Uli Hoeneß zu 3,6 Jahren Haft verurteilt

Nach Verurteilung des Präsidenten des FC Bayern München droht die Schadenfreude in Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

 ### UPDATE vom 14.03.2014: Hoeneß verzichtet auf die Revision. ###

Das Strafverfahren gegen den Noch-Präsidenten des FC Bayern München wurde im Schnelltempo verhandelt. Im Ergebnis muss Uli Hoeneß, so entschied heute das Landgericht München II, wegen des besonders schweren Falls von Steuerhinterziehung für 3,6 Jahre in den Knast. Insgesamt 27,2 Millionen Euro sind vor dem deutschen Fiskus in der Schweiz hinterzogen worden. Die Selbstanzeige und das Geständis der Fußballikone blieben wirkungslos. Unterdessen dürfte in Südafrika das Urteil auf Schadenfreude stoßen.

© Das heutige Urteil gegen den Präsidenten des FC Bayern München dürfte vor allem in Südafrika zur Schadenfreude führen. Denn Uli Hoeneß machte sich vor vier Jahren mit seinen Aussagen zum WM 2010-Austragungsland keine Freunde am Kap. (Quelle: flickr/ Radio Arabella)

© Das heutige Urteil gegen den Präsidenten des FC Bayern München dürfte vor allem in Südafrika zur Schadenfreude führen. Denn Uli Hoeneß machte sich vor vier Jahren mit seinen Aussagen zum WM 2010-Austragungsland keine Freunde am Kap. (Quelle: flickr/ Radio Arabella)

Die Fans des FC Bayern München werden ihrem Präsidenten weitgehend die Treue halten. Dafür distanzieren sich, davon ist nun fest auszugehen, der Bundesliga-Profiverein und die Sponsoren vom Klubpräsidenten. Das Verteidigerteam des Verurteilten hat bereits angekündigt, innerhalb der Frist von einer Woche vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe in Revision zu gehen.

In Südafrika dürften führende Sportfunktionäre und Politiker das Strafverfahren in München mit großem Interesse mitverfolgt haben, nachdem Uli Hoeneß sich vor vier Jahren keine Freunde am Kap machte. Denn der mittlerweile 62-jährige Unternehmer bezeichnete die WM 2010-Austragung in Südafrika als „eine der größten Fehlentscheidungen“ der FIFA.

Er selbst würde nicht nach Südafrika reisen; bedingt durch die mangelnde Sicherheitslage. „Ich fahre da nicht hin“, bekräftigte er seinen Standpunkt. Der damalige deutsche Botschafter im WM-Land, Dieter Haller, musste sogar einschreiten und kritisierte den FC Bayern-Präsidenten scharf – ähnlich wie Franz Beckenbauer und andere Persönlichkeiten.

Die südafrikanische Öffentlichkeit reagierte damals überaus verärgert über die Haltung von Uli Hoeneß. Nun dürfte das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, bei führenden Sportfunktionären und Politikern im südlichen Afrika zur Schadenfreude führen. Die Entwicklungen um den Fall Hoeneß werden sich von München nach Karlsruhe verlagern. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s