„Volkswagen muss die Sache korrigieren“

Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma richtet klaren Appell an VW-Tochter im südlichen Afrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 10. November 2015 traf Südafrikas Präsident Jacob Zuma auf Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Ein Journalist stellte während einer Pressekonferenz dem 73-jährigen Staatsgast die Frage, ob er Beeinträchtigungen wirtschaftlicher Art durch den VW-Skandal in Südafrika erwarte. Denn die Volkswagen AG ist mit ihrer Tochter Volkswagen Group South Africa ein bedeutender Investor am Kap. Zuma antwortete klipp und klar in Richtung Wolfsburg: „Volkswagen muss die Sache korrigieren“.

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© Der Skandal um manipulierte Abgaswerte in Dieselfahrzeugen der Volkswagen AG hat längst den afrikanischen Kontinent erreicht. Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma richtet einen klaren Appell an den Wolfsburger Konzern, der am Kap zu den größten Investoren des Landes zählt. Der Automobilriese müsse reagieren und die Sache korrigieren. (Quelle: Volkswagen AG)

Die Enthüllung über manipulierte Abgaswerte in Dieselfahrzeugen der Volkswagen AG hat auch für Furore in Südafrika gesorgt. Zuma machte daher während seines ersten Deutschlandbesuchs im Bundeskanzleramt deutlich: „Das, was man jetzt natürlich erwartet, ist, dass das Unternehmen entschlossen dagegen vorgeht und das korrigiert und dass man uns natürlich auch sagt, was sich jetzt verändern wird und wie das Unternehmen darauf reagiert.“ In einem Protokoll des Bundeskanzleramts zum Staatsbesuch, das der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ vorliegt, ist diese Forderung nachzulesen.

Natürlich werde es „irgendeine Art von Auswirkung geben“, so Zuma weiter. Schließlich ist VW einer der größten Investoren in Südafrika. Jedoch glaube er nicht, dass der Skandal nicht gelöst werden könne. „Ich denke, das Unternehmen sollte dagegen vorgehen und die Sache eben korrigieren.“, stellte Südafrikas Staatspräsident mit einem Appell unmissverständlich fest. Unterdessen ermitteln deutsche, amerikanische und französische Justizbehörden gegen den Automobilriesen. Der Konzern hat bereits gestanden, bei weltweit rund 11 Millionen Autos Messdaten manipuliert zu haben. Ebenso sind Audi-Modelle hiervon betroffen. Man wolle nun Transparenz walten lassen und die Öffentlichkeit umfassend informieren.

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