„Osmanen“ provozieren Old-School-Rocker

Exklusiv: Boxerklub traf sich erneut mit türkischen Hells Angels. Insider befürchtet nun eine Eskalation

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Berichterstattung der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ über den Boxerklub „Osmanen“ hat in den sozialen Medien hohe Wellen geschlagen. Auch die BILD-Zeitung griff in ihrer Printausgabe die eigenen Erkenntnisse über die Gruppierung auf, die zurzeit auf dem Vormarsch in Deutschland ist. Wie die Redaktion nun erfahren hat, gab es heute erneut ein wichtiges Treffen mit den türkischen Hells Angels aus dem Landkreis Gießen. Rund siebzig Personen beider Klubs kamen zusammen. Ein Insider befürchtet nun eine Eskalation im Rhein-Main-Gebiet.

Osmanen und Nomads Turkey

© Am 19. Juli 2015 trafen sich Mitglieder des Boxerklubs „Osmanen“ zum nun zweiten Mal mit den türkischen Hells Angels aus dem Landkreis Gießen. Auf dem Bild zu sehen sind die beiden „Osmanen“-Chefs Can S. sowie Mehmet B. [beide Personen ganz links] und der Höllenengel Aygün Mucuk [in der Bildmitte]. (Quelle: Privat)

Als im April 2015 die „Osmanen“ unter der Führung der beiden Klubchefs Can S. und Mehmet B. die Verbrüderung mit den türkischen Hells Angels einfädelten, war die Unruhe im Rockermilieu gewaltig. Die Old-School-Rocker sind bisweilen mit den Nomads Turkey verfeindet. Dementsprechend sorgten die Fotos der „Osmanen“ mit dem umstrittenen Gießener Hells-Angels-Boss Aygün Mucuk – eine Schlüsselfigur im Hells Angels-internen Machtkampf – für großen Unmut. Einige Höllenengel konnten ihre Empörung nicht zurückhalten und tobten sich auf entsprechenden Foren aus.

Denn im Juli 2014 mündete der Konflikt zwischen beiden Lagern in eine wilde Schießerei am Taunustor in Frankfurt am Main, an welcher auch Mucuk selbst beteiligt war und verletzt wurde. Konkret wurden vier männliche Personen „im Alter von 31, 32, 35 und 43 Jahren angeschossen, jeder wurde einmal getroffen (Verletzungen im Oberkörper, Bein, Schulter)“, hieß es von der hessischen Polizei. Ein fünftes Opfer, ein 46 Jahre alter Mann, erlitt infolge einer Schlägerei eine Verletzung am Oberarm. Sämtliche Medien berichteten über den offen ausgetragenen Krieg zwischen den Old-School-Rockern und türkischen Hells Angels im Main-Gebiet. Politik und Behörden machten deutlich, keine Rockergewalt zu dulden.

Obwohl der sogenannte „Pakt der Türken„, wie dieser im Rockermilieu bezeichnet wird, als eindeutige Provokation in Richtung der Old-School-Rocker gewertet wird, suchen die „Osmanen“ nun offensichtlich die Konfrontation – nur einen Tag nach der Beerdigung von Sascha H. alias „Mücke“ in Köln-Mühlheim. Der Boxerklub geht mit der Zusammenkunft mit den Mitgliedern des Hells Angels-Charters “G-Town Luxembourg Turkey” in die Offensive – womöglich auf Bitte der Nomads Turkey. Innerhalb der „Osmanen“ machte Can S. – ein Ex-Höllenengel – deutlich, seinem Freund Aygün Mucuk jederzeit und „bis zum Tod“ beizustehen.

Osmanen und Nomads Turkey2

© Der „Pakt der Türken“ hat im Rockermilieu für große Unruhe gesorgt. Das heutige Treffen lasse erkennen, so ein Insider, dass der Boxerklub auf Konfrontationskurs mit den Old-School-Rockern geht – womöglich auf Bitte der Nomads Turkey. (Quelle: Privat)

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© Innerhalb der „Osmanen“ machte Can S.- ein Ex-Höllenengel und einer der beiden Chefs des Boxerklubs – deutlich, seinem Freund Aygün Mucuk jederzeit und “bis zum Tod” beizustehen. (Quelle: Privat)

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© Rund siebzig Personen beider Klubs kamen zusammen – links im Bild die türkischen Hells Angels und rechts die Osmanen. In der Bildmitte befinden sich die Führungspersonen Mehmet B., Can S. und Aygün Mucuk. (Quelle: Privat)

Aus LKA-Kreisen geht hervor, dass mit einer neuen Eskalation zu rechnen ist, sollte der aktuelle diplomatische Prozess beim Hells Angels MC mittelfristig scheitern. Schlichtungsversuche in Griechenland und Luxemburg verliefen ohne Erfolg. Necati „Neco“ Arabaci, Präsident der Nomads Turkey mit Wohnsitz in Izmir, ist weiterhin bestrebt, seine Macht in Deutschland auszuweiten. Sein Einfluss hat in den letzten Monaten erheblich zugenommen, so ein weiterer Insider zur Redaktion. „Osmanen“ und „United Tribuns“ spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle – sie sind Verbündete gegen die deutschen Altrocker.

Video zum Treffen Osmanen und Nomads Turkey

5 Antworten zu “„Osmanen“ provozieren Old-School-Rocker

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