US-Amerikanerin im afrikanischen Ballerspaß

Kendall Jones auf Abenteuerreise im südlichen Afrika: Tiere töten macht der jungen Blondine großen Spaß

(Autor: Ghassan Abid)

Von der Presse bislang weitgehend unbeachtet geblieben, befindet sich seit dem 23. Mai eine nicht einmal 20 Jahre junge, blonde und lieb aussehende Texanerin im südlichen Afrika. Nach ihrer Ankunft in Südafrika setzte sie ihre Reise nach Simbabwe fort. „I’m in AFRICA y´all“, untermauerte sie ihre Freude in den sozialen Medien. Wenig später erschienen auf ihrem Facebook- und Twitter-Account die ersten Bilder vom Aussterben bedrohter Tiere – sie waren tot.

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© Seit dem 23. Mai befindet sich die nicht einmal 20 Jahre junge Kendall Jones im südlichen Afrika, um ihrer Jagdlust nachgehen zu können. Die US-Jagdszene handelt die Texanerin bereits als Nachfolgerin von Melissa Bachman. (Quelle: Facebook)

Definitely my favorite hunt so far“, bezeichnete Jones ihre erfolgreiche Jagd eines Leoparden, den sie wie ein Kuscheltier trug und sich mit der toten Raubkatze fotografieren ließ. Auch waren mehrere Fotos zu einem getöteten Zebra, Elefanten, Löwen und einer Antilope zu sehen. Insbesondere das Gruppenbild mit simbabwischen Einheimischen, die ihre Tötung eines Elefanten bewunderten, sorgte im Netz für einen Aufschrei.

Die südafrikanische Userin Corrie S. forderte die Amerikanerin auf, den afrikanischen Kontinent unverzüglich zu verlassen. CloudWalker A. fluchte, Jones solle als Kind des Satans zur Hölle fahren. Und JJ Quentin V. wird drastischer und rief die Facebook-Gemeinschaft dazu auf, die Texanerin zu jagen. Andere Kommentatoren beleidigten die Jagdtouristin mit harten Worten oder kündigten eigene Gegenmaßnahmen an. Doch die Blondine zeigte sich von so viel Kritik unbeeindruckt. Sie werde an ihrem Sport festhalten.

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Zudem verdeutlicht ein Blick in verschiedenen US-Foren, dass die wohl jüngste Jägerin der USA bereits mit fünfzehn Jahren in Afrika unterwegs war und die Big Five – Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe – erlegte. Auch ein Nilpferd musste sein Leben lassen, damit das Mädchen ihren Spaß hatte und sie glücklich die Safari beenden konnte.

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© Wenn Kendall Jones mal nicht jagen geht, genießt sie ein klassisches Teenager-Leben. Sie wirkt lieb, nett und glücklich. (Quelle: Facebook)

Längst wird in der US-Jagdszene darüber gesprochen, dass Kendall Jones in die Fußstapfen von Melissa Bachman treten könnte, die ihrerseits im November 2013 ihren Jagdfieber in Südafrika austoben konnte. Im März 2014 berichtete die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ auch über den ehemaligen US-Polizisten Kevin Koeshall, der mit dem Jagen in Südafrika ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen konnte.

Bislang hat sich das südafrikanische Parlament nicht dazu durchgedrungen, ein Gesetz zum Verbot des Jagdtourismus zu beschließen. Auch konnten Tierschützer aus dem In- und Ausland keine Veränderung der aktuellen Situation bewirken. Immer wieder heißt es von Umweltaktivisten, dass die südafrikanische Polizei hinter den Jagdtouristen stehen würde. Tierschützer hätten mit der Justiz in einigen Fällen großen Ärger. Im März 2014 verurteilte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf Anfrage der Redaktion den Jagdtourismus in Südafrika.

Unterdessen ist eine Petition gestartet worden, die Facebook als soziales Medium dazu auffordert, dass die Bilder von erschossenen Tieren unverzüglich entfernt werden sollen. Nach Angaben der Initiatoren haben bereits mehrere User die entsprechende Seite von Kendall Jones gemeldet. Allerdings blieben  Zensur-Maßnahmen durch Facebook bisweilen aus.

9 Antworten zu “US-Amerikanerin im afrikanischen Ballerspaß

  1. Pingback: Trophäenjagd in Südafrika in der Kritik | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  2. Pingback: Brutales Video zur Trophäenjagd in Südafrika | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  3. Max Mustermann

    Ich find’s gut…

  4. Pingback: Kendall Jones entzweit Öffentlichkeit | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  5. Hinweis der Redaktion: Ihr Kommentar ist nicht freigegeben worden. Bitte keine Gewaltverherrlichung, vielen Dank.
    Die Redaktion

  6. Pingback: Kendall Jones provoziert wieder und heftiger | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  7. Michael Gaida

    Leider ist sie wieder da! Aber wir kämpfen erneut um Löschung!
    https://www.facebook.com/kendalltakeswild

  8. einfach nur schlechte Erziehung und kein Respekt vor Tieren und dem Leben an sich 👎

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