African Nations Championship 2014 – 1. Spieltag

Südafrika siegt mit einem 3:1 gegen Mosambik. Bernard Parker schoss Bafana Bafana an Tabellenspitze

(Autor: Johannes Woywodt)

Manchmal sind es nur Bruchteile von Sekunden, die den Fußball attraktiv und unberechenbar machen. Die die Zuschauer in Ekstase versetzen. Ein überraschender Pass mit der Hacke, ein verschossener Elfmeter, ein blitzschneller Reflex oder nur ein Moment des Sehens. Ähnlich dürfte es dem südafrikanischen Fußballprofi Hlompho Kekana beim Eröffnungsspiel der diesjährigen African Nations Championship in Kapstadt ergangen sein.

© Der beim südafrikanischen Erstligisten Kaizer Chiefs unter Vertrag stehende Bernard Parker schoss zwei der drei Tore gegen die Auswahl von Mosambik. Bafana Bafana führt somit gegenwärtig die Gruppe A des African Nations Championships 2014 an.

© Der beim südafrikanischen Erstligisten Kaizer Chiefs unter Vertrag stehende Bernard Parker schoss zwei der drei Tore gegen die Auswahl von Mosambik. Bafana Bafana führt somit gegenwärtig die Gruppe A des African Nations Championships 2014 an.

56 Minuten waren vergangenen, als der defensive Mittelfeldspieler der Mamelodi Sundowns den Ball in der gegnerischen Hälfte zugespielt bekam, allein mit dem Ball loslief, nach vorn schaute und aus 30 Metern Entfernung das gelblich runde Leder in das Tor schoss. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die 26.000 Zuschauer ein munteres Spiel gesehen, das zunächst sämtliche Kritiker der Bafana Bafana und ihrer chaotischen Vorbereitung zu bestätigen schien.

Bereits in der 10. Spielminute brachte Diogo Alberto die mosambikanische Elf mit einem abgefälschten, aber dennoch haltbaren Schuss aus 20 Metern in Führung. Der sonst so sicher spielende Torwart Itumeleng Khune, der unter Beobachtung des VfB Stuttgart steht, machte dabei eine unglückliche Figur, als er auf dem Rasen ausrutschte und den Ball passieren ließ.

Erst nach diesem frühen Rückstand erwachte die südafrikanische Mannschaft allmählich und erspielte sich zusehends mehr Ballbesitz. Dennoch hielten die „Mambas“ dem zunehmenden Druck stand und vereitelten mögliche Großchancen. Bis auf einen Kopfball von Sibusiso Vilakazi, den Torhüter Soares parierte, blieben gefährliche Chancen rar.

Erst nach einem Foulspiel an Vilakazi im Strafraum, bat sich die Möglichkeit zum Ausgleich. Bernard Parker traf zum 1:1 noch vor der Halbzeit. In der zweiten Halbzeit erhöhten die Jungs von Gordon Igesund den Druck und kamen folgerichtig zu weiteren Chancen, die noch ungenutzt blieben. Bis Hlompho Kekana kam und das vorentscheidende 2:1 schoss, während Bernard Parker in der 81. Minute auf 3:1 erhöhte und das Spiel endgültig zu Gunsten der Südafrikaner entschied.

Entsprechend erleichtert zeigten sich Trainer sowie Spieler nach dem erfolgreichen Start. Besonders erfreut zeigte sich Nationalcoach Igesund über die guten Auftritte der fünf Debütanten im gelben Dress. Allerdings betonte Igesund ebenso, dass in den nächsten beiden Spielen gegen Mali und Nigeria, mit der gleichen Intensität wie in der zweiten Halbzeit, nachgelegt werden müsse, um den guten Start nicht zu verspielen.

Möglichkeit hierfür bietet sich am Mittwoch, den 15. Januar gegen Mali, die den amtierenden Afrikameister Nigeria mit 2:1 besiegten. Während in diesem Spiel schon eine Vorentscheidung um den Gruppensieg fallen könnte, sind sowohl die Nigerianer als auch die Mosambikaner im zweiten Spiel gezwungen nicht zu verlieren, um ihre Chancen auf das Weiterkommen zu wahren.

Ähnlich unter Druck steht der Vorjahresfinalist des Africa-Cups aus Burkina Faso. Die „Hengste“ verloren ihr Auftaktspiel in Gruppe B überraschend gegen Uganda mit 1:2, während sich Simbabwe und Marokko torlos trennten. In Gruppe C reichte Deutschlands WM-Vorrundengegner Ghana ein einziges Tor um den Kongo zu besiegen. Die in der WM-Qualifikation noch so starken Äthiopier verloren indes ihr erstes Spiel mit 0:2 gegen ein mutig spielendes, junges Team aus Libyen. Komplettiert wird der erste Spieltag mit den Begegnungen der Demokratischen Republik Kongo gegen Mauretanien und Gabun gegen Burundi in Polokwane.

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