Torontos Bürgermeister sorgte für Eklat

Rob Ford votierte gegen die Benennung einer Straße zu Ehren von Nelson Mandela

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Skandal-Bürgermeister aus dem kanadischen Toronto, Rob Ford, sorgte kürzlich erneut für einen Eklat. Diesmal geht es nicht um seinen Crack- bzw. exzessiven Alkoholkonsum, seine verbalen Entgleisungen oder sexistischen Positionen, sondern um eine kommunalpolitische Entscheidung mit hoher symbolischer Tragweite. Ford votierte im Stadtparlament von Toronto als Einziger gegen die Benennung einer Straße zu Ehren von Nelson Mandela.

West Annex News

© Der Skandal-Bürgermeister aus dem kanadischen Toronto, Rob Ford, sorgte für einen Eklat. Er stimmte als einziger Stadtverordneter gegen die Benennung einer Straße zu Ehren von Nelson Mandela. (Quelle: flickr/ West Annex News)

Die Mitglieder des Toronto City Councils zeigten sich entsetzt, als der längst in Verruf geratene Bürgermeister bei einer Abstimmung als einziger Stadtverordneter gegen die Benennung votierte. Ein Raunen ging durch den Saal. Einige Volksvertreter zeigten sich entsetzt und beschämt, heißt es in lokalen Presseberichten.

Im Nachgang bat Ford um eine erneute Abstimmung, um diesmal für die Benennung stimmen zu können. Er habe seinen Fehler eingesehen, zitiert ihn ein Lokalreporter. Doch das Kommunalparlament lehnte den Antrag des Bürgermeisters ab. Eine Verordnete bezeichnete das Verhalten Fords als „dumm“.

Kanadische Medien berichteten, dass Ford mehrfach bereits als einziger Verordneter gegen die verschiedensten Anträge gestimmt habe, um einfach nur gegen das Kommunalparlament einen politischen Kampf zu führen. Denn einige Volksvertreter plädierten ganz offen dafür, dass der Skandal-Bürgermeister zurücktreten solle. Ferner wurde Ford bereits weitgehend entmachtet. Stattdessen will er in diesem Jahr erneut für das Amt des Bürgermeisters kandidieren.

Bereits im Jahr 2001 sorgte der konservative Abgeordnete Rob Anders im kanadischen Parlament für einen Eklat, als er gegen die Würdigung Mandelas als kanadischer Ehrenbürger stimmte. Anders vertrat und vertritt womöglich weiterhin die Auffassung, dass die südafrikanische Ikone ein „Terrorist und Kommunist“ sei. Der amtierende Premierminister Stephen Harper gilt als enger Unterstützer des Abgeordneten und umgekehrt.

Eine Antwort zu “Torontos Bürgermeister sorgte für Eklat

  1. Die ewig Gestrigen. Ich habe noch erlebt, dass gesagt wurde, unter Hitler war alles besser. Damals, wie heute, kochen einige, die es sonst zu nichts bringen, eine braune Suppe. Es ist einfach widerlich. Einige sind auch in Kanada gelandet.

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