Rocker planen Namibia-Expansion

Exklusiv: Hells Angels MC und Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika immer mächtiger

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Hells Angels MC in Südafrika ist so stark aufgestellt wie noch nie zuvor. Während in Deutschland die ersten Charters des Rockerklubs bereits schließen mussten bzw. verboten wurden, wachsen die Rocker am Kap unvermindert fort und nehmen, wie exklusiv erfahren, nun auch das Nachbarland Namibia ins Visier. Denn dort soll demnächst das erste Hells Angels Charter im Land überhaupt entstehen. Erschreckender ist die Tatsache, dass diese Entwicklung  weder den Staat noch die Presse im südlichen Afrika interessiert.

© Der Hells Angels MC und dessen Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika zunehmend mächtiger und sind bald womöglich unkontrollierbar. Nun planen die Höllenengel die Expansion nach Namibia, wie die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" von einem Insider exklusiv erfahren hat. (Quelle: flickr/ Daniel Hartwig)

© Der Hells Angels MC und dessen Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika zunehmend mächtiger und sind bald womöglich unkontrollierbar. Nun planen die Höllenengel die Expansion nach Namibia, wie die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ von einem Insider exklusiv erfahren hat. (Quelle: flickr/ Daniel Hartwig)

Die Höllenengel können in Südafrika ungestört ihren Geschäften nachgehen. Weder die Medien noch die Behörden sind sich den Gefahren der Hells Angels bewusst. Ebenfalls zeigt sich die Öffentlichkeit, speziell die der Touristenmetropole Kapstadt, gegenüber den Hells Angels aufgeschlossen. Informationen zu den Rockern erhält man am Kap so gut wie kaum. Vielmehr sind die Erkenntnisse hauptsächlich aus der Szene selbst zu beziehen. Ein Insider aus dem Umfeld des Hells Angels MC South Africa versorgt die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ regelmäßig mit aktuellen Berichten.

Demnach wachsen die Höllenengel unvermindert fort. Bisher unterhalten die Biker die sechs Charters Johannesburg, West Rand, Durban, Kapstadt, Nomads und Witbank. Der Klub Farside ist bereits geschlossen worden. Dafür steht nun die Planung eines Hells Angels Charters in Swakopmund an, der ersten Niederlassung im Nachbarland Namibia überhaupt. Die US-amerikanischen und südafrikanischen Brüder sind beim Aufbau eingebunden, heißt es vom Insider.

Hells Angels Charters in Südafrika mit Gründungsjahr:

– Johannesburg (Provinz: Gauteng), 1993

– West Rand (Provinz: Gauteng), 1994

– Durban (Provinz: KwaZulu-Natal), 1997

– Kapstadt (Provinz: Western Cape), 1998

– Nomads (Provinz: Gauteng), 2005

– Farside, 2011 (geschlossen)

– Witbank (Provinz: Mpumalanga), 2013

– Swakopmund (Provinz: Erongo/ Namibia), geplant

Der Szenekenner informiert ebenfalls, dass den Red Devils in diesem Kontext eine große Bedeutung zukomme. Denn als Supporter-Club agieren die Unterstützer im Interesse der Hells Angels. Der Red Devils MC ist ein eigenständiger Rockerklub, der dafür bekannt ist, die „Drecksarbeit“ der Hells Angels zu übernehmen. Zusätzlich pflegen die „Roten Teufel“ Südafrikas die Beziehungen zu lokalen Rockerklubs wie dem Exodus M.C.C. oder Steel MC. Bereits hunderte Personen gehören den Red Devils an. Ihre Zahl steigt kontinuierlich an.

In Deutschland werfen die Behörden dieser kriminellen Vereinigung vor, im Drogen- und Rotlichtmilieu tätig zu sein und mit Waffen und Menschen zu handeln. Sie werden ganz klar als „kriminell“ eingestuft und von den Strafverfolgungsbehörden beobachtet. Aktuell unterhalten die Red Devils sieben Charters in Südafrika.

© Der Supporter-Club Red Devils übernimmt für die Hells Angels die "Drecksarbeit". Deutsche Ermittler sind sich sicher, dass diese kriminelle Vereinigung im Bereich der Drogen- und Rotlichtkriminalität tätig ist und zudem mit Waffen und Menschen handelt. In Südafrika kommt die Besonderheit hinzu, dass die "Roten Teufel" den Kontakt zu lokalen Rockerklubs pflegen. (Quelle: Privat)

© Der Supporter-Club Red Devils übernimmt für die Hells Angels die „Drecksarbeit“. Deutsche Ermittler sind sich sicher, dass diese kriminelle Vereinigung im Bereich der Drogen- und Rotlichtkriminalität tätig ist und zudem mit Waffen und Menschen handelt. In Südafrika kommt die Besonderheit hinzu, dass die „Roten Teufel“ den Kontakt zu lokalen Rockerklubs pflegen. (Quelle: Privat)

Red Devils Charters in Südafrika:

– East Rand (Provinz: Gauteng)

– West Rand (Provinz: Gauteng)

– Port Elizabeth (Provinz: Eastern Cape)

– Lydenburg (Provinz: Mpumalanga)

– Vaal Triangle (Provinz: Gauteng)

 -Witbank (Provinz: Mpumalanga)

– Durban (Provinz: KwaZulu-Natal)

Es fällt auf, dass die Hells Angels und Red Devils vor allem im Gebiet der Johannesburger Wirtschaftsmetropole aktiv sind. Die unten abgebildete Grafik verdeutlicht die räumliche Konzentration auf die wirtschaftsstarke Gauteng-Region. In Kapstadt, Port Elizabeth und Durban sind einzelne Charters lokalisiert, die jedoch gegenüber den Gauteng-Klubs als abgeschottet gelten. Mit weiteren Klubgründungen muss gerechnet werden, da Südafrika vor allem auf ausländische und deutsche Rocker eine große Anziehung ausübt.

    © Gegenwärtig unterhalten die Hells Angels sechs Charters in Südafrika. Der Aufbau eines Klubs in Namibia wird zurzeit geplant. Die Red Devils hingegen sind an sieben Standorten präsent. (Quelle: Eigene Grafik mit Kartenmaterial von Google Maps)

© Gegenwärtig unterhalten die Hells Angels sechs Charters in Südafrika. Der Aufbau eines Klubs in Namibia wird zurzeit geplant. Die Red Devils hingegen sind an sieben Standorten präsent. (Quelle: Eigene Grafik mit Kartenmaterial von Google Maps)

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  14. Namibia hab gehoert da sind schon Outlaws Supporter,dann gibts ja mal wieder was fuer 81 auf die Muetze,es sei denn sie benehmen sich,ein koppschuss kost paar Euro dort.

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  16. Ja es gibt noch Länder wo die Politik & Behörden nicht so bescheuert und paranoia haben wie in Deutschland, teilweise Skandinavien & den USA. Es gibt wirklich andere Probleme in Afrika als so ein paar Hells Angels usw.
    Aber ihr habt wohl sonst keine Themen. Ach ja in der Ukranie sterben gerade viele Menschen durch die Hand von Polizei und Geheimdienst. Bericht da mal von, das lohnt sich mehr. So viele Menschen kann kann kein Rocker Club der Welt umbringen, wie Polizei und das Militär es vor machen. Die wirkliche Gefahr sind Politiker sowie die Banken. Das will aber keiner sehen.

  17. Genau, niemand interessierts, da nützt auch Eure ständige Hetze nix

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