Südafrikas meist beschützter Bürgermeister

27 Bodyguards bewachen Bürgermeister Tlhalefi Mashamaite, finanziert aus Steuergeldern

(2010sdafrika-Redaktion)

© Der ANC-Politiker Tlhalefi Mashamaite ist amtierender Bürgermeister der Mogalakwena-Gemeinde. Er folgte seiner Vorgängerin Esther Mothibi, die öffentliche Gelder für private Zwecke missbraucht hatte. Doch steht Mashamaite nun ebenfalls in der Kritik, Steuergelder aus dem Fenster zu schmeißen. Er engagierte 27 Bodyguards zu seinem Schutz.

© Der ANC-Politiker Tlhalefi Mashamaite ist amtierender Bürgermeister der Mogalakwena-Gemeinde. Er folgte seiner Vorgängerin Esther Mothibi, die öffentliche Gelder für private Zwecke missbraucht hatte. Doch steht Mashamaite nun ebenfalls in der Kritik, Steuergelder aus dem Fenster zu schmeißen. Er engagierte 27 Bodyguards zu seinem Schutz.

Der SPD-Politiker Gerhard Schröder hatte während seiner Amtszeit als Bundeskanzler im Schnitt 15 Leibwächter, maximal jedoch bis zu 20 Bodyguards an seiner Seite. Die Anzahl der einzusetzenden Beamten richtet sich nach dem Gefährdungspotential, um einen „sicheren Raum“ zu schaffen. Das Bundeskriminalamt stellt mit den sogenannten Sicherungsgruppen (SG) unter anderem den Schutz von Regierungsmitgliedern sicher. Doch ein südafrikanischer Bürgermeister lehrt nun die Öffentlichkeit, dass die Anzahl seines Personenschutzes die des deutschen Kanzlers weit übertrifft.

Tlhalefi Mashamaite wurde nach dem Rücktritt seiner Vorgängerin Esther Mothibi in das Amt des Bürgermeisters der Mogalakwena-Gemeinde gewählt. Mothibi konnte nicht mehr bestreiten, dass sie öffentliche Gelder zweckentfremdet hatte. Der ANC-Politiker Mashamaite sollte alles besser machen, doch steht nun selbst in der Kritik, Steuergelder aus dem Fenster zu schmeißen.

Der Bürgermeister hat bis zu 27 Bodyguards eingestellt, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Welche konkrete Gefährdung vorliegt, weiß aber niemand so genau. Einige der privaten Sicherheitskräfte sind voll ausgestattet, mit Schusswesten und automatischen Schusswaffen. Sie bewachen unter anderem das Rathaus, meldet eine Lokaljournalistin. Doch obwohl diese Geschichte an Absurdität nicht zu übertreffen ist, verschärft sich der Grad der Steuerverschwendung weiter.

Denn William Kekana, ein führender Kommunalbeschäftigter aus Mogalakwena, fühlt sich durch die 27 Bodyguards des Bürgermeisters bedroht und beschließt, sich ebenfalls zwei Personenschützer zuzulegen. Finanziert werden die beiden Männer, wie zu erwarten, erneut aus der Staatskasse. In der Provinz Limpopo – vor Ort bekannt für ausufernde Korruption, Vetternwirtschaft und Veruntreuung öffentlicher Gelder – herrschen andere Maßstäbe bei der Übernahme von Verantwortung.

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