Kendall Jones entzweit Öffentlichkeit

Tierjagd-Unterstützer mobilisieren gegen Tierschützer. Emotionaler Grundsatzstreit ist entbrannt

(Autor: Ghassan Abid)

Als die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ als erste Presse im deutschsprachigen Raum und womöglich weltweit über die US-Tierjägerin Kendall Jones berichtete, war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht absehbar, dass sich diese Story zum Scoop entwickelt. Mehrere Medien aus aller Welt stürzen sich gegenwärtig auf die Blondine mit dem Instinkt zum Töten. Nun mobilisieren die Jones-Unterstützer. Tierschützer und Tierjagd-Freunde beschimpfen sich gegenseitig in den sozialen Medien. Und die US-Presse fragt, wer Recht habe. Längst ist ein emotionaler Grundsatzstreit entbrannt.

Ivan Carter

© Die provozierende US-Tierjägerin Kendall Jones ist nicht mehr allein. Die Facebook-Gemeinschaft ist mittlerweile entzweit. Viele Tierjagd-Freunde zeigen auf Facebook ihre Solidarität mit Jones. Einige große US-Medien zögern mit der Kritik. Und Ivan Carter [im Bild], ein prominenter Tierjäger aus Simbabwe, gibt der Amerikanerin die Rückendeckung. (Quelle: Facebook)

Innerhalb von nur 24 Stunden stieg die Zahl der Kendall Jones-Follower auf Facebook um 150.000 Fans. Mittlerweile haben rund 270.000 Personen ihre Jagdseite geliked – Tendenz steigend. Am 23. Juni, dem Tag der eigenen Artikelveröffentlichung, waren es noch bescheidene 11.000 Follower gewesen. Zudem ist eine Supporter-Seite für Jones gegründet worden, die weit mehr als 60.000 User mobilisieren konnte. Aus bislang unbekannten Gründen ist diese Supporter-Seite wieder deaktiviert worden.

Im Gegenzug haben mittlerweile über 200.000 Personen die Petition auf Avaaz unterstützt, die Facebook dazu auffordert, dass die Bilder getöteter und meist vom Aussterben bedrohter Tiere unverzüglich zu löschen sind. Einen rechtsverbindlichen Charakter hat die Petition allerdings nicht. Vielmehr dient sie als öffentlichkeitswirksame Maßnahme zur Positionierung eigener Forderungen. Immerhin hat es die Petition in die Berichterstattung großer Medienhäuser geschafft.

Unterdessen hat Ivan Carter, ein prominenter Tierjäger aus Simbabwe, seiner jungen US-Kollegin Jones die volle Unterstützung zugesprochen. Er befürwortet ihre Aktivitäten im Nachbarland von Südafrika, so ein Statement von ihm auf Facebook, das schon wieder aus seiner Chronik verschwunden ist. Schließlich bedankte sich Jones am 1. Juli bei ihren Unterstützern auf Facebook. Sie versicherte ihren Fans, die Jagd auch zukünftig fortsetzen zu wollen. Ihre einstige Defensivposition hat sie längst verlassen. Und auch ihr Twitter-Account ist jüngst reaktiviert worden.

Kendall Jones

© Kendall Jones wird nach der Tötung mehrerer Wildtiere in Simbabwe in Kürze in die USA zurückkehren, so eine interne Quelle gegenüber der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. Doch Jones werde früher oder später erneut in Simbabwe einreisen, versprach sie bereits auf Facebook in Richtung der Tierschützer. (Quelle: Facebook)

Noch am selben Tag suchte die 19-jährige Frau erneut die Provokation und teilte der Facebook-Community mit, dass sie ihre Zeit in Simbabwe genossen hat und jetzt schon nicht mehr abwarten kann, eines Tages erneut in das Land einzureisen. Wiederholt müssen dann vom Aussterben bedrohte Wildtiere des Spaßes wegen als Zielobjekte herhalten. Daraufhin beschimpften mehrere User die Jägerin mit harten Worten. Andere appelierten an ihre Vernunft. Wenige sprachen die politischen Entscheidungsträger an, die die sogenannte Trophäenjagd erst möglich machen.

Nach einer internen Quelle ist die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ darüber informiert worden, dass die texanische Tierjägerin in den nächsten Tagen in die USA zurückkehren wird. Ein Dokumentarfilm zu ihrer Ballerspaß-Zeit in Simbabwe soll bereits in der Vorbereitung sein und nach Fertigstellung wohl demonstrativ auf YouTube seine Veröffentlichung finden, heißt es von der Quelle weiter. Zudem soll Kendall Jones bestrebt sein, die Tierschützer so stark wie möglich zu provozieren, um im medialen Rampenlicht die notwendige Aufmerksamkeit um ihre Person zu erhalten. Dies ist ihr auf jeden Fall gelungen.

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  1. Pingback: Mit dem Maschinengewehr auf Tierjagd gehen | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

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