Ernüchterung in Nouakchott

Südafrika unterliegt Mauretanien. Bafana Bafana droht Ausscheiden in Qualifikation zum Afrika-Cup 2017

(Autor: Johannes Woywodt)

Nach einem schwachen Auftritt und einer verdienten 1:3- Niederlage gegen Mauretanien am vergangenen Samstagnachmittag droht der südafrikanischen Fußballnationalmannschaft bereits ein Ausscheiden in der Qualifikation zum Afrika-Cup 2017. Nach dem enttäuschenden torlosen Auftakt gegen Gambia, hätte im zweiten Gruppenspieltag ein Auswärtssieg gegen die Westafrikaner die Ausgangslage deutlich verbessert. Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen belegt Bafana Bafana den letzten Gruppenplatz und hat bereits fünf Punkte Rückstand auf den Gruppenersten aus Kamerun. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich sicher für die Endrunde. Um dieses Ziel noch zu erreichen, bedarf es mittlerweile eines größeren Fußballwunders.

© Südafrikas Fußballnationalmannschaft Bafana Bafana droht nach der Niederlage gegen Mauretanien ein Ausscheiden in der Qualifikation zum Afrika-Cup 2017. Es bedarf mittlerweile eines größeren Fußballwunders. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

Dass sich das Spiel zu Ungunsten der Südafrikaner entwickelte, ließ sich bereits an der Vorbereitung auf das Spiel feststellen. Zu wenig wussten die Spieler über ihren Gegner, da es an Anschauungsmaterial fehlte oder der technische Stab es schlichtweg nicht für notwendig hielt, sich um dieses zu kümmern. So moniert es unter anderem der Fußballjournalist Matshelane Mamabolo von der Cape Times. Zusätzlich stimmte diesmal die Mischung aus gestandenen Akteuren und Neulingen nicht. Zwar ist Trainer Ephraim Mashaba dafür bekannt, jungen Spielern die Chance zu geben, sich zu präsentieren und diese zu entwickeln. Doch am Samstagnachmittag im Olympiastadion von Nouakchott klappte dies nicht.

Sowohl Phumlani Ntshangase als auch Siyabonga Zulu wirkten nervös und noch ohne Bindung zum Spiel. Letzterer sah nach einem Foulspiel in der 50. Minute die rote Karte, so dass Südafrika die zweite Halbzeit in Unterzahl spielen musste. Allerdings hätten hier dann die erfahrenen Spieler eingreifen müssen. Doch dies geschah nicht. Angefangen von Torwart Itumeleng Khune, der die Niederlage nach einem schlimmen Patzer bereits in der 5. Minute einleitete, Eric Mathoto, der in der Verteidigung alles andere als sicher wirkte bis hin zu Thulani Serero, von dem in der Offensive keine Gefahr ausging.

Es war mit Abstand das bisher schlechteste Spiel unter Mashaba. Dies kann passieren, nur ist der Zeitpunkt äußerst ungünstig. Gute Freundschaftsspiele spiegeln nicht immer den wahren Leistungsstand wieder. Für Shakes Mashaba wird der Gegenwind rauer. Sollte seine Elf im Oktober und im November noch die Qualifikation zur nächsten Gruppenphase der WM-Qualifikation und die Teilnahme am African Nations Championship verspielen, dürften seine Tage als Nationaltrainer wohl gezählt sein.

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