Filmkritik: Into the Shadows

Südafrika-Dokumentationsfestival in Berlin – 1. Veranstaltungsbericht

(Autorin: Melanie Akerboom)

Der Dokumentarfilm „Into the Shadows – A pursuit into the underworld of the inner city of Johannesburg“ der Produktionsfirma ALTAMAR war der filmische Auftakt zum South African Documentary Festival in Berlin im Agora Collective – ein Festival mit Fokus auf die Menschenrechte und Kultur in Südafrika. ALTAMAR hat sich auf Multimedia-Dokumentarfilme, die sich auf Geschichten, die einen Einfluss auf die Gesellschaft haben, spezialisiert. Der Film wurde 2013 in Südafrika produziert und ist 75 Minuten lang.

Into the Shadows

© Auf dem diesjährigen South African Documentary Festival in Berlin ist die Dokumentation “Into the Shadows” gezeigt worden. Die Redaktion von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste” schaute sich diese an. (Quelle: Screenshot/ Into the Shadows)

Bei „Into the Shadows“ ging es vor allem um das Thema Immigranten, im Besonderen um Flüchtlinge, die in Südafrika ein neues Leben anfangen wollten. Besonders hervorgehoben wurden Flüchtlinge aus Simbabwe, die die größte Gruppe von ausländischen Migranten in Südafrika bildet. Aufgrund von politischen Gründen und der Wirtschaftslage in Simbabwe, verlassen seit eh und je Hunderttausende das Land; eine große Anzahl landet in Johannesburg.

Dort angekommen bieten innerstädtische, alte und leerstehende Gebäude oftmals die einzige Unterkunft für die Flüchtlinge, die oftmals ohne Ausweis und Papiere illegal in das Land kommen. Viele dieser Gebäude sind in den Händen von sogenannten „slum lords“, die die Situation ausnutzen und Miete von den Bewohnern fordern, ohne das Wasser und Elektrizität, sowie in manchen Fällen ein richtiges Dach über den Kopf, vorhanden sind. Aus Angst vor Misshandlungen und Gewalt, und aus Angst deportiert zu werden, leben viele dieser Flüchtlinge unauffällig und versteckt.

Im Großen und Ganzen ist „Into the Shadows“ ein sehr gelungener Dokumentarfilm, der auf eine Randgruppe der Bevölkerung hinweist, die man sonst wenig beachtet. Der Film gibt einen tiefen Einblick in das Leben und die Probleme von Geflüchteten und Flüchtlingen in Südafrika. Eine ganzheitliche Perspektive mit Einblicken anderer Ausländergruppen – wie zum Beispiel Menschen aus Mosambik oder Lesotho, sowie Meinungen von südafrikanischen Einwohnern zum Thema – wären interessant gewesen, sind aber nicht zwingend notwendig, um auf das generelle Problem aufmerksam zu machen.

Die Texte die zwischendrin immer wieder eingeblendet wurden hätten etwas länger dargestellt werden dürfen, denn es war schwierig bei dem Tempo alles dargestellte lesen zu können.

Trailer „Into the Shadows“

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