African Nations Championship 2014

Laduma! – Anpfiff in Südafrika. Sechzehn Nationalmannschaften treten gegeneinander an

(Autor: Johannes Woywodt)

Fast genau ein Jahr ist vergangen, als Südafrika Mittelpunkt des afrikanischen Fußballs und Austragungsort der kontinentalen Fußballmeisterschaft war. Am Ende des Africa Cup of Nations konnten sich die Super Eagles aus Nigeria zum dritten Mal den Titel als beste Fußballnation Afrikas nach einem 1:0-Finalsieg gegen Burkina Faso sichern. Am kommenden Samstag, den 11. Januar, heißt es Anpfiff zum nächsten großen Fußballturnier am Kap der guten Hoffnung – der African Nations Championship.

    © Vom 11. Januar bis zum 1. Februar 2014 treten in Kapstadt, Polokwane und Mangaung (Bloemfontein) sechzehn afrikanische Nationalmannschaften beim African Nations Championship 2014 gegeneinander an. Ob Bafana Bafana den Einzug ins Finale in Kapstadt schafft, mag niemand prophezeien. (Quelle: flickr/ Ray Goss)

© Vom 11. Januar bis zum 1. Februar 2014 treten in Kapstadt, Polokwane und Mangaung (Bloemfontein) sechzehn afrikanische Nationalmannschaften beim African Nations Championship 2014 gegeneinander an. Ob Bafana Bafana den Einzug ins Finale in Kapstadt schafft, mag niemand prophezeien. (Quelle: flickr/ Ray Goss)

Ein Wettbewerb, der vom 2007 von der Confederation of African Football (CAF), dem gesamtafrikanischen Fußballverband, zusätzlich zum Afrika-Cup ins Leben gerufen wurde und nicht mit diesem verwechselt werden darf. Im Gegensatz zum wichtigsten kontinentalen Fußballtitel dürfen bei der African Nations Championship nur Fußballer auflaufen, die in den heimischen Ligen spielen.

Auf weltbekannte Fußballlegionäre aus europäischen Ligen hingegen, müssen die Fans verzichten. Gleichzeitig jedoch bieten sich somit Chancen für Fußballer aus der zweiten Reihe, sich einem breiten und begeisterten Publikum zu präsentieren und aus dem Schatten der Drogbas, Eto’os und Tourés in den Vordergrund zu spielen.

Nach 2009 und 2011 ermitteln erneut 16 afrikanische Fußballnationalmannschaften vom 11. Januar bis 1. Februar in Kapstadt, Polokwane und Mangaung (Bloemfontein) die beste unter ihnen. In Gruppe A trifft Gastgeber Südafrika auf den amtierenden Afrika-Cup-Gewinner Nigeria, Mali und Mosambik, während sich in Gruppe B Burkina Faso, Marokko, Simbabwe und Uganda gegenüberstehen.

In Gruppe C treffen Ghana, Libyen, Kongo und Äthiopien aufeinander und in Gruppe D duellieren sich die Demokratische Republik Kongo, Burundi, Gabun und Mauretanien. Die ersten Beiden einer Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale, die am 25. und 26. Januar ausgetragen werden. Die Halbfinalbegegnungen sind für den 29. Januar angesetzt und das Finale wird am 1. Februar im Green-Point-Stadion von Kapstadt stattfinden.

© Die Finalbegegnung des African Nations Championship wird im Green Point Stadium in Kapstadt ausgetragen. (Quelle: MediaClubSouthAfrica.com/ Local Organising Committee)

© Die Finalbegegnung des African Nations Championship wird im Green Point Stadium in Kapstadt ausgetragen. (Quelle: MediaClubSouthAfrica.com/ Local Organising Committee)

Ob die Bafana Bafana den Weg bis zum Finale nach Kapstadt schaffen wird, scheint indes fraglich. Als zu unruhig präsentiert sich gegenwärtig die Lage innerhalb des südafrikanischen Fußballverbandes SAFA und der Nationalmannschaft. Coach Gordon Igesund, der die Nationalmannschaft seit Juni 2012 betreut, steht seit dem unglücklichen Aus beim Afrika-Cup gegen Mali im vergangenen Jahr und der verpassten WM-Qualifikation für Brasilien in diesem Jahr kontinuierlich in der Kritik.

Nur der Überraschungserfolg gegen den amtierenden Weltmeister aus Spanien im November 2013 glätteten vorerst die Wogen seiner Kritiker. Bei einem frühen Ausscheiden jedoch, wird Igesund vermutlich nur noch ein Trainer auf Abruf sein und durch einen neuen Trainer ersetzt werden, was der Entwicklung der Bafana Bafana nicht förderlich sein wird. Allein seit 1992 verschliss die Nationalmannschaft 16 verschiedene Trainer.

Neben der Kritik an Coach Gordon Igesund steht auch die Turniervorbereitung unter schlechten Vorzeichen. Während andere Konkurrenten die letzten Tage vor dem Beginn nutzten, um ihre Mannschaften in Testspielen auf den Ernstfall vorzubereiten, trainierte der vollständige Kader der Bafana Bafana erstmals am Montag dieser Woche gemeinsam miteinander.

Vorausgegangen war ein wochenlanger Streit zwischen der SAFA und Vertretern des amtierenden Meisters Kaizer Chiefs, die sich weigerten bis zu sechs Spieler für das Turnier abzustellen. Die Kaizer Chiefs verwiesen darauf, dass sie sich während des Turniers auf die Qualifikation zur afrikanischen Champions League vorzubereiten haben und ebenso wie Ligakonkurrent Orlando Pirates zusätzlich in der Premier Soccer League (PSL) gefordert sein.

Offizielles Promovideo zum African Nations Championship 2014

Eine zusätzliche Belastung für Spieler und Vereine, die durch die schlecht terminierten Spieltage der PSL und der fehlenden Abstimmung mit der SAFA vermeidbar gewesen wäre. Letztendlich willigten die Kaizer Chiefs dennoch ein, auf vier ihrer wichtigsten und bekanntesten Spieler wie Itumeleng Khune, Bernard Parker und Siphiwe Tshabalala verzichten, sodass die Chancen der südafrikanischen Mannschaft gestiegen sein dürften, sich in der schweren Vorrundengruppe durchsetzen. Mit viel Glück und dem Heimvorteil in den K.-O.-Spielen könnte am Ende sogar das Erreichen des Finales möglich sein.

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