Mit dem Maschinengewehr auf Tierjagd gehen

„Texas-Style“ erfährt seit Kurzem eine große Beliebtheit in Südafrika: Einen Krieg gegen die Natur führen

(2010sdafrika-Redaktion)

Der neueste Trend in der Jagdszene im südlichen Afrika dürfte Außenstehende erschrecken. Nach einem Tierjäger-Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden möchte, erfährt der Texas-Style eine große Beliebtheit. Demnach werden die Tierjäger in Südafrika mit vollautomatischen Handfeuerwaffen ausgestattet; sie tragen Militäruniformen und benutzen teilweise Helikopter, um die Wildtiere von der Luft aus zu töten. Darüber offiziell sprechen darf aber niemand. Man fürchte ein „Negativimage“.

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© Der Tierjagd in Südafrika wird neuerdings mit Helikoptern und Maschinengewehren geführt, berichtet ein Tierjäger-Mitarbeiter gegenüber der Redaktion von „SÜDAFRIKA- Land der Kontraste“. Zudem sei die Tötung von Giraffen aktuell sehr gefragt. Offen darüber reden darf allerdings niemand. (Quelle: Privat)

Der Tierjäger-Mitarbeiter könne nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren, wie die Safari-Tiere gejagt werden. Doch wenn es um das Geld geht, versuchen die Jagdunternehmen den Trophäenjagd-Touristen aus dem westlichen Ausland jeden Wunsch zu erfüllen. Verschwiegenheit sei in dieser Branche das oberste Gebot. Vereinzelt tauchen „harmlose Bilder“ getöteter Tiere im Netz auf. Die Realität sei aber brutaler, so der Mitarbeiter gegenüber der Redaktion von „SÜDAFRIKA- Land der Kontraste“.

Tatsächlich haben eigene Recherchen ergeben, dass im US-Bundesstaat Texas seit Jahren bereits die Jagd von Helikoptern aus möglich ist. Die Benutzung von Maschinengewehren sei normaler Alltag, da die Vielzahl der Wildschweine eine solche Herangehensweise notwendig mache – ist in einem internen US-Jagdforum nachzulesen. Im Rahmen der Dezimierung der Wildschweinpopulation erfahren viele US-Amerikaner ihre erste Erfahrung in der Tierjagd. Nach einer gewissen Zeit wachse das Bedürfnis, auch auf Safari-Lebewesen zu schießen.

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Sofern die neuesten Information eines südafrikanischen Tierschützers zutreffen, sind die Tierjäger im südlichen Afrika vor allem an der Tötung von Giraffen interessiert. Die bis zu 5 Meter hohen und 1.200 Kilogramm schweren Tiere entfachen aufgrund ihrer Größe ein starkes Interesse bei den Jagdtouristen, die für den Abschuss eines einzelnen Tieres bis zu 4.000 US-Dollar bezahlen. Im Vergleich dazu kostet die Tötung eines Elefanten um die 35.000 US-Dollar und die eines Löwen rund 22.000 US-Dollar, so ein der Redaktion vorliegendes Preisangebot.

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© Die US-Tierjägerin Kendall Jones veröffentlicht seit wenigen Tagen solche Bilder, die sie mit lebendigen Tieren zeigen. Ihre Kritiker sehen kein Verhalten von Reue, sondern vielmehr eine Imagepflege. (Quelle: Facebook)

Kürzlich sorgte der Fall von Kendall Jones international für Empörung, nachdem sie mehrere vom Aussterben bedrohte Tiere des Spaßes wegen erlegte. Mittlerweile hat Facebook auf öffentlichen Druck hin einen Großteil der Fotos gelöscht, vor allem jene mit getöteten Raubkatzen und einem Elefanten. Außerdem zeigt sich die 19-jährige Amerikanerin mit der Abbildung lebender Tiere seit einigen Tagen äußerst tierlieb – wohl aus PR-Zwecken. In naher Zukunft wird ein Dokumentarfilm veröffentlicht, der die Jagdzeit Kendalls in Simbabwe aufgreift.

Mit Maschinengewehr und Helikopter auf Tierjagd in Texas

3 Antworten zu “Mit dem Maschinengewehr auf Tierjagd gehen

  1. Es ist doch immer wieder das gleiche, gib einem Menschen eine Waffe in die Hände und er weis nichts anderes damit anzufangen als wehrlose zu jagen! Für was, nicht wegen hunger sondern nur um mit den Geschäfts kolegen anzugeben, schau mal wie mutig ich bin:-(

  2. Pingback: Brutales Video zur Trophäenjagd in Südafrika | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  3. Pingback: Die Perversion geht heimlich weiter | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

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