Mit dem Rücken zur Wand

Bafana Bafana glaubt noch an Einzug ins Viertelfinale – trotz Niederlage und Unentschieden

(Autor: Johannes Woywodt)

Nach einem 1:1- Unentschieden gegen den Senegal steht die südafrikanische Fußballnationalmannschaft direkt vor einem Vorrunden-Aus beim diesjährigen Afrika-Cup. Mit nur einem Punkt nach zwei Spielen benötigt Bafana Bafana ein kleines Fußballwunder, um sich in dieser schwierigen Gruppe noch für das Viertelfinale qualifizieren zu können. Die Südafrikaner müssen im letzten Vorrundenspiel am Dienstag – den 27.1.2015 um 19:00 MEZ – Ghana deutlich besiegen und sind gleichzeitig auf senegalesische Schützenhilfe angewiesen. Nur wenn die Westafrikaner gegen Algerien gewännen, zöge die Elf von Trainer Mashaba in die nächste Runde ein.

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© Bafana Bafana zeigt sich trotz der Niederlage gegen Algerien und dem Untentschieden gegen den Senegal kämpferisch, den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen. Coach Ephraim Mashaba und Kapitän Dean Furman bekräftigten auf einer Pressekonferenz, gegen Ghana am kommenden Dienstag siegen zu wollen. (Archivbild, Quelle: flickr/ Shine 2010 – 2010 World Cup good news)

Wie schwer ein Sieg gegen den Senegal werden würde, zeigte vor dem Spiel ein Blick auf die Statistik. Denn gegen die „Löwen von Teranga“ konnten die Südafrikaner in ihrer Länderspielgeschichte noch nie gewinnen. Daran sollte auch der gestrige Abend nichts ändern. Ephraim Mashaba nahm vor dem Spiel nur zwei personelle Veränderungen vor. Für den am Knie verletzten Jungstar Rivaldo Coetzee kehrte der zuletzt gesperrte Eric Mathoho in die Innenverteidigung zurück und im Tor ersetzte Jackson Mabokgwane Darren Keet. Im Gegensatz zum Algerienspiel war das zweite Vorrundenspiel stark durch die taktische Ausrichtung beider Mannschaften geprägt.

Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld, sodass kaum ein richtiger Spielfluss bei beiden Kontrahenten vorhanden war. Viele Fehlpässe und taktische Fouls prägten das Spiel. Die Westafrikaner hatten zwar mehr Ballbesitz, konnten aber durch das schnelle Gegenpressing der Südafrikaner wenig davon in Torchancen ummünzen. Bafana Bafana hingegen verpasste es, ihr schnelles und direktes Passspiel über die Flügel zu initiieren. Nur selten gelangen diese Spielzüge, die auch zur besten Chance durch Sibusiso Vilakazi nach zehn Minuten führte. Doch sein Schuss aus 18 Metern konnte vom senegalesischen Schlussmann Bouna Coundoul pariert werden.

Kurz nach dem Seitenwechsel führte eine der wenigen direkten Passkombinationen zur 1:0-Führung der Bafana Bafana in der 47. Minute. Tokelo Rantie passte in Höhe des Strafraums auf die rechte Außenbahn, auf der Anele Ngcongca mitlief. Seine flache Flanke verpassten alle Spieler, nur Oupa Manyisa nicht, der sich am Fünfmeterraum positioniert hatte. Überlegt und mit viel Gefühl schlenzte der Spieler von Orlando Pirates den Ball in die rechte Ecke. Allerdings sollte die Führung nur knapp zehn Minuten Bestand haben.

Einer der vielen Freistöße für Senegal flog von der rechten Angriffsseite in den südafrikanischen Strafraum, in dem die „Löwen von Teranga“ ihre körperliche Überlegenheit einmal ausnutzten und durch einen wuchtigen Kopfball von Serigne Mbodji zum 1:1 in der 60. Minute ausglichen. Danach verfiel das Spiel wieder in den gleichen Zustand, wie in der ersten Halbzeit. Auch die Einwechslung von Offensivspielern wie Bernard Parker und Reneilwe Letsholonyane vermochte keine zusätzlichen Impulse auf südafrikanischer Seite erzeugen. Die beste Chance auf ein 2:1 vergab Thabo Matlaba in der 83. Minute.

So blieb es letztendlich bei einem gerechten Unentschieden. Trotz des verpassten Sieges zeigten sich Ephraim Mashaba und Dean Furman in der anschließenden Pressekonferenz kämpferisch und versprachen, obgleich der schwierigen Ausgangslage, eine positive Überraschung am nächsten Dienstag herbeiführen zu wollen.

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