Der afrodeutsche Rapper und die Hells Angels

Emanuel „Manuellsen“ Twellmann und seine enge Freundschaft zum türkischen Rockerboss „Neco“

(Autor: Ghassan Abid)

– Hells Angels-Spezial –

Emanuel Twellmann ist mittlerweile 35 Jahre alt. Er gilt als sehr intelligent, durchsetzungsstark und freiheitsliebend. Als Rapper „Manuellsen“ lebt er dieses Gefühl von individueller Entfaltung aus. Allerdings ist der in Mühlheim an der Ruhr lebende Musiker bei den Recherchen der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ im Zusammenhang mit den türkischen Hells Angels aufgefallen. Denn der zum Islam konvertierte „Manuellsen“ unterhält beste Kontakte zum in Izmir lebenden Rockerboss Necati Arabaci alias „Neco“.

Manuellsen 2

© Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ konnte ermitteln, dass der afrodeutsche Rapper Emanuel Twellmann alias „Manuellsen“ enge Verbindungen zu türkischen Hells Angels pflegt. Er hat sogar einen persönlichen Kontakt zum türkischen Rockerboss Necati Arabaci alias „Neco“. (Quelle: Privat)

Am 15. Mai 2014 lud „Neco“ rund achtzig Rocker in das Charter in die Türkei ein, darunter ausschließlich Höllenengel mit türkischen Wurzeln. Deutsche wurden explizit erst gar nicht über das Rockertreffen informiert. Sie waren schlichtweg unerwünscht, verriet ein Informant exklusiv der Redaktion. Lediglich ein Rocker afrikanischen Ursprungs durfte an der geschlossenen Gesellschaft der türkischen Hells Angels teilnehmen. Nun ist bekannt geworden, dass es sich bei dieser Person um Emanuel Twellmann handelte.

Dabei verbieten die Hells Angels die Mitgliedschaft von Personen, die eine schwarze Hautfarbe haben. In Südafrika, einem Land mit einer schwarzen Mehrheitsbevölkerung, findet sich kein einziges Mitglied dieser Ethnie beim Hells Angels MC South Africa. Umso überraschender ist nun die enge Verbindung Twellmanns zu den türkischen Rockern. Auf einem vorliegenden Foto ist der Rapper mit einer Kutte zu sehen, die dem Charter „Turkey“ zuzuordnen ist. Um ihm herum rund ein Dutzend Türken, teilweise mit Hells Angels-Kutten ausgestattet.

Nach seinem Izmir-Aufenthalt hängt der Musiker in seiner Freizeit meist mit türkischen Höllenengeln bzw. Supportern ab. Es bestehen „enge Freundschaften mit Bilal“, heißt es. Bilal ist der muslimische Name des deutschen Konvertiten mit Wurzeln in Ghana. Zudem pflegt „Manuellsen“ zum Rockerboss Arabaci ein starkes Vertrauensverhältnis. Beide Männer respektieren sich und stehen im regelmäßigen Kontakt, heißt es weiter.

Manuellsen

© Rapper „Manuellsen“ ist im Bild mit Anhängern der türkischen Hells Angels vor dem ehemaligen Rocker-Café „Harlem“ in der Müllerstraße in Berlin-Wedding zu sehen. Am 24. Juni 2010 durchsuchten 140 Polizisten den Hells Angels-Club nach Waffen. Bisweilen kommt „Manuellsen“ regelmäßig nach Berlin. (Quelle: Privat)

Außerdem sprach sich der Rapper dafür aus, dass der in Untersuchungshaft sitzende Berliner Hells Angels-Boss Kadir Padir freigelassen werden sollte, so sein Statement gegenüber den Brüdern vor wenigen Monaten. Nicht zu vergessen ist die künstlerische Zusammenarbeit mit MEMO, der mit einem Support-Musikvideo zum Hells Angels MC Turkey bundesweit bekannt wurde. Ebenso sind in seiner Single Thx I get mit PA Sports [siehe unten] einige Rocker zu sehen. Es fällt hierbei auf, dass sich „Manuellsen“ den türkischen Rockern und dem Hells Angels MC verbunden fühlt, als wären sie seine Familie.

Zwischen „Manuellsen“ und den Türken besteht unumstritten ein Win-Win-Verhältnis. Die Türken haben einen prominenten Unterstützer in ihren Reihen und der Afrodeutsche erhält den Respekt, den er lange vergeblich suchte. In einem am 25. Februar 2014 auf YouTube veröffentlichen Video flippt der Rapper aus und sagt mehrfach, „Ich f**** eure Mütter, ihr Hurensöhne“. Denn immer wieder wurde der gebürtige Berliner rassistisch beschimpft. Auch sein minderjähriges Kind werde als „Nigger, Bimbo und Baumwollpflücker“ betitelt, so der Musiker in einem Interview mit Hihhop.de vom März 2014.

Weder der Pressesprecher noch das Label von Emanuel „Manuellsen“ Twellmann haben auf die Anfragen von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ reagiert. Gerne hätte die Redaktion in Erfahrung gebracht, inwieweit sich der Rapper mit den türkischen Höllenengeln verbunden fühlt und ob er sich vom Rockerklub bzw. vom türkischen Hells Angels-Boss Necati Arabaci alias „Neco“ distanzieren würde. Eine öffentliche Stellungnahme wäre angebracht.

Manuellsen ist ein erfolgreicher Rapper im deutschsprachigen Raum

6 Antworten zu “Der afrodeutsche Rapper und die Hells Angels

  1. Pingback: “Bei den Hells Angels gibt es viele Schwarze” | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  2. Pingback: Hells Angels-Rapper „Manuellsen“ vor Gericht | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  3. Pingback: Türkische Hells Angels im Musik-Clip | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  4. Pingback: Dunkelhäutige bei Hells Angels unerwünscht | SÜDAFRIKA - Land der Kontraste

  5. Viel Wind um nichts

  6. Lies mal das kommende Street Magazin, da ist ein Interview mit einem Chapter und Manuellsen soll dabei gewesen sein.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s