Drachenbändiger

Südafrika im Viertelfinale der Rugby-WM gegen Wales – vor 82.000 Zuschauern im Twickenham-Stadion

(Autor: Johannes Woywodt)

Morgen Nachmittag ab 16:45 Uhr (MESZ, live auf Eurosport) werden alle rugbybegeisterten Südafrikaner ihre Augen nach London richten. Im Twickenham-Stadion, dem Mekka des Rugbys, wird die südafrikanische Rugbynationalmannschaft ihre Viertelfinalpartie vor 82.000 Zuschauern austragen. Ihr Gegner – Wales.

Springboks

© Am morgigen Samstag, den 17. Oktober 2015 ab 16:45 Uhr (MEZ), tritt Südafrika im Viertelfinale der Rugby-WM 2015 gegen Wales an. Rund 82.000 Zuschauer werden im Twickenham-Stadion live dabei sein. (Quelle: Facebook/ Springboks)

Obwohl die bisherige Länderspielbilanz klar zu Gunsten für die Südafrikaner spricht (27 Siege, ein Remis und zwei Niederlagen), wartet morgen auf die Mannschaft von Trainer Heyneke Meyer eine sehr schwierige Aufgabe. Die Drachen aus Wales spielen sehr mannschaftsdienlich und zeichnen sich durch einen starken Kampfgeist aus. Die Mannschaft ist der Star.

Nicht ohne Grund stehen die Waliser zu Recht im Viertelfinale. In der schwierigsten Vorrundengruppe der Weltmeisterschaft sicherten sie sich hinter Australien den zweiten Platz und schickten Gastgeber England frühzeitig nach Hause. Die Springboks sollten also gewarnt sein, zumal die Waliser fast Heimvorteil mit ihren vielen Fans genießen dürften.

Die Südafrikaner präsentierten sich in der Vorrunde von zwei Seiten. Nach der sensationellen Auftaktniederlage gegen Japan (32:34) gingen die Fans und Medien hart mit der Mannschaft ins Gericht. Zu alt sei sie, es habe an der richtigen Einstellung gefehlt und Trainer Meyer habe auf die falschen Spieler gesetzt. Im Nachhinein scheint diese Niederlage gegen die Brave Blossoms zur richtigen Zeit für die Mannschaft gekommen zu sein.

Die Mannschaft schien den Druck gebraucht zu haben, um fortan mit der richtigen Einstellung zu spielen. Eine weitere Niederlage hätte das vorzeitige Aus bedeutet. Der verletzungsbedingte Ausfall von Kapitän Jean de Villiers ließ die Springboks noch enger zusammenrücken. In den drei weiteren Vorrundenpartien folgten konzentrierte und defensiv starke Auftritte gegen Samoa (46:6), Schottland (34:16) und die USA (64:0).

Im Viertelfinale müssen die Südafrikaner an ihre starke Verteidigungsarbeit anknüpfen, um die nächste Runde zu erreichen. In der Offensive wird viel von der Tagesleistung JP Pietersens und Bryan Habanas abhängen. Letztgenannter kann morgen Geschichte schreiben. Er könnte zum erfolgreichsten Try-Scorer in der Geschichte der Rugby-Weltmeisterschaft werden, wenn er morgen einen Versuch (Try) setzt.

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