Neuer Korruptionsskandal erschüttert Südafrika

Erhebliche Unregelmäßigkeiten beim staatlichen Postunternehmen SAPO. Regierung veranlasst Untersuchung 

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrika droht ein neuer Korruptionsskandal, der diesmal das Postunternehmen „South African Post Office (SAPO)“ in den Fokus nimmt. Präsident Jacob Zuma gab heute bekannt, dass die Anti-Korruptionsbehörde „Special Investigating Unit (SIU)“ den Auftrag bekommen hat, die Vorwürfe zu prüfen. Konkret geht es um schwerwiegende Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen und um das Fehlverhalten von führenden Bediensteten.

© Dem Management des staatlichen Postunternehmens SAPO wird gegenwärtig vorgeworfen, schwerwiegende Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen begangen zu haben. So sind unter anderem Rechnungen auf erfundene Postmitarbeiter ausgestellt worden. Ebenso lief die Personalauswahl dubios ab, heißt es. Das Präsidialamt hat nun eine Untersuchung in Auftrag gegeben.

© Dem Management des staatlichen Postunternehmens SAPO wird gegenwärtig vorgeworfen, schwerwiegende Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen begangen zu haben. So sind unter anderem Rechnungen auf erfundene Postmitarbeiter ausgestellt worden. Ebenso lief die Personalauswahl dubios ab, heißt es. Das Präsidialamt hat nun eine Untersuchung in Auftrag gegeben.

Der Postdienstleister mit seinen rund 17.000 Beschäftigten hat laut dem Geschäftsbericht für das Jahr 2013 erstmalig kein Gewinn verbuchen können, sondern vielmehr einen Verlust in Höhe von rund 206.000 Rand – umgerechnet ca. 13.700 Euro – niederschreiben müssen. Dieses negative Geschäftsjahr verwundert, da der Gewinn vor Steuern im Jahr 2005 noch bei 62.000 Euro und 2012 bei knapp 16.700 Euro lag.

© Auszug aus dem "SAPO-Annual Report 2013", aus welcher der Unternehmensgewinn vor Steuern hervorgeht. Demnach machte das Staatsunternehmen lediglich im vergangenen Jahr erstmalig ein Minus in Höhe von 206.000 Rand - umgerechnet rund 13.700 Euro.

© Auszug aus dem „SAPO-Annual Report 2013“, aus welcher der Unternehmensgewinn vor Steuern hervorgeht. Demnach machte das Staatsunternehmen lediglich im vergangenen Jahr erstmalig ein Minus in Höhe von 206.000 Rand – umgerechnet rund 13.700 Euro.

Das Staatsunternehmen konnte sich bislang stets selbst finanzieren. Nun allerdings fragt sich das Präsidialamt Südafrikas, wie diese negative Bilanzierung auftreten konnte. Im politischen Pretoria geht man ganz klar davon aus, dass einzelne Personen des SAPO-Managements die Finanzen veruntreut haben. Namen werden nicht genannt. Dafür jedoch weitere Details zu den Beweggründen der SIU-Untersuchung.

Der Verlust von öffentlichen Geldern, die Ausstellung von Rechnungen auf erfundene Mitarbeiter, die Unregelmäßigkeiten bei der Personalauswahl und der Abschluss von ungerechtfertigten Darlehen werden aufgeführt. Beim Staatsunternehmen SAPO laufe der Geschäftsbetrieb in vielerlei Hinsicht dubios ab. Die weiteren Entwicklungen müssen abgewartet werden.

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