Die Perversion geht heimlich weiter

Trophäenjagd von Giraffen erlebt Boom in Südafrika. Tierschützer sind machtlos, da kein Artensterben droht

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ sind erneut mehrere Bilder von getöteten Giraffen zugespielt worden. Einige der Fotos beinhalten Abbildungen erschossener Lebewesen, die der Öffentlichkeit aufgrund der Brutalität nicht zuzumuten sind. Die südafrikanische Tierschutzorganisation „National Council of SPCAs (NSPCA)“ erklärt auf Anfrage, gegen den aktuellen Trend wenig machen zu können. Man gebe aber nicht auf.

Giraffe 2

© Die Jagd nach Giraffen erlebt in Südafrika einen regelrechten Boom. Die Tiere sind im Vergleich zu anderen Wildtieren relativ günstig und ein Artensterben ist gegenwärtig ausgeschlossen. Tierschützer sind machtlos. (Quelle: Privat)

Am 14. Juli ist über den sogenannten „Texas-Style“ berichtet worden, wonach US-amerikanische und europäische Tierjäger in Südafrika mit vollautomatischen Handfeuerwaffen ausgestattet werden. Sie tragen Militäruniformen und benutzen teilweise Helikopter, um die Wildtiere von der Luft aus zu jagen und zu töten. Giraffen sind besonders beliebt.

Die bis zu 5 Meter hohen und 1.200 Kilogramm schweren Tiere entfachen aufgrund ihrer Größe ein starkes Interesse bei den Jagdtouristen, die für den Abschuss eines einzelnen Tieres bis zu 4.000 US-Dollar bezahlen. Somit ist die Tötung einer einzelnen Giraffe günstiger als die eines Elefanten mit 35.000 US-Dollar oder eines Löwen mit 22.000 US-Dollar.

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© Vor allem Jagdtouristen aus den USA, den EU-Staaten und insbesondere aus Deutschland reisen nach Südafrika, um ihre Schussleidenschaft ausleben zu können. (Quelle: Privat)

Giraffe 3

© Besonderes Highlight bei der Trophäenjagd ist das Erinnerungsfoto mit dem selbst erlegten Tier. Die Tötung einer Giraffe kostet aktuell rund 4.000 US-Dollar. (Quelle: Privat)

Gegen den Boom vorgehen können die Tierschützer allerdings nicht. Denn es fehlt ihnen an Argumenten, z.B. die Gefahr des Artensterbens. NSPCA teilt mit, dass die „Giraffe keine bedrohte Art in Südafrika ist und somit keine Gefahr des Aussterbens gegeben ist“. Diese Ausgangslage ist der Jagdindustrie am Kap bewusst. Das Töten geht unvermindert weiter. Der Gesetzgeber sieht bisweilen keinen Bedarf, entsprechende Verbote zu beschließen. Denn die Trophäenjagd spült dem Staat wichtige Devisen und Steuergelder in die Kassen.

2 Antworten zu “Die Perversion geht heimlich weiter

  1. Was muß da in den Köpfen der Schützen vorgehen?
    Das Verhalten ist doch schlichtweg dumm und feige.
    Kauft euch eine Kamera und schießt Fotos von den „Big Five“ aus nächster Nähe. Dann erntet ihr Respekt. Aber so? Nichts als Verachtung!

  2. Hallo, ich bin das erste mal hier und durch meinen Blog auf ihnen gekommen.

    ich liebe Giraffen über alles! Und mir schmerzen die Bilder so richtig! Es darf doch nicht sein, dass diese Wunderschönen Tiere einfach abgeschossen werden dürfen 😦 . Um so Trauriger ist es dass dies offenbar sogar völlig Legal geschieht, und die Täter nicht einmal eine Strafe befürchten müssen 😦

    Liebe grüße Markus

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