Windenergie neben Atomkraft

Südafrikas Vize-Energieministerin Majola setzt auf erneuerbare Energien unter Made-in-Germany-Label

(2010sdafrika-Redaktion)

Mitte März 2016 traf sich die südafrikanische Vize-Energieministerin Thembisile Majola unter anderem mit Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, um die bilaterale Energiepartnerschaft zwischen Pretoria und Berlin zu vertiefen. Im Vordergrund standen der Ausbau erneuerbarer Energien, der Netzausbau, die Flexibilisierung konventioneller Kraftwerke sowie die Erhöhung der Energieeffizienz. Allerdings setzt Südafrika weiterhin auf die Kernenergie und somit auf Russland als wichtigstem Kooperationspartner im Energiesektor.

Thembisile Majola

© Am 16. März 2016 trafen sich zum vierten Mal Vertreter des Energieministeriums Südafrikas und der Bundesministerien anlässlich der bilateralen Energiepartnerschaft in Berlin. Vize-Energieministerin Thembisile Majola zeigte großes Interesse an den erneuerbaren Energien unter dem Label „Made in Germany“. Auch die deutsche Expertise mit der Energiewende war gefragt. (Quelle: BMWi/ Susanne Eriksson)

Hochrangige Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums, des Bundesentwicklungsministeriums, des Auswärtigen Amts und des Bundesumweltministeriums nahmen am Regierungstreffen in Berlin teil. Staatssekretär Baake hielt zum Abschluss des vierten Arbeitstreffens fest: „Ich freue mich, dass wir uns heute bereits zum viertem Mal im Rahmen unserer Energiepartnerschaft getroffen haben, um uns über gemeinsame energiepolitische Herausforderungen auszutauschen und um die Weichen für zukünftige Kooperationsfelder zu stellen.

Hintergrund des Treffens ist eine Absichtserklärung beider Staaten vom Februar 2013, wonach Deutschland und Südafrika eine nachhaltige Energiepartnerschaft vereinbart haben. Die Bundesregierung wird für ihre Expertise beim Umbau des Energiesystems von konventionellen hin zu erneuerbaren Energien geschätzt. Thorsten Herdan, Abteilungsleiter für Energie im Bundeswirtschaftsministerium, erläuterte in einem Interview mit der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Potenziale der Zusammenarbeit. Deutsches Know-How im Energiesektor sei stark gefragt. Technologieunternehmen komme hierbei eine Schlüsselrolle zu.

Allerdings setzt die derzeitige südafrikanische Regierung unter Staatpräsident Jacob Zuma schwerpunktmäßig auf den Ausbau der Kernenergie und auf die Russische Föderation als wichtigstem Kooperationspartner. Ein Bauauftrag neuer Atomkraftwerke im Wert von 71,5 Milliarden Euro ging unter dubiosen Umständen nach Moskau. Die Energieknappheit mache diesen Schritt notwendig, heißt es auf politischer Ebene. „Nuklearenergie ist vielmehr eine Notwendigkeit als eine Option„, sagte die hohe Regierungsbeamtin Nelisiwe Magubane auf einer Veranstaltung der Atomlobby NIASA.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s