„RIDE FREE“ unter die Lupe genommen

Deutschsprachiges Rockerportal zwischen Einflussnahme und Informationsvermittlung

(2010sdafrika-Redaktion)

Wer sich über die Hells Angels informiert, nach Hintergrundfakten zu einzelnen Bandidos-Anhängern erkundigt oder über aktuelle Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden gegen die Rockergruppierungen recherchiert, der stößt immer wieder auf das Rockerportal „RIDE FREE“. Doch wer steckt hinter dieser Website und welche Ziele verfolgt das erfolgreiche Online-Medium.

© Das Rockerportal "RIDE FREE" ist das erfolgreichste Rocker-Medium im deutschsprachigen Raum. Die bei den Deutschen beliebte Webseite wird allerdings von der Schweiz aus betrieben.

© Das Rockerportal „RIDE FREE“ ist das erfolgreichste Rocker-Medium im deutschsprachigen Raum. Die bei den Deutschen beliebte Webseite wird allerdings von der Schweiz aus betrieben. (Quelle: Screenshot)

„RIDE FREE“ ist der Redaktion von „SÜDAFRIKA- Land der Kontraste“ bereits mehrfach aufgefallen, nachdem dieses Medium auf eigene Beiträge zu den deutsch-südafrikanischen Hells Angels-Beziehungen aufmerksam machte. Zuletzt ist eine Presseerklärung des Hells Angels MC veröffentlicht worden, in welcher die eigenen Recherchen zum neuen Rockerbündnis zwischen den Höllenengeln und der Streetgang United Tribuns als „Lüge“ bezeichnet wurden. Und dies, obwohl nun auch die WAZ am heutigen Samstag in ihrer Online-Ausgabe über die Freundschaft zwischen beiden Gruppierungen in Oberhausen berichtete.

Manchmal sind die hinweisenden Beiträge der Kollegen von „RIDE FREE“  ziemlich zynisch, teilweise sachlich und vereinzelt sogar äußerst genervt verfasst worden. Dies liegt in erster Linie an die Zusammensetzung der Rockerredaktion und an die eigene Einstellung gegenüber Medien und Staat.

Redaktionsteam mit Testosteron-Überschuss

Im Redaktionsteam von „RIDE FREE“, ein reiner Männerklub mit reichlich Testosteron in der Luft, toben sich sieben Personen aus. Der mit Abstand eifrigste und zugleich sachlichste Redakteur nennt sich „Striker“. Kurze, präzise und auf den Punkt gebrachte Infos prägen sein Talent als Nachrichtenredakteur. Anders sieht es bei „Weddel“ aus, der gerne ausholt, zynisch veranlagt ist und Freude dabei hat, Medien und Behörden zu kritisieren. Kein Wunder, da dieser Redakteur selbst der Rockerszene angehört und gute Verbindungen zu den Brüdern in den USA unterhält – wie über Dritte erfahren.

Vereinzelt tauchen auch andere Redakteure auf, die die „Szene-Namen“ Guru, Mike, Georg und Nick tragen. Diese arbeiten jedoch eher im Hintergrund und suchen die unterschiedlichsten Rockerveranstaltungen im deutschsprachigen Raum auf. Einige fingen als Praktikanten an, konnten sich allerdings nach oben arbeiten.

Wer sich vom Redaktionsteam abhebt, ist der „Evoluzzer“, der die Kolumne „Evo’s World“ betreibt. „Evo“ liebt sichtlich das Schreiben. Seine Texte sind lang und lesen sich wie ein Roman. Vielleicht will der Autor den Literaturnobelpreis gewinnen. Eine Leidenschaft für die Belletristik würde er selbst nicht mal ausschließen können. Auch bei den Rockerfreunden mögen Literatur-Liebhaber wie Evo noch auf ihre Entdeckung warten.

Herausgeber in der Schweiz registriert

„RIDE FREE“ ist im Jahr 1999 entstanden und wird seit 2012 durch die schweizerische Adrenalin Media GmbH herausgegeben. Die Geschäftsleitung übt Michael Frank aus, der im hessischen Oestrich-Winkel im Rheingau und in München den Studiengang BWL studierte. Frank sammelte seine erste Berufserfahrung in Frankreich und kehrte in den 90er Jahren zurück nach Deutschland.

Heute ist er hauptberuflich beschäftigt bei Hewlett Packard in Deutschland und betreibt nebenbei Adrenalin Media in Gersau sowie das auf PC-Fragen spezialisierte „Frank-IT-Consulting“ in Haibach. Es ist auszugehen, dass die Inhalte von „RIDE FREE“ grundsätzlich durch die Redaktion selbst bestimmt werden, aber operative Belange durch Michael Frank vorgegeben werden.

„RIDE FREE“ ein Organ der Hells Angels?

In der Vergangenheit spekulierten einige deutsche Journalisten, dass das beliebte Rockerportal von den Hells Angels betrieben werde. Allerdings konnten zu keinem Zeitpunkt stichhaltige Beweise für diese These vorgelegt werden. Vielmehr kann man festhalten, dass „RIDE FREE“ sich als Sprachrohr der Rockerszene versteht und den Staat sowie die Medien wiederholt scharf kritisiert.

„RIDE FREE“ ist es gelungen, sich als das wichtigste Medium der Rocker im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Ankündigungen der verschiedenen Rockerklubs, wie im aktuellen Fall zum Dementi des Rockerbündnisses mit der Streetgang United Tribuns, werden auf ihrer Webseite exklusiv veröffentlicht. Der Einfluss dieses Rockerportals dürfte immens sein, zumal die Entwicklungen der Rockerszene im Ausland ebenfalls redaktionell aufbereitet werden. Die fortwährende Bündelung von nationalen und internationalen Informationen zum Rockermilieu ermöglichte den stetigen Ausbau der Popularität von „RIDE FREE“, verbunden mit einem benutzerfreundlichen Layout. Erfolgreich sind die Jungs von „RIDE FREE“ allemal.

8 Antworten zu “„RIDE FREE“ unter die Lupe genommen

  1. jetzt nehmen sich die Portale schon gegenseitig auseinander! Jeder der ein bischen nachdenkt weiß was stimmt und was nicht aber eins muß man dem Afrika Portal zugestehen sie haben schon gute Quellen

  2. Liebe Kollegen
    nur ein bisschen in Xing rumstöbern ist wohl noch nicht recherchiert. Ich arbeite weder hauptberuflich für HP, noch hab ich in Frankreich gelebt und gearbeitet. Und der Kollege Frank in Haibach hat mit der ganzen Sache überhaupt nichts zu tun.
    Hat das Telefon Budget nicht für einen Anruf in der Schweiz gereicht ? Da hätte es eventuell ja Informationen aus erster Hand gegeben.
    Abgesehen davon ist es in der qualifizierten Presse üblich Namen nicht vollständig aus zuschreiben, wieso könnt Ihr in der verfügbaren Fachliteratur zum Thema Journalismus nachlesen.
    Nachdem es aber bekanntlich keine schlechte Presse gibt, vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
    Mike

  3. Schöner Bericht 🙂 Tolle News!!!
    Aber wir warten alle immer noch auf die Detail Infos zu den 81er & United Tribuns. Ihr habt ja behauptet die 81er lügen. Wir warten, wo sind den die Fakten, Fakten und noch mal Fakten dazu, ihr Rocker Insider aus Süd Afrika 🙂

    Mal eine Frage, hat einer von euch schon mal im echten Leben eine Rocker Party besucht? Habt ihr schon mal 2000 KM und mehr am Stück mit dem Bike gefahren. Bestimmt nicht, kommt mal vorbei und macht euch selber ein Bild von uns, dann braucht ihr auch nicht mehr so viel im Internet rumsuchen.

    Sniper 1%er

    • Hallo Kollege Sniper, danke für dein Kommentar! Die Details kommen. Wir prüfen zurzeit noch presserechtliche Bestimmungen, inwieweit wir was veröffentlichen dürfen. Das Angebot zwecks Besuch von RIDE FREE nehmen wir gerne an. Unsere Redaktionsmitglieder in Deutschland werden eure Redaktion früher oder später gerne besuchen (;

      • Tach auch, ich gehöre nicht zur RideFree, meine Aussage betraf die Deutsche Rocker & Biker Szene. Dabei ist es egal ob großer oder kleiner MC. Fahrt auf die Party’s und macht euch dort ein Bild und sprecht mit echten Rockern. Dann lernt ihr uns mal in echt kennen und hört auch mal die andere Seite der Medaille. Die Infos aus dem Netz, von unseren so beliebten Behörden & Szene Insider sind oft mehr als Einseitig & falsch. Wir haben nur ein paar Möglichkeiten uns zu wehren, dazu gehört nun mal Ride Free & die Bikers News. Weil wenn über euch so viele Horror Meldungen kommen würden, dann würdet ihr auch die Möglichkeit nach Pressealternativen suchen. Wir haben in Deutschland schon genug Blut & Spiele Presse, da brauch keiner noch eine Mini Bild aus Süd Afrika. Also kommt nach Good Old Germany und macht euch selber ein echtes Bild.

        Snipper 1%er

      • Danke für die Klarstellung, Sniper! Dürfen wir fragen, welchem MC du angehörst? In Südafrika gibt es so gut wie keine (negative) Berichterstattung über die Rocker, obwohl der Redaktion Kokaingeschäfte innerhalb eines bestimmten Klubs bekannt sind. Zumindest in diesem Fall müsste die Presse am Kap hierüber kritisch berichten.

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