In tiefer Trauer um Eric Singh

Südafrikanische Persönlichkeit in Deutschland stirbt im Alter von 81 Jahren nach langer Krankheit

(Autor: Ghassan Abid)

Mit großer Bestürzung ist die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ darüber informiert worden, dass der in Berlin lebende Südafrikaner Eric Singh im Alter von 81 Jahren gestorben ist. Nach langer Krankheit hat sich der einstige ANC-Vertreter in Ost-Berlin am heutigen Dienstagmorgen vom irdischen Leben verabschiedet, heißt es aus seinem Freundeskreis. Die südafrikanische Gemeinde in Deutschland verliert mit Singh einen bedeutenden Zeitgenossen, der sich für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden einsetzte.

© Am heutigen Dienstagmorgen starb der Südafrikaner Eric Singh nach langer Krankheit in Berlin. Singh war einst für die Aktivitäten des ANC in der DDR zuständig. In der südafrikanischen Gemeinde in Deutschland gilt er als respektierte und bekannte Persönlichkeit. Die Redaktion trauert um einen Mann, der für gewichtige Ideale eintrat. (Quelle: Karin Singh)

© Am heutigen Dienstagmorgen starb der Südafrikaner Eric Singh nach langer Krankheit in Berlin. Singh war einst für die Aktivitäten des ANC in der DDR zuständig. In der südafrikanischen Gemeinde in Deutschland gilt er als respektierte und bekannte Persönlichkeit. Die Redaktion trauert um einen Mann, der für gewichtige Ideale eintrat. (Quelle: Karin Singh)

Eric Singh ist in Durban aufgewachsen, in den 1960er Jahren verhaftet worden und 1965 ins Exil geflohen. Ihm wurde vom Afrikanischen Nationalkongress (ANC) ein Aufenthalt in London oder in der DDR angeboten. Schließlich fand sich der junge Mann in Bernau wieder und studierte Gewerkschaftsrecht. 1968 erhielt er dann den Auftrag, die Zeitschrift „Sechaba“ im Hinblick auf den Vertrieb zu betreuen.

Sechaba hat einen Bann gebrochen“, untermauerte Singh den hohen Stellenwert dieses Printmediums auf einer Veranstaltung des August-Bebel-Instituts am 14. Juni 2012 in Berlin. Denn das Monopol von Informationen begründete den Erfolg einer gesamten Propagandamaschinerie des Apartheidsregime. Neuigkeiten, Hintergründe und Veranstaltungstipps verschafften „Sechaba“ ein internationales Echo.

Ferner war Singh auch in den Betrieben und Schulen der DDR präsent, um die Bevölkerung über die Verhältnisse am Kap aufzuklären. „Überall in der DDR“ hat er politische Bildungsarbeit betrieben, um die Ungerechtigkeiten der Apartheid anzuprangern. Doch der Widerstandskampf in Befreiungsbewegungen ist nicht zu unterschätzen. Singh untermauerte , dass in solchen Konstellationen „kein Platz für eigene Träume, sondern die Disziplin für die Gemeinschaft“ entscheidend ist. Denn ursprünglich wollte er Drucker werden.

Nun starb Eric Singh kurz vor einer geplanten Reise nach Südafrika, um die letzten Tage seines Lebens bei seiner Familie am Kap verbringen zu können. Die Redaktion trauert um einen Mann, der für gewichtige Ideale eintrat und die Konsequenzen in Kauf nahm. Die in Berlin lebende südafrikanische Journalistin Anli Serfontein wird einen Nachruf zum Leben und Wirken Singhs verfassen, der auf diesem Medium seine Veröffentlichung findet.

Eric, wir werden dich sehr vermissen…

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