17 Teelöffel Zucker am Tag

Jeder fünfte Bürger nimmt zu viel Zucker zu sich. Finanzministerium Südafrikas erwägt Zuckersteuer

(Autor: Ghassan Abid)

Die Südafrikaner lieben ihre internationalen und nationalen Erfrischungsgetränke. Cola, Sprite oder Pepsi gehören für viele Menschen am Kap ganz selbstverständlich zum täglichen Genussmittelbedarf. Jedoch sind die Folgen des Konsums verheerend. Die Fälle von Diabetes, Adipositas und Osteoporose steigen rasant. Nun erwägt das Finanzministerium Südafrikas entsprechende Maßnahmen: Die Einführung der Zuckersteuer.

La Viña Liverpool

© Südafrikas Regierung sagt dem hohen Zuckerkonsum im Land den Kampf an. 2017 soll eine Zuckersteuer auf Endprodukte wie Softdrinks erhoben werden. Staaten wie Frankreich und Mexiko haben entsprechende Verbrauchssteuern bereits eingeführt – mit positiven Ergebnissen. (Quelle: flickr/ La Viña Liverpool)

Einer von vier Südafrikanern ist den aktuellen Erhebungen zufolge fettleibig. Zudem nimmt jeder fünfte Bürger zu viel Zucker zu sich. Im Durchschnitt werden hiervon 17 Teelöffel täglich konsumiert. Dementsprechend wurde auf Regierungsebene darüber diskutiert, wie man dem Fehlverhalten der Bevölkerung wirksam entgegenwirken könne. Im Februar 2016 stellte Finanzminister Pravin Gordhan im Parlament die Gesetzesinitiative zur Einführung einer Zuckersteuer auf Endprodukte wie Softdrinks vor, die 2017 in Kraft treten solle. Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent wäre dies ein Novum. Südafrika würde somit eine Vorreiterrolle einnehmen.

Ebenfalls erwägt Großbritannien eine Zuckersteuer auf Limonaden. Je höher der Zuckeranteil, desto teurer soll es werden, heißt es aus London. Die Menschen sollen mit der geplanten Verbrauchssteuer zu einer gesünderen Lebensführung herangezogen werden. Zuvor haben Staaten wie Frankreich und Mexiko entsprechende Steuern eingeführt, um das Risiko entsprechender Zivilisationskrankheiten einzudämmen. In Mexiko ging seit der Einführung der Zuckersteuer im Jahr 2014 der Absatz von Softdrinks um ganze 12 Prozent zurück. In Deutschland gibt es diese Steuer nicht mehr.

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