African Nations Championship 2014 – Halbfinale

Ghana und Libyen treten im Finale gegeneinander an. Nervenkitzel und Spannung sind vorprogrammiert

(Autor: Johannes Woywodt)

Der Elfmeter ist die vermeintlich einfachste Möglichkeit ein Tor zu schießen. Es ist einklassisches Duell zwischen zwei Kontrahenten. Torhüter und Schützen. Der Torwart kann nur gewinnen, der Spieler nur verlieren. Verschießt er, hat der Spieler sein Team um eine große Chance gebracht. Hält der Torwart den Ball wird er zum Helden. Kein Wunder, dass dieser doch so scheinbar leicht aussehende Vorgang zur Belastung werden kann.

© Die Finalisten der African Nations Championship stehen fest. Am 1. Februar treten die Nationalmannschaften von Ghana und Libyen in Kapstadt gegeneinander an. Es wird spannend. (Quelle: flickr/ topshare)

© Die Finalisten der African Nations Championship stehen fest. Am 1. Februar treten die Nationalmannschaften von Ghana und Libyen in Kapstadt gegeneinander an. Es wird spannend. (Quelle: flickr/ topshare)

7,42 Meter Breite und 2,44 Meter Höhe schrumpfen zusammen. Besonders extrem wird dieser Nervenkitzel beim Elfmeterschießen. Ein reines Glückspiel. Spannung pur mit ständig wechselnden Gefühlsschwankungen. Gleich zweimal kamen die Zuschauer in den Genuss dieser Extreme bei den Halbfinalpartien der African Nations Championship.

Sowohl bei der Partie Libyen gegen Simbabwe als auch beim Spiel Ghanas gegen Nigeria stand es nach 90 Minuten regulärer Spielzeit sowie 30 Minuten Verlängerung torlos 0:0. Die Entscheidung musste vom Elfmeterpunkt fallen. Im ersten Semifinale setzte sich das glücklichere Team aus Libyen durch und konnte sich bei ihrem Schlussmann Mohamed Nashnush Abduala bedanken, der zwei Elfmeter parierte und den entscheidenden Schuss zum Weiterkommen verwandelte.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es in Bloemfontein nicht danach ausgesehen. Bei ständigem Regen und nassem Untergrund bestimmten 120 Minuten lang die „Krieger“ aus Simbabwe das Spielgeschehen. Trotz mehr Ballbesitz und besseren Torchancen durch Simba Sithole und Ali Sadiki gelang es den Simbabwern  nicht, dass entscheidende Tor zu schießen. Die an diesem Abend bessere, aber unglücklichere Mannschaft aus Simbabwe trifft nun im Spiel um Platz 3 auf den amtierenden Afrika-Cup-Sieger aus Nigeria.

Die „Super Eagles“ verloren ihr Halbfinalspiel ebenfalls im Elfmeterschießen mit 1:4 gegen die „Black Stars“. Die Nigerianer verpassten es in der regulären Spielzeit aufgrund ihrer schlechten Chancenverwertung den Finaleinzug perfekt zu machen, obwohl Ghana ab der 64. Minute nur noch mit zehn Mann spielte. Im Finale von Kapstadt am 1. Februar kommt es zu einer Wiederauflage des Afrika-Cup-Finales von 1982 zwischen den favorisierten Ghanaern und Libyern.

Vor 32 Jahren setzten sich die Westafrikaner mit 7:6 nach Elfmeterschießen durch. Vielleicht wird auch der diesjährige Sieger erst im Elfmeterschießen entschieden. Nervenkitzel und Spannung sind auf jeden Fall vorprogrammiert.

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