Südafrikas Markt bleibt attraktiv

Facebook, Starbucks und IBM – weitere international agierende Konzerne expandieren ans Kap

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Volkswirtschaft bleibt trotz der politischen Skandale und wettbewerbspolitischen Nachteile weiterhin ein attraktiver Markt für international agierende Konzerne. Die Beobachtung der Wirtschaftslage zeigt, dass immer mehr bedeutende Unternehmen am Kap investieren. Dabei nehmen die südafrikanischen Verbraucher eine Schlüsselrolle in die Expansionspläne ein – bedingt durch den wachsenden Mittelstand im südlichen Afrika. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ greift die populärsten Fälle dieses Jahres auf. US-Konzerne stechen gegenwärtig besonders hervor.

Stephan Guldenpfennig

© Südafrikas Volkswirtschaft bleibt trotz der politischen Skandale und wettbewerbspolitischen Nachteile ein attraktiver Markt für international agierende Konzerne. Facebook, Starbucks und IBM kündigten in diesem Jahr ihre Expansion nach Südafrika an. (Quelle: flickr/ Stephan Guldenpfennig)

In US-amerikanischen und europäischen Großstädten gehört Starbucks längst zum Innenstadtbild. Der US-Konzern visiert nun die Expansion nach Südafrika an. In der Zentrale in Seattle ist man sich bewusst, dass die südafrikanischen Verbraucher sehr gerne Kaffee trinken. Über ein Franchise-Konzept soll 2016 in Johannesburg die erste Filiale im Land entstehen und lokalen Gastronomen mächtig Konkurrenz machen. Bislang unterhält Starbucks mehr als 22.000 Coffee-Shops in 66 Ländern. Die Kaffeespezialitäten rund um Caffè Latte, Cappuccino und Espresso gelten bei vielen jungen Menschen, trotz der teuren Preise, als äußerst beliebt.

Facebook ist das größte Social Media weltweit. Allein auf dem afrikanischen Kontinent nutzen rund 120 Millionen Menschen dieses Online-Netzwerk. Mit der Eröffnung eines Büros in Johannesburg, der ersten Repräsentanz in Afrika überhaupt, ist der milliardenschwere US-Konzern aus dem Menlo Park bestrebt, seine Reichweite um ein Weiteres zu steigern und noch mehr User von einer aktiven Nutzung zu überzeugen. Allerdings stellt die vielerorts schwache Internetverbindung auf dem Kontinent eine Herausforderung für Facebook dar. Dementsprechend solle mit einheimischen Mobilfunkanbietern kooperiert werden. Es ist die Rede davon, eine App für den afrikanischen User zu entwickeln, die nur begrenztes Datenvolumen verbraucht.

Der US-Technologieriese IBM mit Sitz in Armonk hat im Februar 2015 bekannt gegeben, in Braamfontein – einem hippen Innenstadtbereich der Metropole Johannesburg – ein weiteres Forschungslabor aufzubauen, das sich auf Arbeitsfelder wie Big Data, Cloud- und mobile Technologien konzentrieren wird. „IBM Research – Africa“, wie dieses Investitionsprojekt bezeichnet wird, soll in Kooperation mit südafrikanischen Wissenschaftseinrichtungen und Behörden betrieben werden. IBM forscht auf dem Gebiet der Informationstechnologie mit über 3.000 Forschern in 12 Laboren weltweit. Man habe Südafrika in dieses globales Netzwerk einbezogen, da einerseits geeignetes Wissenschaftspersonal auf dem Arbeitsmarkt verfügbar ist und andererseits eine staatliche Unterstützung im Rahmen einer finanziellen Förderung gewährt wird.

Das in Hamburg ansässige Unternehmen Euler Hermes, Marktführer in der Kreditversicherung, erklärte im Juni 2015, nun auch nach Südafrika zu expandieren. In einer Pressemitteilung hieß es: „Als weltweiter Marktführer ist Euler Hermes prädestiniert, sowohl südafrikanische Unternehmen und Exporteure als auch Firmen in den angrenzenden afrikanischen Staaten beim Ausbau ihrer Geschäftsaktivitäten zu unterstützen.“ Dies bedeutet im Klartext, dass Unternehmen vor Ort vor Zahlungsausfällen geschützt werden. Euler Hermes analysiert zurzeit die Bonität von 40 Millionen Unternehmen in mehr als 200 Staaten – nun auch in Südafrika.

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