Südafrika verliert gegen Algerien mit 1:3

Zuerst das Eigentor, dann die Niederlage und schließlich der Frust. Der Sündenbock ist gefunden

(Autor: Ghassan Abid)

Wenn es in einem Fußballspiel nicht so gut läuft, dann wird stets nach einem Sündenbock gesucht. Medien und Öffentlichkeit machen schnell einen Schuldigen aus. In den meisten Fällen ist es der Trainer. Jedoch dürfte bei der gestrigen Begegnung zwischen Südafrika und Algerien – dem zweiten Vorrundenspiel der Gruppe C des Afrika-Cups in Äquatorialguinea – der Buhmann ein Fußballspieler sein. Etwa 15.000 Zuschauer erlebten im Stadion von Mongomo die hochmotivierte Nationalelf Südafrikas, die den Wüstenfüchsen mächtig auf die Füße trat. Allerdings zertrümmerte ein Eigentor den Traum Bafana Bafanas, mit einem Sieg in den Wettbewerb zu starten.

Kevin Douglas Grant

© Südafrika unterlag in der ersten Spielbegegnung des Afrika-Cups 2015 gegen die Auswahl Algeriens mit einem 1:3. Das Eigentor von Thulani Hlatshwayo in der 68. Minute leitete den Wendepunkt ein, der den Wüstenfüchsen den Sieg ebnete. (Archivbild, Quelle: flickr/ Kevin Douglas Grant)

Hoch waren die Erwartungen an Algeriens Fußballnationalmannschaft, das im Achtelfinale der WM 2014 in Brasilien eine respektable Leistung gegen die DFB-Auswahl an den Tag legte. Bundestrainer Joachim Löw und sein Team sahen sich einem Gegner konfrontiert, der die „Schande von Gijón“ nicht vergessen konnte und nach Wiedergutmachung sinnte. Gemessen mit der gestrigen Leistung enttäuschten die Wüstenfüchse in punkto Zweikampf, Ballkontrolle und Angriffsverhalten. Mittelfeldspieler Dean Furman und Stürmer Tokelo Rantie, beide in England unter Vertrag, brachten die Nordafrikaner mächtig ins Schwitzen. Dazu glänzte Südafrikas Keeper Darren Keet, der ganz im Sinne von Senzo Meyiwa – dem am 26. Oktober 2014 erschossenen Kapitän der Orlando Pirates – das eigene Tor sauber hielt. Thuso Phala brachte dann Bafana Bafana in der 52. Minute in Führung.

Doch als dann der bei Ajax Cape Town spielende Verteidiger Thulani Hlatshwayo in der 68. Minute ein Eigentor verschuldete, drehte sich das Spiel zugunsten der Algerier. Fußballcoach Ephraim „Shakes“ Mashaba konnte beim missglückten Kopfball Hlatshwayos nur wutentbrannt in die Hände klatschen und in den darauffolgenden Minuten die Tore des Gegners enttäuschend zur Kenntnis nehmen. Faouzi Ghoulam schoss schließlich in der 72. Minute – ein Verteidiger wohlgemerkt – das zweite Tor für Algerien. Elf Minuten später baute Islam Slimani von Sporting Lissabon mit einem weiteren Treffer den Siegeskurs der Wüstenfüchse aus. Letztendlich siegte Algerien mit einem 3:1 gegen Südafrika. In der anderen Vorrundenbegegnung triumphierte der Senegal gegen Ghana mit 2:1.

Höhepunkte des Vorrundenspiels Südafrika vs. Algerien

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