen. Für mich ist das sehr wahrscheinlich. Zumal viele Drogen, mit denen deutsche Hells Angels handeln, aus anderen Ländern stammen.

2010sdafrika-Redaktion: „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist die einzige Redaktion weltweit, die die Entwicklungen der Hells Angels am Kap intern und extern regelmäßig beobachtet. Unseren Recherchen nach, halten sich deutsche und ausländische Höllenengel in Südafrika vor den Strafverfolgungsbehörden versteckt. Wie schätzen Sie das Land als Fluchtziel ein?

Antwort: Vorab meinen Respekt vor Ihrer Redaktion. Es gibt nicht viele Journalisten, die den Mumm haben, über die Hells Angels zu berichten, denn ihre Macht ist größer als vermutet. Reporter, Journalisten, Polizisten, Politiker, Staatsanwälte und Richter wurden schon oft bedroht, körperlich angegangen und auch vor Mord wurde und wird nicht zurückgeschreckt.

Seit Jahren war, wie schon gesagt, Südafrika ein Rückzugsort gesuchter Hells Angel weltweit, weil dort, durch den eher laschen Umgang seitens der Polizei, auch mithilfe Bestechungsgeldern, kein Druck auf die Hells Angel ausgeübt wurde. Das hat sich ja mittlerweile etwas geändert, ist aber immer noch nicht besonders groß. Das liegt wohl auch an den genannten eingefahrenen Strukturen seit vielen Jahren.

Durch den in den letzten Jahren immer größer werdenden Druck der Strafverfolgungsbehörden weltweit und auch in Deutschland, woran meine Veröffentlichungen, Interviews und TV-Auftritte im In- und Ausland einen Teil beigetragen haben, ist die Flucht und das Untertauchen in Südafrika beliebt und erste Wahl als Ziel der Verbrecher.

    © Im Bild ist das West Rand-Charter der Hells Angels in der 62 5th Street im Johannesburger Stadtteil Randburg zu sehen. Hohe weiße Mauern verhindern einen Einblick ins Innerste des großen Areals der Rocker. (Quelle: Google Maps)

© Im Bild ist das West Rand-Charter der Hells Angels in der 62 5th Street im Johannesburger Stadtteil Randburg zu sehen. Hohe weiße Mauern verhindern einen Einblick ins Innerste des großen Areals der Rocker. (Quelle: Google Maps)

2010sdafrika-Redaktion: Zurück zu Ihrer Person. Im Herbst 2007 ging an alle Hells Angels-Charters weltweit eine E-Mail raus, in der es hieß: „Bad Boy Uli ist out“. Warum wurden Sie verstoßen?

Antwort: In meinem Charter haben einige Member einen 30 Kilogramm Kokain-Deal gemacht, der dann intern aufgeflogen ist. Um sich selbst reinzuwaschen und aus der Schusslinie zu ziehen, hat man mir die Sache angehangen und behauptet, ich hätte den Deal eingefädelt, Russen das Koks mit Waffengewalt abgenommen und es am Club vorbei verkauft. Für dieses Komplott nutze man meinen Aufenthalt in der Karibik. Unmittelbar, als ich gerade zu Hause angekommen und völlig arglos war, überfielen mich meine Ex-Brüder und schlossen mich aus dem Club aus. Damit verhinderten sie, dass ich die Anschuldigungen widerlegen konnte.

2010sdafrika-Redaktion: Im Nachgang packten Sie als Kronzeuge vor Gericht aus und belasteten mehrere Personen aus dem Rockermilieu. Wie sah Ihr Alltag als Kronzeuge der Kasseler Staatsanwaltschaft aus und worauf mussten Sie achten?

Antwort: Nach gesicherten polizeilichen Erkenntnissen beauftragen, auf einem Sondertreffen, bei dem auch das russische Charter Moskau anwesend war, die deutschen Hells Angels-Präsidenten meine Ermordung und bezahlten noch vor Ort die ebenfalls anwesenden mitgebrachten Killer einer ehemaligen russischen Sondereinheit namens Speznas.

Die Polizei, die durch einen eingeschleusten Spitzel Kenntnis davon erlangt hatte und das Treffen observierte, veranlasste daraufhin für mich und meine Schwester, die man zuvor mit Mord bedroht hatte, Personenschutzklasse 1, welche in Deutschland nur noch Bundeskanzlerin Merkel hat und besonders bedrohte Staatsgäste bekommen. Daran ist die Gefahr erkennbar, die von den Hells Angels ausgehen kann. Die Schutzmaßnahmen wurden von mir detailliert in meinem ersten Buch beschrieben.

© Ulrich Detrois zweites Insiderbuch „Wir sehen uns in der Hölle“ ist bei den Ullstein Buchverlagen erschienen. Der Bestseller ist in jedem deutschen Handel erhältlich. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

© Ulrich Detrois zweites Insiderbuch „Wir sehen uns in der Hölle“ ist bei den Ullstein Buchverlagen erschienen. Der Bestseller ist in jedem deutschen Handel erhältlich. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

2010sdafrika-Redaktion: Im Anschluss verfassten Sie die Bücher „Höllenritt: Ein deutscher Hells Angel packt aus“ und „Wir sehen uns in der Hölle“. Wie reagierten Ihre Ex-Brüder auf die Veröffentlichung von Insiderwissen?

Antwort: Die Veröffentlichung löste bei den Hells Angels blankes Entsetzen aus, wie ich erfahren habe. Weltweit bin ich jetzt ihr größter Feind. Niemals zuvor hat sich ein Hells Angel getraut, solches Insiderwissen publik zu machen.

2010sdafrika-Redaktion: Im Juni 2012 ist ein Mordanschlag gegen den damaligen Berliner Hells Angels-Chef André Sommer verübt worden, den er mit sieben Kugeln im Körper nur knapp überlebte. Höllenengel Holger Bossen soll den Mord in Auftrag gegeben haben. Inwieweit leben Sie heute noch mit der Angst?

Antwort: Angst habe ich keine, dafür bin ich nicht der Typ. Ich wusste und weiß, auf was ich mich mit der Veröffentlichung einlasse und muss auch mit den Folgen leben. Da ich mein ganzes Leben kein Kind von Traurigkeit war, komme ich recht gut damit zurecht. Ich weiß aber, dass es ihnen irgendwann gelingen wird, mich zu erledigen. Aber mein Motto ist und war es mein ganzes Leben:

Lieber stehend sterben als kniend leben.

2010sdafrika-Redaktion: In der aktuellen Berichtersattung findet sich immer wieder der Name Necati Arabaci alias “Neco”, Präsident der “Hells Angels MC Nomads Turkey”. Er soll als neuer Deutschland-Präsident der Hells Angels gehandelt werden. Wie gefährlich ist dieser Rocker tätsächlich?

Antwort: Mich überrascht immer wieder, dass in der Presse von einem Deutschland-Präsidenten die Rede ist. In keinem Land auf der Welt gibt es einen Länderpräsidenten, was natürlich auch für Deutschland gilt.

Die Amerikaner, die das Sagen haben und auch in Zukunft immer das Sagen haben werden, bei dem Hells Angels World MC, würden sofort Killer losschicken und die „Angelegenheit“ sehr schnell beenden.

Seit kurzer Zeit wird dennoch Necati Arabaci als Nachfolger des „Deutschland-Präsidenten“ Frank Hanebuth gehandelt. Da es aber keinen Deutschland-Präsidenten gibt, kann dieser auch keiner werden.

Der Türke, alias Neco, ist mir gänzlich unbekannt und ich kann mir schwer vorstellen, dass die altgedienten deutschen Charterpräsidenten ihre Macht abgeben werden und sich die Butter vom Brot nehmen lassen.

Sollte er sich dazu berufen fühlen, wird es blutige Auseinandersetzungen geben; das ist sicher.

2010sdafrika-Redaktion: Wenn Sie heute zurückblicken und die Möglichkeit hätten, die Vergangenheit zu verändern, hätten Sie was anders gemacht?

Antwort: Ich würde nichts anders machen, außer, in manchen Dingen würde ich cleverer sein.

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, ausdrücklich davor zu warnen, sich den Hells Angels anzuschließen. Ich hatte ein großartiges Leben, was zum Teil einem riesigen Abenteuer glich. Habe fast die ganze Welt bereist und mehr erlebt als die meisten. Ich werde glücklich und zufrieden sterben.

2010sdafrika-Redaktion: Ganz herzliches Dankeschön an den Hells Angels-Aussteiger Ulrich Detrois alias „Bad Boy Uli“ für dieses Insider-Interview. Passen Sie weiterhin auf sich auf. Ihrer Schwester und Ihnen wünsche ich alles Gute!

Anmerkung der Redaktion: Ulrich Detrois gibt seit geraumer Zeit keine Interviews mehr. Infolge der eigenen Berichterstattung zu den deutsch-südafrikanischen Rocker-Beziehungen hat „Bad Boy Uli“ eine Ausnahme gemacht, beeindruckt vom mutigen Engagement der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. Bisweilen erhält Detrois Morddrohungen. Der Interviewte lebt an einem geheimen Ort und meidet die Öffentlichkeit.

25 Antworten zu “Deutsche Hells Angels-Geldwäsche in Südafrika

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  14. uli`s Märchenstunde.de glaubt den scheiß,den er verzapft doch wohl selbst nicht

  15. Ich bin immer wieder überrascht wie der Deutsche Bürger von Behörden und Medien sowie der Politik belogen und für dumm verkauft wird…heute ist er ein armes Schwein ,der es nicht verkraften kann kein Hells Angels mehr zu sein., dieser Hass zernagt Ihn.

    ### Kommentar gekürzt wegen Diffamierung ###

  16. ich habe in der letzen Zeit selten so ein en Scheiß gelesen. das fängt schon mit dem Datum der Bones Gründung an

    • hi paul,ich glaube,er meint den wechsel von sants zu bones,aber du hast recht,“SÜDAFRIKA – Land der Kontraste” ist schlimmer als die Bildzeitung

  17. Hast du gut gemacht

  18. Endlich………..

    Hallo liebe Postinggemeinde!
    Endlich wird die Beweislage etwas handfester sein als bei den letzten Ermittlungen. Die Anschuldigungen kann ich zu 90% bestätigen. Woher wollen die Mitglieder denn die Gelder nehmen, um in diesem „Club“ Mitglied zu sein und zu werden.
    Wenn den meisten Mitgliedern nicht einmal der Dreck unter den Fingernägel gehört wundert es mich nicht, das sie kriminelle Wege gehen müssen um die Forderungen des „Clubs“ zu stillen. Mitgliedsbeiträge in einer Höhe die jeder Realität widerspricht. Sogar Supporter dürfen schon Mitgliedsbeiträge von bis zu 120€ zahlen um Kutten tragen zu dürfen. Seit kurzem werden sogar Personen Mitglieder in diesem „Club“ die in Vergangenheit für den Unterstützerclub der „Bandidos“ dem „X-Team“ Drogen verkauft haben. Rechtsradikale werden mit Handkuß aufgenommen. Desweiteren werden Prospects ohne Führerschein und Motorrad zu Vollmitgliedern. Polizisten in allen Positionen gehören zu den Tipgebern einzelner Mitglieder des „Clubs“. Dafür gibt es selbstverständlich auch entsprechende Gegenleistungen. Dieses alles erlebe ich täglich. Ich hoffe jetzt, das vielen Supportern und Freunde dieses „Clubs“ die Augen geöffnet werden um sich rechtzeitig zu distanzieren. Die Gehirnwäsche hat bei mir bis jetzt funktioniert.
    Ich habe es leider noch nicht geschafft bis jetzt. Vielleicht gibt es jemanden der mich unterstützt. Ich arbeite daran, mir und meiner Familie weniger Leid zu bereiten.
    Chris

  19. Doc Sinsheim, wermichkenntweißwerichbin

    Taufe
    Bad Boy Uli wird umgetauft in -Lie Boy Uli-.
    Dieser Mann behauptet doch tatsächlich, dass er die Bones gegründet hat. Sie entstanden im Jahr 1968 in Frankfurt/Main. Im folgenden: … die HA sind eine lupenreine kriminelle Organisation. Fakt jedoch ist, dass diejenigen in meinem Bekanntenkreis fleißige Mechaniker, Elektriker, selbständige Heizung/Sanitär Installateure sind, welche sich um ihre Kinder vorbildlich kümmern. Und eben keinen kriminellen Geschäften nachgehen. Was treibt Lie Boy Uli an? Es sind zwei sehr wichtige Motive im Leben: Geld und Hass. Geld bekommt er von Leuten welche die Biker-Szene ausradieren möchten weil diese die staatlich verordnete Gleichschaltung der Bürger stören und Hass, weil sie den Lügner schlichtweg herausgeworfen haben aus seinem Charter. Detrois hat nebenbei bemerkt die ganzen letzten Jahre über an seinem alten Wohnort gelebt. Wie er selbst in seiner ersten Buch-Hetzschrift schreibt, wurde der angebliche Mordauftrag gegen ihn von staatlichen Stellen am Telefon abgehört, nun soll es ein eingeschleuster Informant gewesen sein.

    Im übrigen Herr Detrois:
    Man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter
    Doc Sinsheim wermichkenntweißwerichbin

    • Bei den Hells Angels klingt es wie bei Scientology: „WIR HABEN NICHTS GEMACHt; ALLE SIND GEGEN UNS; DER BÖSE STAAT“. Ihr solltet euch schämen, unschuldige Bürger einzuschüchtern und euch dann mit der Opferrolle zu schmücken. Schaut folgendes Video: http://www.youtube.com/watch?v=dadZnuA-d38.

    • Das sehe ich genauso.
      Es kann und ist nicht jeder HA kriminell.
      Das ist schlichtweg eine Lüge. Warum bewegen sich alle linken Medien gegen die großen Motorradclubs? Weil es einfach und ohne Konsequenzen bleibt und weil so Geld/ Auflage gemacht wird. In Bremen zum Beispiel macht die Schwerstkriminelle Ausländerbande Miri viel schlimmeres.
      Warum wird da nicht täglich drüber berichtet?!
      Weil im “ ach so sozialen“ entnazifiziertem Deutschland nichts, aber rein gar nichts mehr über Ausländer( jetzt auch schon falsch: Person mit Migrationshintergrund ) gesagt werden darf, ohne das man als Nazi zählt.
      So weit sind wir schon… Traurige Zeiten stehen uns bevor und die Welt lacht über unsere“ Politik“
      Die Motorradclubs müssen halt als Sündenböcke für alles herhalten.

  20. Macht weiter so. Man kann nie genug davor warnen, wie gefährlich die HA sind. Bei uns in der Schweiz machen sich die HA breit. Es müsste mehr BadBoyUlis geben, um die Macht dieser Kriminellen einzudämmen. Danke für das Interview!

  21. …..nicht darüber nachdenken, Er kann nichts dafür, denn Er war lang genug Dafür dabei……

  22. Was ist daran neu ???
    Ist doch schon seit Jahren bekannt was der Uli von sich gibt.Sind die Verkaufszahlen von seinem Schinken gesunken ? Oder warum meldet er sich wieder mit den alten Kamellen zu Wort ???
    Oder hat die Redaktion einfach nur ein altes Interview gekauft ???

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